Bürgerinitiative BI Tiefengeothermie Graben-Neudorf/Waghäusel

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Bürgerinitiative BI Tiefengeothermie Graben-Neudorf/Waghäusel Kritische Fakten, Informationen, Aktionen und Termine zum Thema "Tiefengeothermie" in Graben-Neudorf & Waghäusel

Mit dem Erdbeben am  gestrigen Samstagnachmittag wurde die Stufe "Gelb" der viel zitierten Ampel bei Magnitude 1.5 das e...
16/11/2025

Mit dem Erdbeben am gestrigen Samstagnachmittag wurde die Stufe "Gelb" der viel zitierten Ampel bei Magnitude 1.5 das erste Mal erreicht.

Ob wir das Ereignis nun mit 0,307 mm/s (DEW) oder mit der Magnitude von 1,55 veröffentlichen - Fakt ist: das aktuelle Vorgehen der Deutschen Erdwärme in Graben Neudorf zeigt sichtbare Konsequenzen!

Liebe MitbürgerInnen, seid aufmerksam und meldet potenzielle Ereignisse!

https://deutsche-erdwaerme.de/seismisches-monitoring

https://erdbebennews.de/2025/11/tiefengeothermie-in-graben-neudorf-mehrere-leichte-erdbeben-gemessen

🚶🏼‍♂️🚶🏼‍♀️🚶🏾 Dienstag, den 18.11.25 findet um 19:00 Uhr die nächste Einwohnerversammlung in der Erich Kästner Halle statt 🚶🏼‍♂️🚶🏼‍♀️🚶🏾 neben den Infos des Bürgermeisters haben alle EinwohnerInnen die Gelegenheit, ihren Willen zu bekunden sowie dem BM und dem GR Vorschläge und Anregungen mitzuteilen 🚶🏾🚶🏼‍♀️🚶🏼‍♂️

Machen Sie Gebrauch von dieser Möglichkeit - zum Schutz ihres Eigentums und unseres Wohnraums!

An einer neuen Tiefengeothermie-Anlage in Graben-Neudorf kam es am Wochenende zu mehreren leichten Erdbeben.

🚦„Achtung, Rotphase: Jetzt Gehirnjogging.“🚦„Gelb – die Farbe der Entscheidungen.“Ampel Sprüche scheinen auch für die Tie...
12/11/2025

🚦„Achtung, Rotphase: Jetzt Gehirnjogging.“

🚦„Gelb – die Farbe der Entscheidungen.“

Ampel Sprüche scheinen auch für die Tiefengeothermie zu gelten – allerdings drängt sich im Kontext der Tiefengeothermie eher das Gefühl eines bitteren Sarkasmus auf.

So lag das Projekt in Graben-Neudorf mitnichten im Winterschlaf, betont Herr Pohl. Die MitarbeiterInnen der DEW hätten lange im Verborgenen gearbeitet – nun könnten die BürgerInnen auch wieder Bewegung auf dem Bohrplatz sehen!

Die DEW führt erneute Injektionstests durch – im Tag- und Nachtbetrieb für ca 3 bis 4 Wochen.

Dieses Vorgehen war zu erwarten – sobald die DEW hitzebeständiges Material zur Verfügung steht – für den Hotspot in Graben-Neudorf.

🙋🏼‍♀️ Was ist heute anders als vorher?

➡️ Beim Landesbergamt wurde ein neuer Hauptbetriebsplan eingereicht. Dieser ist (leider) bislang nicht öffentlich einsehbar.

➡️ Im Technischen Ausschuss wurde die DEW aufgefordert, die Öffentlichkeit zu informieren. Gemäß ihrer Homepage („ Um möglichst viele Menschen und alle vom Bau der Anlage betroffenen Interessengruppen zu erreichen, schafft die Deutsche ErdWärme ein breit gefächertes Informations- und Dialogangebot. Neben dem klassischen Informationsweg über die Medien …“) bietet die DEW sogleich 2 Informationstermine an:
Der 1. Termin am 06.11.25 mit dem Tag der Auslieferung des Ortsblattes zusammen und beide Termin sind identisch für das Zeitfenster 16:00 – 18:00 Uhr angesetzt.
Die interessierte Vollzeitarbeitende Bürger könnte an diesem Punkt bereits Schwierigkeiten bekommen, das Angebot wahrzunehmen.

