30/10/2026
Thema Rente. Die bisher vorgelegten Änderungen der Regierung lehnen wir deutlich ab, insbesondere eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters. Es wird dabei immer wieder auf eine steigende Lebenserwartung verwiesen. Doch wer körperlich belastend arbeitet, kann nicht beliebig länger arbeiten. Für diese Beschäftigten sei die Erhöhung des Renteneintrittsalters nichts anderes als eine Rentenkürzung durch die Hintertür.
Der Bruch das zukünftige Rentenniveau von der Lohnentwicklung zu entkoppeln führt in die direkte Altersarmut von vielen Beschäftigten.
In den kommenden Jahren werden im Landkreis Lüneburg im Schnitt rund 1.550 Beschäftigte pro Jahr in Rente gehen. Bis zum Jahr 2035 werden dann insgesamt rund 44.100 Menschen im Ruhestand sein.
Für alle, die künftig in den Ruhestand gehen, wollen wir eines erreichen: die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. Die geplante Rentenreform der Bundesregierung sorgt nach für erhebliche Verunsicherung in den Betrieben. Vor allem Beschäftigte, die kurz vor dem Erreichen der 45 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung stehen oder diese bereits erfüllt haben, blickten mit Sorge auf die Pläne. Sie befürchten deutliche Abschläge und damit spürbare Einbußen bei ihrer Rente, wenn sie jetzt aus dem Berufsleben ausscheiden wollen.
Wer früh ins Berufsleben startet, dürfe dafür nicht bestraft werden. Gerade in unseren Branchen sind viele Menschen mit langen Erwerbsbiografien keine Spitzenverdiener. Sie sind auf eine verlässliche und ungekürzte gesetzliche Rente angewiesen. Das gilt für die Menschen in der Lebensmittelproduktion ebenso wie die Beschäftigten in Bäckereien, Kantinen und Restaurants.
Als NGG warnen wir die Verantwortlichen in Land und Bund davor, bei der geplanten Rentenreform die Lebensleistung langjährig Versicherter aus dem Blick zu verlieren. Denn das betreffe viele: Unter den gut 642.000 Männern, die Ende des vergangenen Jahres in Niedersachsen eine gesetzliche Altersrente bezogen haben, sind immerhin rund 283.200 Beschäftigte gewesen, die 45 Jahre oder länger in die Rentenkasse eingezahlt haben. Unter den knapp 790.000 Frauen waren es rund 92.700.
Lasst uns die Rentenreform stoppen! Unsere Forderung an die Koalition ist klar: Änderungen müssen sozial ausgestaltet werden. Unsere Antwort, wie Veränderungen sozial gerecht gestaltet werden können findest du im ersten Kommentar.
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