23/09/2026
Liebe Freunde des Freizeitzentrums,
wir haben leider eine schlechte Nachricht. Morgen ist Stadtratssitzungen ab 18.30 Uhr. Wer möchte kann in der Bürgerfragestunde gern dazu Nachfragen stellen.
Leider wurde uns der Betreibervertrag für das Freizeitzentrum von der Stadtverwaltung zu Ende des Jahres gekündigt. Nach unserem Eindruck könnten bei dieser Entscheidung hauptsächlich persönliche Gründe und Meinungsverschiedenheiten mit Herrn Schreiber eine Rolle gespielt haben. Da wir keine andere Möglichkeit sehen, wenden wir uns hiermit an die Öffentlichkeit, um über die aus unserer Sicht problematischen Methoden und den Umgang mit anderer Meinung seitens des Oberbürgermeisters zu informieren.
Seit meinem Arbeitsbeginn im Freizeitzentrum im Jahr 2018 kam es mit Herrn Schreiber immer wieder zu Auseinandersetzungen. Wir fühlten uns persönlich herabgesetzt, und uns und mir wurde immer wieder gedroht, beispielsweise mit Äußerungen wie „Jetzt reichts mir aber mit Ihnen“, „Wir kündigen Ihnen den Vertrag“, oder „Dann werden Sie arbeitslos“. Uns gegenüber wurden nach unserer Auffassung wiederholt unzutreffende oder zumindest missverständliche Angaben gemacht. Wir wurden mehrfach in einem aus unserer Sicht unangemessen scharfen und lautem Ton angesprochen, wenn es nicht nach seinem Willen ging, und wir mussten uns Vorwürfe anhören wie „Sie vertun hier unser Geld“ und Ähnliches.
Aufgrund dieser Vorfälle habe ich Anfang Juni diesen Jahres ein Gespräch beendet und mich in der Folge an die Kommunalaufsicht des Landkreises gewandt. Ende Juni wurde uns von Herrn Schreiber der Betreibervertrag gekündigt. Ob zwischen diesen Vorgängen ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, können wir abschließend nicht beurteilen. Die zeitliche Abfolge hat bei uns jedoch einen entsprechenden Eindruck entstehen lassen. Am Tag der Kündigung wurden mir noch nach meiner Erinnerung folgende Aussagen entgegengehalten, „Jetzt kommen Sie wohl angekrochen“ und “….jetzt sehen Sie was ich Ihnen alles kann“.
Wir gehen aufgrund der uns vorliegenden Informationen davon aus, dass Herr Schreiber in diesem Zusammenhang gegenüber den Stadträten möglicherweise mit unvollständigen, unzutreffenden oder missverständlichen Informationen und Behauptungen gearbeitet hat. Zum Teil liegen uns hierfür konkrete Anhaltspunkte vor. Die Möglichkeit einer Richtigstellung und eines aufklärenden Gesprächs im Sozial- und Kulturausschuss beziehungsweise unmittelbar im Stadtrat wurde uns bislang nicht gewährt.
Damit droht ein großer Teil der von uns gemeinsam mit anderen Akteuren erfolgreich aufgebauten Jugend- und Gemeinwesenarbeit in Mittweida erheblich beeinträchtig zu werden.
Wir bedanken uns bei unseren Gästen für ihre Treue und bei allen Netzwerkpartner für die gute Zusammenarbeit.