29/09/2026
Nicht vorenthalten wollen wir euch unsere gestrige Presseinfo:
Olympia ist kein Sportfest, bei dem man einfach mal die Polizei zusammenruft!
Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) begrüßt die Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes, München als deutschen Kandidaten für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ins internationale Rennen zu schicken. Gleichzeitig macht die DPolG klar, dass mit der Entscheidung für München die sicherheitspolitische Arbeit erst beginnt.
"Olympia ist sicherlich eine riesige Chance für München und Bayern - aber Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif und schon gar nicht von allein", stellt DPolG-Landesvorsitzender Jürgen Köhnlein klar. Bei den Olympischen Spielen handelt es sich um ein internationales Großereignis mit enormer Sicherheitsrelevanz und dafür brauchen wir langfristige Sicherheitsplanungen, die jetzt schon umgesetzt werden müssen. Gerade Personal muss frühzeitig aufgebaut werden. Und das passt mit einem Stellenmoratorium überhaupt nicht zusammen!"
Olympia kann nicht zusätzliche Aufgaben und zusätzliche Einsatzstunden bedeuten und am Ende mit denselben Kolleginnen und Kollegen wie heute umgesetzt werden.
Die DPolG fordert deshalb eine frühzeitige Personalplanung.
"Wenn München Olympia bekommt, brauchen wir nicht nur zusätzliche Sportstätten, Tribünen und Unterkünfte. Wir brauchen dann auch genügend Polizistinnen und Polizisten, Führungs- und Einsatzmittel, moderne Kommunikationstechnik, Drohnenabwehr und eine leistungsfähige Infrastruktur. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass die reguläre polizeiliche Arbeit in Bayern nicht ins Hintertreffen gerät."
"Die Sicherheit in München während der Spiele darf nicht dadurch erkauft werden, dass irgendwo anders in Bayern die Streifenwagen leer bleiben", so Köhnlein.
"Wir wollen Olympia, aber wir wollen Olympia mit Sicherheitsgarantie. Und diese Garantie gibt es nur, wenn jetzt investiert, geplant und auch jetzt schon Personal aufgebaut wird. Olympia ist eben kein vierwöchiges Sportfest, bei dem man sechs Monate vorher mal die Polizei zusammenruft. Wer Olympia will, muss heute anfangen, die Sicherheitsarchitektur von morgen zu bauen."