16/10/2026
Besuch bei Fatou* am Tag nach ihrer Wiederherstellungsoperation
Wir sprechen mit Professor Kremer darüber, wie der Eingriff verlaufen ist, und mit unserer jungen Klientin darüber, wie es ihr geht. Die schönste Nachricht: Sie fühlt sich super!
Von uns hat sie einen kleinen Handspiegel bekommen. Den schenken wir allen unseren Klientinnen, damit sie ihre V***a genau betrachten können. Nach einer rekonstruktiven Operation hilft er auch dabei, die Veränderungen selbst anzuschauen.
Fatou begleiten wir schon länger und waren natürlich auch bei der OP-Aufnahme dabei. Wenn eine notwendige Operation endlich stattfinden kann, liegt häufig ein langer Weg hinter den Mädchen und viel Arbeit hinter dem SAIDA-Team.
Je nach Lebenssituation führen wir Gespräche mit Eltern, dem Vormund oder Betreuer:innen aus der Wohngruppe. Zusammenhänge wiederholt erklären, Termine und Zuständigkeiten abstimmen: Das braucht Zeit und Ausdauer. Die besondere organisatorische Herausforderung liegt dabei im Umfeld der Mädchen.
Für manche Mädchen müssen wir eine Behandlung auch durchfechten – nicht überall herrscht die Ansicht vor, dass Mädchen nach Genitalverstümmelung Hilfe zusteht.
Im Mittelpunkt steht für uns immer das Mädchen selbst. Sie soll ihren Befund verstehen, die therapeutischen Möglichkeiten kennen und alle ihre Fragen stellen können. Wenn sie sich für eine Wiederherstellung von V***a und Klitoris entscheidet, soll sie genau wissen, was sie erwartet.
Auch nach der Operation bleiben wir an ihrer Seite: mit sexualpädagogischer Begleitung und als Ansprechpersonen für psychosoziale Fragen.
Deshalb sind wir nach all den Vorbereitungen sehr erleichtert, wenn die Operation geschafft ist. Und freuen uns heute umso mehr, dass es Fatou so gut geht. 💞
Für unsere wichtige Mädchenschutzarbeit benötigen wir dringend Spenden. Entscheidet euch gern uns zu unterstützen.
🔗 saida.de/Spenden
* Name zum Schutz unserer minderjährigen Klientin geändert.