Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V.

Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V. Alles rund um das Cochlea Implantat in Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland! Sie haben Fragen? Wir helfen! Der Cochlear Implant Verband Hessen - Rhein-Main e.V.

ist eine Selbsthilfe-Organisation und hervorgegangen aus der CI-SHG (CI-Selbsthilfegruppe Hessen, Kontaktstelle Frankfurt am Main e.V.), die 1989 gegründet wurde. Der Verband ist ein Regionalverband der Deutschen Cochlea Implantat Gesellschaft e.V. (DCIG) und arbeitet zusammen mit den implantierenden Kliniken im Einzugsgebiet (u.a der HNO-Abteilung des Frankfurter Universitäts-Klinikums), den loka

len Rehabilitationseinrichtungen (u.a. dem CIC-Rhein-Main in Friedberg) und den Akustikern an der Förderung und Akzeptanz des Cochlea Implantates. Fast alle Mitglieder tragen selbst Cochlea Implantate und berichten unabhängig von ihrer persönlichen Situation.

Was ist schon "normal"?! - Ein humOHRvoller Perspektivwechsel von Elke Schwaninger ...😉
06/06/2026

Was ist schon "normal"?! - Ein humOHRvoller Perspektivwechsel von Elke Schwaninger ...😉

Sommerpause ist keine Lösung - Wir bleiben dran!In der kommenden Woche finden mit den Plenarsitzungen 70 bis 72 die letz...
06/06/2026

Sommerpause ist keine Lösung - Wir bleiben dran!

In der kommenden Woche finden mit den Plenarsitzungen 70 bis 72 die letzten Sitzungen des Hessischen Landtags vor der Sommerpause statt. Nach den Aussagen des Hessischen Sozialministeriums im Fachgespräch Ende April war ursprünglich vorgesehen, die Novelle des Landesgehörlosengeldgesetzes (LGlGG) noch vor der Sommerpause in erster Lesung einzubringen, um das Gesetz nach der parlamentarischen Sommerpause in zweiter und dritter Lesung zu verabschieden. Dieser Zeitplan wurde offensichtlich geändert. Das LGlGG steht nicht auf der Tagesordnung der letzten Sitzungswoche vor der Sommerpause.

Warum dies so ist, wissen derzeit nur die politisch Verantwortlichen. Doch falls tatsächlich die Hoffnung besteht, dass sich die Diskussion über die Reform des LGlGG durch eine Verschiebung über die Sommerpause beruhigt, wäre das ein Irrtum. Für die Betroffenen beginnt keine Sommerpause.

Menschen, die auf Gehörlosengeld angewiesen sind oder darauf hoffen, endlich gleichbehandelt zu werden, leben auch im Juli und August mit den Folgen dieser Entscheidung. Sie bleiben vollständig taub oder hochgradig hörgeschädigt. Sie kämpfen weiter mit Kommunikationsbarrieren, gesellschaftlichen Nachteilen und den zusätzlichen Belastungen ihres Alltags.

Die Frage der Gleichbehandlung verschwindet nicht mit dem Beginn der Ferien. Sie wird auch nicht kleiner, weil sie später behandelt wird. Deshalb richten wir einen klaren Appell an Regierung und Opposition:

Nutzen Sie die kommenden Wochen nicht zum Aussitzen, sondern zum Handeln. Führen Sie Gespräche. Hören Sie den Betroffenen zu. Prüfen Sie die Argumente. Und treffen Sie am Ende eine Entscheidung, die sich an sozialer Gerechtigkeit orientiert und nicht an politischer Bequemlichkeit.

Wer Menschen mit Merkzeichen GL bei gleicher Hörbehinderung unterschiedlich behandelt, muss erklären können, warum. Diese Frage wird auch im September noch gestellt werden. Und im Oktober. Und im November. Als Sozialverband werden wir die Sommerpause jedenfalls nicht als Abkühlphase verstehen.

Wir werden weiter informieren. Weiter aufklären. Weiter das Gespräch mit Politik, Medien und Öffentlichkeit suchen. Weiter die Erfahrungen der Betroffenen sichtbar machen. Nicht aus Trotz, sondern weil es uns um die Menschen geht. Um Menschen, die seit Jahren auf eine faire Lösung warten.

