04/10/2026
Ab nächste Woche in Cottbus: die Ausstellung "Die Verleugneten. Opfer des Nationalsozialismus 1933 – 1945 – heute"
Im Mittelpunkt der Wanderausstellung stehen die Erfahrungen jener Opfer des Nationalsozialismus, deren Schicksale nicht vergessen oder verdrängt, sondern in den drei Nachfolgestaaten des NS-Regimes (Bundesrepublik Deutschland, DDR und Österreich) viele Jahrzehnte gezielt verschwiegen wurden. Sie zeigt die Vielfalt derer auf, die von den Nationalsozialisten mit schwarzem und grünem Winkel in Konzentrationslagern inhaftiert oder in Kliniken, Arbeitshäusern sowie Gefängnissen drangsaliert wurden: queere Menschen; Frauen, die in ihrem (sexuellen) Verhalten von gesellschaftlichen Normen abwichen und entsprechend als „hwG“ (häufig wechselnder Geschlechtsverkehr) eingestuft wurden; Roma; Menschen, die aufgrund von Erkrankungen nicht zu schwerer körperlicher Arbeit fähig waren; Obdachlose, Kleinkriminelle, unehelich Schwangere, Heimkinder und Menschen ohne Bildungs- und Aufstiegschancen.
Erst im Februar 2020 wurden all jene Individuen und Gruppen durch den Deutschen Bundestag offiziell als NS-Opfer anerkannt. Bestandteil des Bundestagsbeschlusses war die Konzeption einer Wanderausstellung mit dem Ziel, diese bis dahin verleugneten Opfergruppen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Entstanden in enger Kooperation zwischen der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg / Flossenbürg Concentration Camp Memorial und der StiftungDenkmal - FoundationMemorial, wurde die Ausstellung am 10. Oktober 2024 in Berlin eröffnet. Darauf folgten 2025 Stationen in Flossenbürg und Köln; im Januar dieses Jahres war die Ausstellung im Neuen Rathaus Leipzig zu sehen.
Bis zum 3. Janaur wird sie, begleitet von einem vielseitgen Programm, in Cottbus zu sehen sein:
https://www.stadtmuseum-cottbus.de/Verleugneten.html