➡️ Ziel ist nicht mehr Strom sondern Wärme – also Geothermie statt Geoelektrik. (Damit entfallen auch die Luftkühler) Anvisierte Leistung aktuell: 20 – 25 MW (geplant waren allerdings mal 40 MW). Die DEW sei mit den bisherigen Ergebnisse mehr als zufrieden, dies sei mehr Wärme als Graben-Neudorf brauche und man könne umliegende Gemeinden mit versorgen.

➡️ Die DEW injiziere mit 100 Bar Maximaldruck Frischwasser – 45.000 m³ Wasser, die im Reservoir verbleiben. Diese Menge sei verträglich. Man werde allerdings erst bei der 2. Bohrung in voraussichtlich 2026 wissen, wo das verpresste Wasser ankomme. Das Frischwasser vermeide Ausfälle und somit Verstopfungen im Rohrsystem.

➡️ Es gibt ein neues seismisches Gefährdungsgutachten. Die neue Firma ist DMT in Essen. Diese Firma bietet neben zahlreichen Leistungen auch die Erkundung des Untergrunds mit Vibro- (Rüttel-) Trucks als Dienstleistung an. Weitere Infos gibt es hier: Geophysikalische Untersuchungen vom Profi | DMT GROUP | DMT GROUP.
Das neue Gutachten „folge im Wesentlichen den Vorgaben der DIN Norm 4150“, so Herr Schilling am 29.09.25.

➡️ Es gibt Veränderungen in den Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Vermeidung seismischer Aktivitäten. Das Ziel sei dabei die Vermeidung schadensrelevanter und die Minimierung spürbarer Ereignisse, so Herr Pohl am 29.09.25 im Technischen Ausschuss. Hierfür wurde die bereits vielzitierte Ampel um 1 Farbe erweitert. Jetzt gibt es die Stufen grün, orange, gelb und rot. Außerdem wurden die Schwellenwerte erhöht.

➡️ „Nach heutigem Stand des Wissens sind seismische Ereignisse so gut wie ausschließbar“, dies sei „Wissenschaftsjargon“, so Herr Schilling. 100% gebe es nicht.

➡️ Das Reservoir nehme die injizierte Flüssigkeit und reagiere. Dies sei besser als ein großer Knall und als gute Nachricht zu werten, so Herr Pohl Aussage zu den 2 induzierten seismischen Ereignissen in 06.2024 beim vorhergehenden Test.

➡️ Fazit von Herrn Pohl am 06.11.25:
Die DEW habe sich einem engen Sicherheitskorsett unterworfen – ein zu enges Korsett beeinträchtige allerdings die Betriebstätigkeit und damit die Garantie der Wärmelieferung. Daher seien Anpassungen notwendig. 🤔

🚶🏼‍♂️🚶🏼‍♀️🚶🏾Am 18.11.25 ab 19:00 Uhr ist Einwohnerversammlung in der Erich-Kästner-Halle. 🚶🏾🚶🏼‍♀️🚶🏼‍♂️Dort können alle Graben-NeudorferInnen ihre Fragen zum Geothermie Projekt stellen und ihre Bedenken äußern:

Beispielsweise:

❓Ist ein Fernwärmenetz aufgrund der klammen Kassen der Kommunen überhaupt finanzierbar?

❓Wird es einen Anschlusszwang geben?

❓Wie wird die Redundanz sichergestellt, wenn das Geothermie-Kraftwerk ausfallen sollte? S. a. Erneute Pumpen-Misere: Abermals fällt die Geothermie-Anlage aus

❓Wenn die Grenzwerte hochgesetzt und Wassermengen samt Drücke erhöht werden, kann die Gefahr durch ausgelöste Erdbeben steigen?

❓Mit welchen Schäden müssen wir rechnen und was gilt als „zumutbar“?

❓Die Gemeinde hat im bergrechtlichen Verfahren kein Mitspracherecht – sie könnte aber wie bereits in 02.2023 geschehen, die gesamten Antragsunterlagen und wissenschaftliche Stellungnahmen online zur Verfügung stellen, um Transparenz für die Öffentlichkeit herzustellen. Wird sie dies tun?

Weitere Informationen:

Geplante Themen: Allgemeine Entwicklung der Gemeinde Haushaltslage Sanierungsgebiet 'Sandfeld/Mitte' Neubau der Erich-Kästner-Grundschule und des Kindergartens St. Theresia Mit Infoständen von Bürgerenergiegenossenschaft Kraichgau ZEO-Carsharing Umwelt- und Energieagentur Kreis Karlsruhe GmbH Bü...