Die Landesregierung hat jetzt die Chance zu zeigen, dass ihre Zusagen mehr sind als wohlklingende Worte. Die Opposition hat die Chance zu zeigen, dass sie bereit ist, die Regierung an ihren eigenen Versprechen zu messen.

Die Sommerpause mag den parlamentarischen Kalender unterbrechen. Den Einsatz für Teilhabe, Gleichbehandlung und Gerechtigkeit unterbricht sie nicht.

Nicht bei uns. Nicht bei den Betroffenen. Und hoffentlich auch nicht bei den politisch Verantwortlichen. Denn gleiche Gehörlosigkeit darf auch in Hessen nicht länger zu ungleicher Behandlung führen.

Alle lachen. Und du lachst mit.Viele Menschen verbinden Schwerhörigkeit vor allem mit Lautstärke. Sie denken, man müsse ...
04/06/2026

Alle lachen. Und du lachst mit.

Viele Menschen verbinden Schwerhörigkeit vor allem mit Lautstärke. Sie denken, man müsse den Ton nur etwas lauter stellen, dann sei das Problem gelöst. Doch die eigentliche Herausforderung liegt oft ganz woanders.

Stellen wir uns einen gemütlichen Abend mit Freunden vor. Gemeinsam schaut man eine deutsche Komödie. Die Stimmung ist entspannt, man unterhält sich zwischendurch, trinkt etwas, genießt den Abend.

Dann fällt auf der Leinwand ein Satz und plötzlich lacht der ganze Raum. Einige lachen laut, andere schmunzeln noch Sekunden später weiter. Nur man selbst sitzt da und fragt sich: Warum eigentlich?

Man hat den Satz gehört. Vielleicht sogar fast vollständig. Doch ein Wort fehlte. Eine Silbe ging im Gelächter davor unter. Die Pointe kam nicht an.

Für einen kurzen Moment entsteht Unsicherheit. War es ein Wortspiel? Ironie? Eine Anspielung? Also lacht man mit. Nicht, weil man den Witz verstanden hat, sondern weil alle anderen lachen.

Nach außen fällt das niemandem auf. Das Lächeln sitzt. Das Timing stimmt. Man wirkt beteiligt. Innerlich bleibt jedoch ein unangenehmes Gefühl zurück. Man möchte nicht nur reagieren wie die anderen. Man möchte verstehen, was gerade passiert ist.

Während die Gruppe längst wieder dem Film folgt, kreisen die Gedanken noch um den verpassten Satz. Was wurde gesagt? Habe ich etwas überhört? War es wichtig?

Genau solche Situationen erleben viele schwerhörige Menschen immer wieder. Nicht nur im Kino oder vor dem Fernseher, sondern beim Familienessen, im Freundeskreis, in Besprechungen oder auf Feiern. Das Belastende ist dabei oft nicht die einzelne verpasste Information. Es ist die Summe dieser kleinen Momente.

Lachen verbindet Menschen. Es schafft Nähe und das Gefühl, etwas gemeinsam zu erleben. Wer die Pointe nicht verstanden hat, steht oft nur einen Schritt neben der Gruppe und fühlt sich trotzdem ausgeschlossen.

Deshalb entwickeln viele Betroffene mit der Zeit Strategien. Sie beobachten die Reaktionen anderer, achten auf Mimik und Körpersprache und lernen, fehlende Informationen aus dem Zusammenhang zu ergänzen. Das funktioniert erstaunlich gut. So gut, dass Außenstehende häufig gar nicht bemerken, wie viel Anstrengung dahintersteckt. Doch genau diese permanente Konzentration kostet Kraft.

Schwerhörigkeit bedeutet deshalb oft nicht, nichts zu hören. Sie bedeutet, ständig befürchten zu müssen, genau den einen Satz zu verpassen, der gerade den Unterschied macht – zwischen Zuhören und Verstehen, zwischen Dabeisein und sich nur so zu fühlen.

„Du hast doch noch ein gesundes Ohr.“Für viele Menschen mit einseitiger Taubheit (SSD) beginnt genau mit diesem Satz das...
04/06/2026

„Du hast doch noch ein gesundes Ohr.“

Für viele Menschen mit einseitiger Taubheit (SSD) beginnt genau mit diesem Satz das eigentliche Problem.

Denn wer plötzlich auf einer Seite nichts mehr hört, verliert nicht einfach „50 Prozent“ seines Hörens. Oft geht Orientierung verloren. Sicherheit. Leichtigkeit. Spontanität.

