04/11/2026
Zwischen 2000 und 2007 ermordete die rechtsterroristische Gruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) zehn Menschen aus rassistischen und rechtsextremen Motiven. Hinzu kamen Sprengstoffanschläge und zahlreiche Banküberfälle.
Am 4. November 2011 enttarnte sich der NSU selbst. Doch viele Fragen sind bis heute ungeklärt.
Jahrelang konnten die Täter unerkannt agieren. Die Ermittlungen waren von rassistischen Vorurteilen geprägt, die Angehörigen der Opfer gerieten selbst unter Verdacht. Das Versagen der Sicherheitsbehörden im NSU-Komplex beschäftigt Politik und Gesellschaft bis heute.
Wir erinnern an zehn Menschen, denen der NSU das Leben nahm:
🕯️ Enver Şimşek
🕯️ Abdurrahim Özüdoğru
🕯️ Süleyman Taşköprü
🕯️ Habil Kılıç
🕯️ Mehmet Turgut
🕯️ İsmail Yaşar
🕯️ Theodoros Boulgarides
🕯️ Mehmet Kubaşık
🕯️ Halit Yozgat
🕯️ Michèle Kiesewetter
Wie konnte rechter Terror mitten in unserer Gesellschaft so lange unentdeckt bleiben? Welche Rolle spielten Behörden und Unterstützernetzwerke? Und was bedeutet das für unsere Demokratie heute?
📍 Wir gehen diesen Fragen vor Ort nach.
Auf der Bildungsfahrt „Der NSU in Sachsen – Spuren. Opfer. Aufarbeitung“ besuchen wir am 4. und 5. November 2027 Chemnitz und Zwickau. Wir folgen den Spuren des NSU, beschäftigen uns mit den Perspektiven der Betroffenen und setzen uns mit der gesellschaftlichen und politischen Aufarbeitung des NSU-Komplexes auseinander.
👉 Komm mit. Schau hin. Frag nach.
Mehr Infos dazu findest du auf https://wehnerwerk.de/bildung/angebot/27027/
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📸 Henning Schlottmann (User:H-stt) via Wikimedia