18/09/2026
Die Begriffe „ambulant“ und „stationär“ begegnen uns im sozialen und pflegerischen Bereich häufig. Aber was genau bedeuten sie eigentlich? 💡
Bei der ambulanten Pflege bleiben Menschen in ihrem eigenen Zuhause. Pflege- oder Betreuungskräfte kommen zu ihnen und unterstützen sie dort, wo sie leben. Je nach individuellem Bedarf kann das zum Beispiel Unterstützung bei der Körperpflege, bei der Medikamenteneinnahme, im Haushalt oder bei alltäglichen Aufgaben sein.
Bei der stationären Pflege leben Menschen dagegen in einer Einrichtung, in der sie umfassend versorgt und betreut werden. Pflege, Betreuung, Mahlzeiten und weitere Unterstützungsangebote finden dort statt.
👉 Der grundlegende Unterschied lässt sich also ganz einfach merken:
Ambulant = Die Unterstützung kommt zum Menschen.
Stationär = Der Mensch lebt und wird in der Einrichtung versorgt.
Eine betreute Wohnform für Menschen mit geistiger Behinderung ist nicht automatisch mit einer klassischen stationären Pflegeeinrichtung gleichzusetzen. Hier geht es nicht ausschließlich um Pflege, sondern vor auch um Teilhabe, Selbstbestimmung, persönliche Entwicklung und die Unterstützung im eigenen Lebensalltag.
Menschen sollen – entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten und Wünschen – so selbstbestimmt wie möglich leben können. Unterstützung bedeutet dabei nicht, jemandem möglichst viel abzunehmen, sondern gemeinsam herauszufinden: Was kann die Person selbst? Wo braucht sie Unterstützung? Und wie können wir ihr ermöglichen, möglichst viel selbst zu entscheiden und zu gestalten?
Wichtig: Ambulant bedeutet nicht automatisch „weniger Unterstützung“ und stationär nicht automatisch „mehr Pflege“. Entscheidend ist immer der individuelle Unterstützungsbedarf und die persönliche Lebenssituation.
Neben unseren betreuten Wohnformen bieten wir unter anderem einen ambulanten Pflegedienst an. Dieser unterstützt Menschen in ihrem eigenen Zuhause und trägt dazu bei, Selbstständigkeit und Teilhabe im vertrauten Umfeld zu ermöglichen.