Katharina beschreibt auf der Ohrenseite sehr eindrucksvoll, wie abrupt sich das Leben verändern kann. Eben noch selbstverständlich gehört, dann plötzlich links taub. Gespräche, Geräusche, Alltagssituationen – alles fühlt sich anders an. Unsicherer. Anstrengender. Nicht, weil die Welt leiser wird, sondern weil wichtige Informationen fehlen. (https://ohrenseite.info/2025/637-ssd-ab-sofort-links-taub)

Auch Ines erzählt auf der Ohrenseite von diesem Bruch. Von „100 auf 50 und wieder zurück“. Ein Hörsturz veränderte ihr Leben innerhalb kürzester Zeit. Was vorher selbstverständlich war, wurde zur täglichen Herausforderung. Die Entscheidung für ein Cochlea Implantat war kein kleiner Schritt. Sie war der Versuch, ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen. (https://ohrenseite.info/2025/646-von-100-auf-50-und-wieder-zurueck-durch-einen-hoersturz-zur-ci-traegerin)

Genau darum geht es bei der kommenden Aktionswoche der DCIG e.V. – Deutsche Cochlea Implantat Gesellschaft unterstützt durch den CIV HRM e.V. und seine zahlreichen Selbsthilfegruppen.

Unter dem Motto „Mono ist nicht genug“ macht sie sichtbar, was viele Betroffene jeden Tag erleben: Ein Ohr allein ersetzt kein beidseitiges Hören. Richtungshören, räumliche Orientierung, Sprachverstehen im Lärm oder das Gefühl, Gesprächen entspannt folgen zu können – all das kann durch einseitige Taubheit massiv beeinträchtigt werden.

Und genau deshalb ist die Versorgung mit einem Cochlea Implantat bei SSD weit mehr als eine technische Maßnahme. Für viele Menschen bedeutet sie die Chance, wieder aktiver am Leben teilzunehmen. Nicht perfekt. Nicht wie früher. Aber oft deutlich besser.

Die Aktionswoche möchte mit alten Missverständnissen aufräumen. Denn einseitige Taubheit ist nicht „halb so schlimm“. Sie ist oft unsichtbar. Aber sie verändert das ganze Leben.

Mono ist nicht genug.

Daniel berichtet über sein Gehirn auf Hochtouren und wie Höreinschränkungen seine Wahrnehmung schärften.Daniel (Elektroi...
31/05/2026

Daniel berichtet über sein Gehirn auf Hochtouren und wie Höreinschränkungen seine Wahrnehmung schärften.

Daniel (Elektroingenieur und CI-Träger) beschreibt sich selbst als menschlichen Kontext-Scanner: „Man erwartet bei "Höreinschränkungen" oft eine Geschichte des Verlustes, des Kampfes, vielleicht des Mitleids. Doch heute erzähle ich euch eine andere Geschichte. Eine Geschichte darüber, wie das, was viele als Schwäche sehen, mein Gehirn auf eine besondere Weise trainiert hat. Ich bin als Mensch und Ingenieur heute ein unermüdlicher Sucher nach Lösungen, ein Meister im Lesen zwischen den Zeilen.“

Eindrucksvoll spricht er über eine Neuprägung seines Gehirns mit dem Cochlea Implantat: „Mein Gehirn hat sich über Jahre hinweg auf besondere Weise entwickelt. Nicht, weil es von Haus aus anders war, sondern weil Höreinschränkungen es dazu gefordert haben. Wo andere einfach hören, musste ich dekodieren, interpretieren, Lücken füllen.“

Er führt weiter aus: „Ich musste lernen, Stimmen zu identifizieren, auch wenn sie nur als gedämpfte Klänge ankamen. Ich habe Nuancen in Sprechweisen, Betonungen und sogar den typischen Lärmpegel verschiedener Räume abgespeichert. Mein Gehirn ist ständig auf der Suche nach Ordnung im akustischen Chaos.“

Und das hat durchaus einen Preis: „Meine Höreinschränkung hat mich gelehrt, ein effektives Energiemanagement zu entwickeln. Ich spüre oft früh, wann meine Ressourcen zur Neige gehen. Das ist mein inneres Frühwarnsystem. Es zwingt mich, Pausen zu machen, Umfelder zu verlassen, oder meine Kommunikationsstrategie anzupassen, noch bevor die absolute Erschöpfung eintritt.“