Vielen Dank an die BI Karlsruhe und die IG Tiefengeothermie im LK KA für diese Offenlegung 👍
09/08/2024

Vielen Dank an die BI Karlsruhe und die IG Tiefengeothermie im LK KA für diese Offenlegung 👍

𝗚𝗥𝗔𝗕𝗘𝗡-𝗡𝗘𝗨𝗗𝗢𝗥𝗙: 𝗘𝗦 𝗕𝗘𝗕𝗧𝗘 𝗗𝗜𝗘 𝗘𝗥𝗗𝗘 𝗨𝗡𝗧𝗘𝗥 𝗨𝗡𝗦

Sicherlich waren es für die Bürger keine spürbaren seismischen Ereignisse, die sich da mitten in der Nacht bei Graben-Neudorf am 30.06.2024 um 0.02 Uhr und 3.09 Uhr ereigneten. Eine Frage machen die Vorfälle allerdings deutlich: Wer kontrolliert hier wen bei der Offenlegung der zu erwartenden induzierten Erdbeben in der Region? Das Regierungspräsidium (RP) Freiburg scheint neuerdings für die Öffentlichkeitsinformation nicht mehr zuständig zu sein?

Im veröffentlichten Messprotokoll der Deutschen Erdwärme GmbH (DEW) werden zwei seismische Ereignisse am 30.06.2024 mit den Magnituden 0,5 und 0,4 aufgeführt, die man vergeblich in den Veröffentlichungen des Landeserdbebendienstes BW (Erdbebendienst Südwest), dem hauseigenen Dienst des RP Freiburg, sucht.

Mit Magnitude 1 werden die Ereignisse in der Kartendarstellung der DEW angezeigt, hier mit einer Tiefe von 3.475 bzw. 3.767 Metern. Es ist davon auszugehen, dass es sich um induzierte, also menschengemachte Ereignisse handelte.

➡️ https://www.deutsche-erdwaerme.de/seismisches-monitoring

Tiefengeothermie (TG) im Oberrheingraben löst, entgegen allen Beschwichtigungen von „Experten“ induzierte Erdbeben aus. Dass die immer wieder beworbenen „Ampelsysteme“ die Auslösung von derartigen Erdbeben verhindern oder ganz und gar stoppen könnten, ist dagegen eher fraglich, denn auch die immer wieder Erdbeben auslösenden TG-Projekte Vendenheim, Insheim, Landau, Rittershoffen und auch Soultz-sous-Forêts verfügen über derartige Technik.

In der Mehrzahl sind es sogenannte Mikrobeben, jedoch gibt es hier auch größere Magnituden, die erreicht werden. Die Magnituden alleine sagen aber nichts über die Auswirkungen aus, diese werden in Intensitätsklassen eingeordnet. Selbst bei kleineren Erdbeben kann eine höhere Intensitätsklasse gegeben sein.

𝗙𝗥𝗔𝗖𝗞𝗜𝗡𝗚 𝗨𝗡𝗧𝗘𝗥 𝗚𝗥𝗔𝗕𝗘𝗡-𝗡𝗘𝗨𝗗𝗢𝗥𝗙?

Die Firma Schlumberger SLB war im Auftrag der Deutschen Erdwärme am Tag der seismischen Ereignisse, also am 30.06.2024 mit umfangreichen technischen Equipment am Bohrloch aktiv. Auf der Homepage der Firma ist u. a. zu lesen:

"Stimulation
Steigern Sie die Produktivität Ihrer Bohrlöcher durch Fracking, Säuerung und Wasserkontrollbehandlungen."

➡️ https://www.slb.com/products-and-services/innovating-in-oil-and-gas/completions/stimulation

Verharmlosend wird zum Prozess, um Risse im Gestein zu erzeugen oder bestehende Risse zu weiten bei Tiefengeothermieprojekten von: „hydraulischer Stimulation“ geredet.

