02/10/2026
Tarifeinigung beim BRK: Mehr Geld. Weniger Arbeitszeit. Ausfallmanagement. Sechs Verhandlungsrunden, zwei Arbeitsgruppenphasen und zahlreiche weitere Gespräche waren nötig. Infos zur Tarifeinigung mit dem Bayerischen Roten Kreuz könnt ihr unserem Flugblatt und unserer erneut aktualisierten Synopse entnehmen.
Aus einem ursprünglichen Arbeitgeberangebot von 4,9 Prozent bei einer Laufzeit von mindestens 42 Monaten ist ein Gesamtpaket mit 6,2 Prozent tabellenwirksamer Entgeltsteigerung, einer spürbar erhöhten Pflegezulage, höheren Ausbildungsvergütungen, einer Arbeitszeitverkürzung im Rettungsdienst und in den Integrierten Leitstellen sowie zahlreichen weiteren Verbesserungen geworden. Die Laufzeit beträgt zweieinhalb Jahre. Zugleich konnten wir die vom Arbeitgeber geforderte tarifliche Ausweitung der täglichen Arbeitszeit auf faktische 13-Stunden-Schichten sowie die Streichung des Krankengeldzuschusses verhindern.
Nicht alles, was wir gefordert haben, konnten wir durchsetzen. Aber wir haben Verbesserungen erkämpft und erhebliche Verschlechterungen abgewehrt. Vergleiche mit Referenztarifverträgen müssen wir nicht scheuen. Das war nur möglich, weil Kolleg*innen sich eingemischt haben – mit unserer Petition, Fotoaktionen, öffentlichen Aktionen und gewerkschaftlichem Engagement vor Ort. Tarifverträge fallen nicht vom Himmel. Sie sind das Ergebnis gemeinsamer Organisierung und gewerkschaftlicher Durchsetzungsfähigkeit.
Jetzt kommt es darauf an, die vereinbarten Eckpunkte in verbindliche Tariftexte zu überführen; zumal einzelne Punkte noch offen sind. Vor allem gilt es, die Tarifergebnisse in den Einrichtungen umzusetzen und auch beim neuen Ausfallmanagement starke Regelungen vor Ort durchzusetzen. Hier unterstützen wir euch gerne.
Je stärker wir im BRK organisiert sind, desto mehr können wir erreichen. Mach Dich und Deine Gewerkschaft stärker!
Nach sechs Verhandlungsrunden, zwei Arbeitsgruppenphasen und zahlreichen weiteren Gesprächen haben wir mit dem Bayerischen Roten Kreuz eine Tarifeinigung erzielt.