22/10/2026
🌍 2,8 Grad Erderwärmung – was bedeutet das für Menschen, die ohnehin wenig haben?
Laut neuesten Prognosen könnte sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts um rund 2,8 Grad erwärmen. Das 1,5-Grad-Ziel rückt damit in weite Ferne.
🚨 Die Folgen sind schon heute spürbar. Und sie treffen nicht alle gleich: Wer Geld und Ressourcen hat, kann sich besser schützen. Menschen in Armut sind den Folgen der Klimakrise oft besonders stark ausgesetzt – und verlieren schneller ihre Lebensgrundlage.
Drei Beispiele aus unseren Projektländern zeigen, wie eng Klimakrise und Armut miteinander verknüpft sind:
1️⃣ Tschad: Im Sommer herrschte extreme Trockenheit, was landesweit zu Ernteausfällen führte. Ähnliches gab es bereits 2022 und 2024, damals folgten schwere Überschwemmungen auf die Dürren. Vielerorts verendete das Vieh und die Ernten gingen verloren – damit wurde die Lebensgrundlage von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zerstört.
2️⃣ Kosovo: Wie in der Schweiz setzen im Sommer auch hier Hitze und Trockenheit der Landwirtschaft zu – mit existenziellen Folgen, weil im Kosovo viele Menschen von diesem Sektor abhängig sind, etwa vom Beerenanbau. Sinkende Ernten bedeuten für viele Menschen weniger Einkommen.
3️⃣ Kambodscha: Hier zeigt sich, wie die Klimakrise eng mit der Migration zusammenhängt. Wegen des veränderten Klimas müssen besonders aus den ländlichen Gebieten viele Menschen ins Ausland migrieren, v.a. nach Thailand. Dabei besteht ein grosses Risiko für Ausbeutung und Menschenhandel.
Die Klimakrise ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Wer ohnehin wenig hat, darf mit ihren Folgen nicht allein gelassen werden.