Für Fracking hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) folgende Definition:
„Beim Fracking wird dazu das Gestein hydraulisch aufgebrochen, das heißt, über Bohrungen wird mit hohem hydraulischem Druck eine Flüssigkeit (Wasser-Sand-Chemikalien-Gemisch) eingepresst um Risse im Gestein zu erzeugen oder bestehende Risse zu weiten.“

➡️ Quelle: https://www.bmuv.de/themen/wasser-und-binnengewaesser/grundwasser/grundwasserrisiken-hydraulic-fracturing #:~:text=Beim%20Fracking%20wird%20dazu%20das,oder%20bestehende%20Risse%20zu%20weiten

Die Deutsche Erdwärme redet verharmlosend von: „INJEKTIONSTEST“? So bspw. in einem BNN-Artikel vom 16.05.2024:

„Der anstehende Injektionstest in Graben-Neudorf ist ein weiterer Meilenstein für unser Projekt und die künftige Wärmeversorgung in der Region.“

„Beim Injektionstest wird die Eignung und Leistungsfähigkeit der Bohrung ermittelt“

➡️ https://bnn.de/karlsruhe/karlsruher-norden/dettenheim/im-fruehjahr-2025-sollen-die-vorarbeiten-fuer-die-geothermie-bohrungen-in-dettenheim-beginnen

𝗪𝗢 𝗕𝗟𝗘𝗜𝗕𝗘𝗡 𝗗𝗜𝗘 𝗘𝗥𝗙𝗢𝗟𝗚𝗦𝗠𝗘𝗟𝗗𝗨𝗡𝗚𝗘𝗡?

Noch immer wartet man vergeblich auf Meldungen über die Verbesserung der Fließrate des Bohrloches in Graben-Neudorf, daher ist davon auszugehen, dass die Bohrung weiterhin nicht ausreichend fündig ist?

Nach ganzen 13 Monaten Bohrzeit (geplant waren nur 3) hatte die Deutsche Erdwärme 2023 die Bohrung 2 Monate lang getestet. Tonnenweise wurden Chemikalien in den Boden gepumpt, jedoch ohne nennenswerten Erfolg. Gebohrt wurde nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen, zuzüglich einer vorherigen (angeblichen) 3D-Seismik, die immer wieder ähnlich einem „Non-plus-ultra“ dargestellt wurde. Ergebnis: Die Fündigkeit ist unzureichend.

Lutz Stahl, Deutsche Erdwärme am 16.05.2024: „Wir haben eine sehr hohe Temperatur vorgefunden, wir waren aber mit der Produktivität noch nicht zufrieden. Produktivität heißt, welche thermische Leistung die Bohrung hat, um ausreichend Strom oder Wärme zu erzeugen“.

➡️ https://bnn.de/karlsruhe/karlsruher-norden/dettenheim/im-fruehjahr-2025-sollen-die-vorarbeiten-fuer-die-geothermie-bohrungen-in-dettenheim-beginnen

𝗗𝗜𝗘 𝗥𝗢𝗟𝗟𝗘 𝗗𝗘𝗦 𝗥𝗘𝗚𝗜𝗘𝗥𝗨𝗡𝗚𝗦𝗣𝗥𝗔𝗘𝗦𝗜𝗗𝗜𝗨𝗠𝗦 𝗙𝗥𝗘𝗜𝗕𝗨𝗥𝗚

Das Regierungspräsidium hatte u. a. das umfassende Genehmigungsverfahren zum Hauptbetriebsplan durchzuführen und die Umsetzung, sowie Einhaltung der genehmigten Auflagen, zu kontrollieren. Hierzu gehören Inspektionen und Kontrollen. Umweltschutzmaßnahmen müssen sichergestellt werden. Dies umfasst u. a. auch den Schutz des Grundwassers und die Kontrolle von Erdbebenrisiken bzw. seismischen Aktivitäten, die durch das Projekt entstehen können.

Allerdings listet der hauseigene Landeserdbebendienst im Gegenzug die seismischen Ereignisse beim Projekt der Deutschen Erdwärme auf seiner Homepage nicht einmal auf? Auf Nachfrage schrieb nun der Landeserdbebendienst BW:

„Die beiden Ereignisse, die am 30. Juni 2024 vom DEW-Netz erfasst wurden, waren so schwach, dass Sie mit dem Messnetz des Erdbebendienstes Südwest nicht ausgewertet werden können. Deshalb gibt es auch keinen Eintrag auf den Seiten der Erdbebendienste.“

Wir fragen: Mangelt es hier etwa an Kompetenz oder gar an einer technisch nicht vorhandenen Ausstattung? Wie will man dann eine solch wichtige Kontrollfunktion überhaupt erfüllen können?

Der Landeserdbebendienst attestiert der Deutschen Erdwärme allerdings diese Kompetenz, man schreibt zur Deutschen Erdwärme, Zitat: „… die erstens zuständig und zweitens offensichtlich technisch in der Lage ist, sich um solche Ereignisse zu kümmern.“

Sind die Daten für das Regierungspräsidium nicht von Akzeptanz geprägt, die die Deutsche Erdwärme ermittelt und zugleich öffentlich bereitstellt? Warum werden die Daten nicht vom hauseigenen Erdbebendienst Südwest bereitgestellt?

