10/10/2026
Unsere nächste Gesprächsrunde: „Ungarn im Umbruch - Wird jetzt alles gut?" mit Dr. Kai-Olaf Lang (Stiftung Wissenschaft und Politik Berlin) am Donnerstag, den 15.10.2026, um 19:00 Uhr, in die Villa Lingner, Leubnitzer Str. 30, 01069
Dresden,
Der Vortrag beschäftigt sich mit dem politischen Umbruch in Ungarn nach der Parlamentswahl vom April 2026. Nach 16 Jahren Regierung Viktor Orbán errang die Tisza-Partei von Péter Magyar eine verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie tiefgreifend dieser Wandel ist und was er für Ungarn und für Europa bedeutet.
Die neue Regierung baut den Staat in hohem Tempo um: Durch eine Verfassungsänderung mussten mehrere Richter des Verfassungsgerichts ihr Amt räumen, Staatspräsident Tamás Sulyok wurde abgesetzt, eine neue Verfassung ist angekündigt.
Befürworter sehen darin die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit, Kritiker warnen vor einem Umbau, der selbst die Gewaltenteilung gefährden könnte.
Auch in der Zusammenarbeit in der EU hat sich der Kurs gewendet: Nach Reformen gegen Korruption und dem Beitritt zur Europäischen Staatsanwaltschaft gibt Brüssel eingefrorene EU-Mittel in Milliardenhöhe frei, die für die wirtschaftliche Stabilisierung des Landes zentral sind. Ungarn hat zudem sein Veto gegen die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine aufgehoben, knüpft die Annaherung an Kyjiw aber an die Rechte der ungarischen Minderheit und bleibt beim Ol weiter auf Russland angewiesen. Dr. Kai-Olaf Lang wird analysieren, ob mit dem Machtwechsel in Budapest nun tatsächlich „alles gut" wird.
Die Veranstaltung ist eine Veranstaltung der SOG-Zweigstelle Dresden in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Osteuropainstitut
(DOI).
Um Anmeldung (E-Mail: [email protected], Telefon: 0351 41746661) wird gebeten.
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