Daniel kennt auch die andere Seite: „Ich erinnere mich an so viele Situationen, in denen ich einfach genickt und gelächelt, oder mitgemacht habe, obwohl ich absolut nichts verstanden hatte. Das ist der Moment, in dem du dich innerlich abmeldest, um nicht aufzufallen. Es ist die bequeme Falle der „Unehrlichkeit“, die uns immense Energie kostet. Doch ich habe eines gelernt: Nicht nachzufragen verbraucht oft mehr Energie, als es der eigentliche Aufwand des Nachfragens wäre.“

Er fand für sich einen neuen Weg: „Die vielleicht wichtigste Erkenntnis kam, als ich mich bewusst entschied, meine Narbe und mein Cochlea Implantat nicht mehr unter meinen Haaren zu verstecken. Die Welt drehte sich nicht schneller, sie brach nicht zusammen. Im Gegenteil: Sichtbarkeit schafft Verständnis, Offenheit schafft Verbindung. Meine vermeintliche Schwäche wurde zu einem Gesprächsthema, das Türen öffnete, statt sie zu verschließen.“

Mit einem beeindruckenden Fazit schließt Daniel wie folgt: „Höreinschränkungen haben mich gelehrt, ein Leben zu führen, in dem ich nicht aufs Hören warte, sondern aktiv verstehe, gestalte und genieße. Sie haben mein Gehirn auf besondere Weise geschärft, meine Sinne zu Empfängern und meine Herausforderungen zu wichtigen Impulsen gemacht.“

Danke Daniel für diesen wunderbaren Beitrag, möge er vielen als Orientierung dienen!

Den vollständigen Bericht zu diesem Beitrag lesen Sie unter: https://ohrenseite.info/2026/670-gehirn-auf-hochtouren-wie-hoereinschraenkungen-meine-wahrnehmung-schaerften

31/05/2026

Kulturgenuss?! 🎭 - Taube Ohren
bei hörendem Veranstalter
——————————————-
(Von Elke Schwaninger)

Wir wollten eine Kabarett-Veranstaltung besuchen, bei der es freie Platzwahl gab - in einer großen, halligen Halle.

Akustisch eine harte Nuss - die sich für mich als "taube Nuss" mit CI aber durch etwas Planung sicher knacken ließ...😉🦻🦻

Vier Wochen vor Beginn des Events fragte ich beim Veranstalter nach, ob es möglich sei, für Menschen mit Hörbehinderung einen Platz in Bühnennähe zu reservieren. "Nicht nötig", teilte mir der Verantwortliche mit, denn: "Wir haben eine induktive Höranlage, das muss reichen." 🎤📣

Als wir mit erwartungsvoll eingestellten CI-Ohren das Event besuchten, war die Höranlage nicht einsatzfähig. Vor Ort kannte sich niemand mit der Technik aus. Keiner war darüber informiert, dass Menschen mit Hörbehinderung im Publikum sitzen...🙈

Am nächsten Tag kontaktierte ich den Veranstalter - der fühlte sich offenbar nicht mehr zuständig und reagierte auch auf mehrere Anfragen nicht. Die tauben Ohren hatten quasi die Seite gewechselt!🧐

Dafür wurde ich nun zur „harten Nuss“ und schaltete die Inklusionsbeauftragte der Stadt ein. Sie fand heraus, dass die induktive Höranlage schon länger defekt gewesen war - und kümmerte sich darum, dass sie repariert wird und in Zukunft funktioniert🙏

FAZIT💡🦻🦻
————-
Unser „mentaler KULTURbeutel“ braucht häufig Extra-Planung, Extra-Zeitaufwand und extrastarke Nerven. Aber:

Mit JEDEM Mal, wo wir auf Barrieren UND Lösungswege aufmerksam machen, wächst auch unsere Sichtbarkeit und das Bewusstsein bei Verantwortlichen.
Bleibt dran, holt externe Unterstützung (z.B. Inklusionsbeauftragte, lokale Presse und Verbände, die das öffentlich machen) und fordert euer Recht auf Barrierefreiheit auch im Kulturbereich aktiv ein.