➡️ https://www.deutsche-erdwaerme.de/seismisches-monitoring

Man könnte sehr schnell den Eindruck gewinnen, dass hier seismische Ereignisse vertuscht werden soll(t)en, um den vom Land geplanten weiteren umfangreichen Ausbau der Tiefengeothermie nicht zu gefährden? Vertrauen in die Behörde schafft ein solches Vorgehen auf jeden Fall nicht. Eine immer wieder geforderte Transparenz sieht anders aus.

𝗧𝗥𝗔𝗡𝗦𝗣𝗔𝗥𝗘𝗡𝗭-𝗩𝗘𝗥𝗦𝗔𝗚𝗘𝗡

Wir hatten Anfang Juni beim Bergamt nach den im Vorfeld versprochenen Unterlagen zu den Förder- und Injektionstests nachgefragt. Auf der Seite der Gemeinde Graben-Neudorf ist in der dortigen Dokumentation zum Projekt unter „Antragsunterlagen“, hier unter Punkt 6 „Förder- und Injektionstest“ nachzulesen:

„Die Förder- und Injektionstests betreffenden Anlagen werden nachgereicht, sobald ein Bohrunternehmer und dessen Bohranlage, sowie eine Servicefirma zur Umsetzung der Tests per Ausschreibungsverfahren ausgewählt wurde
1. Aufstellungsplan Test- und Säuerungsarbeiten
2. Exschutz- und Brandschutzplan während der Tests (Aufsicht, Querschnitt Ex-Zone, Legende)“

➡️ https://www.graben-neudorf.de/index.php?id=382&L=0&sword_list[0]=wasser&no_cache=1&fbclid=IwAR173duDAlh51hsAhc9IhwpDrQ63y1uj_Mt_dP9U-VABxmFXJgBtwhpkp4g

Die Antwort des RP Freiburg bzw. des Landesbergamtes kam inzwischen eindeutig:

„ … in diesem Fall ist es so, dass die Deutsche Erdwärme GmbH der Auffassung ist, dass es sich um interne, für die Kommunikation mit den Behörden bestimmte Dokumente, die zudem technische und wirtschaftliche Betriebsgeheimnisse beinhalten, handelt. Die Deutsche Erdwärme GmbH plant nach dortiger Aussage nicht, diese Unterlagen zu veröffentlichen. Informell können wir die Unterlagen daher leider nicht zur Verfügung stellen.“

Hier stellt das RP Freiburg bzw. das Landesbergamt, das dem Schutz der Öffentlichkeit verpflichtet ist, den Schutz der Deutschen Erdwärme über den der Öffentlichkeit?

𝗗𝗘𝗨𝗧𝗦𝗖𝗛𝗘 𝗘𝗥𝗗𝗪𝗔𝗘𝗥𝗠𝗘 𝗨𝗘𝗕𝗘𝗥𝗛𝗔𝗨𝗣𝗧 𝗤𝗨𝗔𝗟𝗜𝗙𝗜𝗭𝗜𝗘𝗥𝗧?

Die Deutsche Erdwärme tritt mit dem hohen Anspruch auf, in Zukunft unsere Energieversorgung sowohl mit Strom, aber vor allem auch mit Wärme sichern zu können. So hatte der Gründer und Geschäftsführer der Deutschen Erdwärme Dr. Herbert Pohl mehrfach öffentlich bekannt gegeben, mit 2 Werken ganz Karlsruhe mit Wärme versorgen zu können, z. B.:

„Wenn Sie jetzt diese thermische Leistung mal in Relation setzen, dann könnten Sie mit zwei Werken von der Größenordnung von Graben-Neudorf, Saisonalität mal außen vor gelassen, den Wärmebedarf des Wärmenetzes der Stadt Karlsruhe decken.“

➡️ https://www.deutschlandfunkkultur.de/tiefe-geothermie-zukunft-energie-risiken-102.html

Hinsichtlich der Bohrung Graben-Neudorf verweigert die Deutsche Erdwärme eine Auskunft, trotz mehrfacher Nachfragen nach der dort gefundenen Fließrate. Zur Klarstellung: Nur wenn die Fließrate hoch genug ist, kann genügend Energie gewonnen und geliefert werden. Selbst dem Gemeinderat GN wurde diese entscheidende Auskunft in öffentlicher Sitzung mehrfach verweigert.

