03/11/2026
Der „Förderverein Gedenkstätte Lindenstraße“ hat sich gegründet. Ziel des Vereins ist die Förderung der historisch-politischen Bildungsarbeit der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße. Hierzu sollen künftig unter anderem Projekte der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit unterstützt und Veranstaltungen mit Zeitzeug:innen durchgeführt werden. Über den Aufbau von Kooperationen und die Einwerbung von Drittmitteln will der Verein darüber hinaus dazu beitragen, dass der Gedenkstätte auch in Zukunft die notwendigen Ressourcen für moderne und innovative Bildungsarbeit zur Verfügung stehen.
Vorsitzender des neugegründeten Fördervereins ist der Zeitzeuge Bernd Richter, der 1972 nach einem gescheiterten Fluchtversuch aus der DDR im MfS-Untersuchungsgefängnis in der Lindenstraße inhaftiert war. Richter engagiert sich bereits seit vielen Jahren in der Gedenkstätte Lindenstraße als Zeitzeuge und gründete vor zehn Jahren die Bürgerinitiative „Häftlingsvertretung Lindenstraße 54“. Zu den Gründungsmitgliedern gehören weitere frühere Inhaftierte und Personen, die sich bereits in der Vergangenheit im Verein zur Förderung der Projektwerkstatt „Lindenstraße 54“ e. V. engagierten.
„Seit vielen Jahren stärken Zeitzeugen und engagierte Bürgerinnen und Bürger der Gedenkstätte den Rücken. Mit dem neuen Verein wollen wir sicherstellen, dass dies auch in Zukunft so sein wird“, betonte Richter im Zuge der Gründung.
Die Direktorin der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, Maria Schultz, begrüßt die Gründung des Fördervereins: „Die Gründung des Fördervereins Gedenkstätte Lindenstraße durch ehemalige Inhaftierte und anderen Personen, die sich dem Ort verbunden fühlen, zeigt die Bedeutung des historischen Ortes für zivilgesellschaftliches Engagement. Lebendiges Erinnern und Aufarbeiten finden hier ein wichtiges Fundament. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind dankbar für die Unterstützung.“
Die Fördermitgliedschaft im neuen Verein steht ab sofort interessierten Einzelpersonen und Unternehmen offen.
Fotos: Hagen Immel