13/10/2026
🩸 WELT-THROMBOSE-TAG 2026: WAS HAT DAS MIT LYMPHOLOGIE ZU TUN?
Eine Thrombose ist zunächst eine Erkrankung des venösen Gefäßsystems. Doch ihre langfristigen Folgen können auch das lymphatische System betreffen.
Warum?
Venöses und lymphatisches System arbeiten eng zusammen. Während das venöse System den Bluttransport übernimmt, ist das lymphatische System unter anderem für den Abtransport überschüssiger Gewebsflüssigkeit verantwortlich.
Nach einer tiefen Venenthrombose kann sich ein postthrombotisches Syndrom (PTS) entwickeln. Anhaltende venöse Abflussstörungen und erhöhter venöser Druck können zu chronischen Schwellungen und Gewebeveränderungen führen.
Wird das lymphatische System dauerhaft überlastet, können zusätzlich lymphatische Funktionsstörungen entstehen.
🔎 Wichtig für die Praxis:
Nicht jede Schwellung ist ein Lymphödem! Gerade plötzlich auftretende, einseitige Beinschwellungen müssen ärztlich abgeklärt werden, um unter anderem eine tiefe Venenthrombose auszuschließen.
Bei chronischen Beschwerden sind eine differenzierte Diagnostik und individuell angepasste Behandlung entscheidend.
Phlebologie und Lymphologie gehören zusammen.
Denn eine moderne Gefäßmedizin betrachtet nicht nur einzelne Erkrankungen, sondern auch die Wechselwirkungen zwischen den Gefäßsystemen.
🩸 Sektion Lymphologie der DGPL