20/10/2026
Seit diesem Monat bekommen rund 500.000 Menschen in Gaza keine Nahrungsmittelhilfe mehr vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen.
Das WFP hat am Montag bekannt gegeben, dass es seine Unterstützung wegen fehlender Finanzierung um ein Drittel kürzen muss. Statt 1,6 Millionen erhalten jetzt noch 1,1 Millionen Menschen Hilfe. Und auch sie bekommen weniger: halbierte Rationen, kleinere Mehlsäcke, weniger warme Mahlzeiten.
Für Familien in Gaza heißt das: Die Vorräte reichen nicht bis zum Monatsende. Mahlzeiten fallen aus. Und das kurz vor dem Winter, in dem viele Menschen noch immer in Zelten und beschädigten Häusern leben.
Zwei Drittel der Bevölkerung in Gaza wissen nach wie vor nicht sicher, ob sie genug zu essen haben. Der Bedarf ist nicht gesunken. Gesunken ist das Geld.
Viele Geberländer, darunter die USA und europäische Staaten, haben ihre Mittel für humanitäre Hilfe gekürzt. Gleichzeitig wächst der Hunger auch in anderen Krisen wie im Sudan und im Jemen. Das WFP spricht von einer Gebermüdigkeit: Immer weniger Geld muss auf immer mehr Notlagen verteilt werden.
Diese Entwicklung spüren auch wir. Durch den Rückgang der Spenden mussten wir unsere Lebensmittelhilfe in Gaza in den vergangenen Monaten deutlich reduzieren. Jetzt wollen wir unsere Verteilungen dringend wieder hochfahren, und dafür brauchen wir eure Unterstützung.
Der Hunger ist nicht vorbei. Lasst uns die Menschen in Gaza gerade jetzt nicht alleinlassen.