Wie heißt es so ermutigend:
„Viele kleine Menschen, an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, können das Gesicht der Welt verändern.“
💪☺️❤️🦻🦻

Viele Menschen stellen sich Schwerhörigkeit so vor, als würde die Welt einfach nur leiser werden. Für viele Betroffene f...
30/05/2026

Viele Menschen stellen sich Schwerhörigkeit so vor, als würde die Welt einfach nur leiser werden. Für viele Betroffene fühlt es sich aber eher so an, als würden ständig Teile der Information fehlen.

Stell dir ein Foto vor: Auf den ersten Blick wirkt alles ganz normal. Die Landschaft ist zu erkennen, die Menschen sind da, die Farben stimmen. Doch beim genaueren Hinsehen merkst du, dass überall kleine Bildpunkte fehlen. Nicht an einer einzigen Stelle, sondern verteilt über das ganze Bild. Mal fehlt ein Detail im Gesicht. Mal ein Teil eines Schildes. Mal ein wichtiges Wort.

Unser Gehirn ist erstaunlich gut darin, solche Lücken zu füllen. Es nutzt Erfahrung, Kontext und Vermutungen, um aus den Bruchstücken wieder ein Ganzes zu machen. Deshalb merken viele Außenstehende oft gar nicht, wie anstrengend Verstehen sein kann. Sie sehen jemanden nicken, lachen oder antworten und denken: Alles verstanden. Dabei läuft im Hintergrund häufig Schwerstarbeit.

Gespräche bestehen schließlich nicht nur aus einzelnen Worten. Es geht um Betonungen, Emotionen, leise Bemerkungen, schnelle Zwischenrufe, Fragen im Hintergrund oder Sätze, die von Nebengeräuschen überlagert werden. Jedes fehlende Wort ist wie ein fehlender Pixel. Ein einzelner fällt kaum auf. Tausende verändern das gesamte Bild.

Deshalb sagen viele schwerhörige Menschen: „Ich habe gehört, dass gesprochen wurde. Aber ich habe nicht verstanden, was gesagt wurde.“

Genau das macht Schwerhörigkeit so anstrengend. Nicht die Ohren allein, sondern die ständige Arbeit des Gehirns, aus unvollständigen Informationen Sinn zu machen.

Hörgeräte und Cochlea Implantate können viele dieser fehlenden „Pixel“ zurückbringen. Sie sind für viele Menschen ein enormer Gewinn. Trotzdem bleibt Verstehen oft mehr als nur Hören.

Deshalb helfen Dinge, die eigentlich selbstverständlich sein sollten: Blickkontakt, deutliches Sprechen, eine ruhige Umgebung und etwas Geduld. Manchmal sind es genau diese kleinen Dinge, die aus vielen einzelnen Puzzleteilen wieder ein verständliches Gesamtbild machen.

BAD Nauheim? GOOD news!😊 Mit mobilen Ringschleifen können Menschen mit CI und Hörgerät ALLE ERLEBNISFÜHRUNGEN durch die ...
29/05/2026

BAD Nauheim? GOOD news!😊 Mit mobilen Ringschleifen können Menschen mit CI und Hörgerät ALLE ERLEBNISFÜHRUNGEN durch die Kurstadt barrierefrei genießen! ☺️🦻🦻
Bad Nauheim bietet dabei eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote:

🔴 Kulinarische Touren (inklusive Verkostung lokaler Spezialitäten)🥘🫕

🔴 Kunst-Touren 🧑‍🎨

🔴 Legendäre "Elvis"-Touren🕺🎶

🔴 Historische Rundgänge🗿

Zu allen Erlebnisführungen könnt ihr die mobile Höranlage GRATIS dazubuchen! 🦻🦻 Auch für Patientinnen und Patienten der Kaiserbergklinik ein besonderes Erlebnis!

Um Vorab-Anmeldung bei der Tourist Information wird gebeten - barrierefrei über WHATSAPP unter: 0151 46 17 39 15 ☎️

In der Tourist Information (Startpunkt für alle Führungen) stehen insgesamt 11 mobile Ringschleifen zur Verfügung - und freuen sich auf eure offenen Ohren!😊🦻🦻
————————-
🗓️ TERMINE und weitere Infos zu allen Erlebnisführungen durch Bad Nauheim: https://www.bad-nauheim.de/de/erlebnisreich/fuehrungen-rundgaenge/erlebnisfuehrungen

Viele Menschen denken bei Schwerhörigkeit zuerst an Lautstärke. „Dann mach das Hörgerät eben lauter.“Aber so funktionier...
26/05/2026

Viele Menschen denken bei Schwerhörigkeit zuerst an Lautstärke. „Dann mach das Hörgerät eben lauter.“

Aber so funktioniert Hören oft nicht.

