28/10/2026
Heute vor...
64 Jahren fand die "Kubakrise" ihr Ende.
Nach der Revolution 1959 wurde Fidel Castro Machthaber auf Kuba. Er verstaatlichte US-amerikanische Unternehmen, woraufhin die USA ein Handelsembargo verhängten. Kuba näherte sich deshalb zunehmend der Sowjetunion an.
1961 kam es zur Invasion in der Schweinebucht, bei der die USA kubanische Exilanten unterstützten, um Castro zu stürzen. Die Invasion scheiterte.
1962 ließ der sowjetische Machthaber Chruschtschow heimlich Mittelstreckenraketen nach Kuba bringen. Damit wollte er das Land vor einem US-Angriff schützen und das strategische Gleichgewicht herstellen, da die USA bereits Jupiter-Raketen in der Türkei stationiert hatten.
Am 22. Oktober 1962 informierte US-Präsident Kennedy die Bevölkerung über die Raketen und kündigte eine „Quarantäne“ Kubas an, da er den Begriff „Blockade“ vermeiden wollte, weil diese als Kriegshandlung gelten konnte. Am 24. Oktober trat die Seeblockade in Kraft. US-Kriegsschiffe kontrollierten die Zufahrt zu dem Land in der Karibik, woraufhin einige sowjetische Schiffe umkehrten.
Am 28. Oktober erklärte die Sowjetunion, ihre Raketen aus Kuba zurückzunehmen. Im Geheimen vereinbarten die USA außerdem, ihre Jupiter-Raketen aus der Türkei abzuziehen. Damit war die Krise weitgehend beendet.
Als Folge wurde 1963 der Heiße Draht eingerichtet, eine direkte Kommunikationsverbindung zwischen Washington und Moskau, um Krisen schneller bewältigen zu können. Ebenfalls 1963 schlossen die beiden Staaten das Teilteststopp-Abkommen, das Atomwaffentests in der Atmosphäre, im Weltall und unter Wasser verbot.