Stell dir ein Puzzle vor. Bei Normalhörenden liegt das Bild meist vollständig auf dem Tisch. Worte, Betonung, Nebengeräusche, Emotionen — alles ergibt automatisch Sinn.

Für schwerhörige Menschen fehlen dagegen ständig Teile dieses Bildes. Ein Wort hier. Eine Silbe dort. Der halbe Satz im Hintergrundrauschen. Das Lachen am anderen Ende des Tisches. Die leise Frage im Meeting.

Und genau dann beginnt die eigentliche Arbeit.

Das Gehirn versucht pausenlos, die fehlenden Teile zu ergänzen. Aus Erfahrung. Aus Kontext. Aus Vermutung. Man kombiniert. Rätselt. Schätzt Gesichter ein. Beobachtet Lippen. Denkt Sekundenbruchteile voraus.

„Hat er wirklich das gesagt? Oder etwas völlig anderes?“

Das Problem: Niemand sieht diese Anstrengung. Von außen wirkt Zuhören selbstverständlich. Von innen ist es oft Hochkonzentration.

Deshalb sind viele schwerhörige Menschen abends nicht nur „müde“. Sie sind erschöpft vom dauernden Zusammensetzen eines Puzzles, das nie vollständig geliefert wird.

Und genau deshalb bedeutet gutes Hören weit mehr als nur „Geräusche wahrnehmen“. Es bedeutet Kraft sparen. Sicherheit gewinnen. Wieder entspannter am Leben teilnehmen können.

Ehrentag 2026. Ein Tag für all die Menschen, die anpacken, organisieren, zuhören, begleiten, Mut machen und Gemeinschaft...
24/05/2026

Ehrentag 2026. Ein Tag für all die Menschen, die anpacken, organisieren, zuhören, begleiten, Mut machen und Gemeinschaft überhaupt erst möglich machen. Heute möchten wir deshalb einfach Danke sagen.

Danke an unsere ehrenamtlich Engagierten im CIV HRM e.V. in Hessen, Rheinland und dem Saarland. An die Aktiven unserer Selbsthilfegruppen. An die junge Selbsthilfe genauso wie an diejenigen, die sich seit vielen Jahren mit Erfahrung, Geduld und Herzblut einbringen.

Ihr organisiert Treffen, begleitet Betroffene, beantwortet Fragen verzweifelter Eltern, macht Mut nach Diagnosen, helft bei Technikproblemen, plant Veranstaltungen, betreut Infostände, schreibt Beiträge, moderiert Gruppen und seid oft genau dann da, wenn Menschen Orientierung brauchen.

Viele sehen nur die Veranstaltungen oder Beiträge. Was oft unsichtbar bleibt, sind die Stunden dahinter. Die Telefonate. Die Fahrten. Die Vorbereitung. Die Geduld. Das offene Ohr.

Gerade in der Selbsthilfe ist Ehrenamt weit mehr als Organisation. Es ist gelebte Menschlichkeit.

Unter dem Motto des Ehrentags „Für dich. Für uns. Für alle.“ zeigt ihr jeden Tag, was gesellschaftlicher Zusammenhalt wirklich bedeutet.

Denn Demokratie lebt nicht nur von Gesetzen. Sie lebt von Menschen, die mitmachen. Menschen, die Verantwortung übernehmen. Menschen, die niemanden alleine lassen.

Ob junge Selbsthilfe, langjährige Gruppenleitungen, Angehörige oder Unterstützende im Hintergrund: Jede und jeder von euch macht einen Unterschied.

Dafür sagen wir heute mit großer Wertschätzung:

Danke. Für eure Zeit. Für euren Einsatz. Für euer Herz.

Michael Schwaninger
Vorsitzender CIV HRM e.V.

Adresse

Hügelstrasse 6
Bad Nauheim
61231

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V. erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Die Organisation Kontaktieren

Nachricht an Cochlear Implant Verband Hessen-Rhein-Main e.V. senden:

Teilen