Wie können Politik und Verwaltung bei dem so wichtigen Thema unserer zukünftigen Energieversorgung noch grundsätzlich auf die Tiefengeothermie und auch diese Firma setzen?

Wie kann es sein, dass das Land, die Regierungspräsidien, die Stadt Karlsruhe und die vielen Gemeinden im Landkreis Karlsruhe noch irgendetwas auf die leeren Versprechungen geben?

Wie viele andere Risiken werden noch vor den Bürgern verharmlost? Wir fordern die unverzügliche Aufklärung durch das Freiburg und die verantwortliche Politik!

Vielen Dank.
Eure Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie in Karlsruhe

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup Schwetzinger Zeitung Mittelbadische Presse - Zeitungen der Ortenau Mannheimer Morgen Bruhrainer Zeitung Waghäusel - News Regierungspräsidium Freiburg bnn.de / Badische Neueste Nachrichten BNN - Bruchsaler Rundschau - Brettener Nachrichten Bruhrain - Up to date BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Baden-Württemberg FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine Zeitung Süddeutsche Zeitung KraichgauTV kraichgau.news Thekla Walker

Weil die Abhängigkeit von einem Monopolist teurer werden kann, auch wenn im Artikel die Tiefengeothermie nicht explizit ...
18/02/2024

Weil die Abhängigkeit von einem Monopolist teurer werden kann,
auch wenn im Artikel die Tiefengeothermie nicht explizit benannt wird:

Fernwärme gilt als Heizung der Zukunft. Doch manche Mieter werden gerade von enormen Summen in der Jahresabrechnung überrumpelt. Machen die Versorger mehr Kosten geltend als sie tatsächlich haben? Von Melanie Böff.

Weil es eine informative Übersicht über den aktuellen Stand der jeweiligen Projekte gibt - auch wenn sich Neuigkeiten in...
27/01/2024

Weil es eine informative Übersicht über den aktuellen Stand der jeweiligen Projekte gibt - auch wenn sich Neuigkeiten in GN derzeit auf den entfernten Weihnachtsbaum reduzieren lassen.

Unser Dank geht an die BI Karlsruhe und die IG Tiefengeothermie im LK KA für diesen Zusammenschnitt 👍

𝗧𝗜𝗘𝗙𝗘𝗡𝗚𝗘𝗢𝗧𝗛𝗘𝗥𝗠𝗜𝗘𝗣𝗟𝗔𝗘𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗥𝗘𝗜𝗧𝗦 𝗔𝗠 𝗘𝗡𝗗𝗘?

Nach den Plänen von Bund und Ländern soll die Tiefengeothermie künftig als „alternative“ Energiequelle einen Großteil unserer Wärme- und einen gewissen Anteil der Stromversorgung sichern. Ungeachtet dessen, dass es sich beim Oberrheingraben um eine seismisch aktive Zone handelt, will man auch hier aktive Planungen umsetzen.
Dass dies für die Bürger, die Industrie und das ansässige Gewerbe mit umfangreichen Gefahren verbunden ist, scheint man indes jedoch konsequent auszublenden.

Eine aktuelle Zusammenstellung einiger Projekte:

𝗟𝗔𝗡𝗗𝗔𝗨

Das Werk in Landau steht bereits seit fast einem Jahr still. Die Verrohrungen sind anscheinend so marode, dass man wegen Undichtigkeiten eine Verunreinigung des Grundwassers durch giftiges Tiefenwasser befürchtet. Es fanden bereits im November 2023 an festen Entnahmepunkten Grundwasser-Schadstoffmessungen statt. Die Ergebnisse sind unbekannt.
Inwiefern der Besitzer der Anlage, die IKAV Investmentgesellschaft mit Sitz in Hamburg diesen Zustand verändern möchte, ist ungewiss. Sicherlich sind hier inzwischen Millionen-Investitionen notwendig, um das erst seit 2007 mit vielen, oftmals längeren Unterbrechungen laufende Werk am Leben zu erhalten.

Das Landauer Fernwärmenetz wird inzwischen über das benachbarte Redundanz-Gaskraftwerk mit Wärme versorgt. Redundanz-Kraftwerke sind die „Wegbegleiter“ der teils unzuverlässig arbeitenden Tiefengeothermieprojekte. Sie liefern bei Stillstand fossil erzeugte Wärme, u. a. bei Reparaturen, Revisionen, Wartungen bzw. auch bei den teilweise jahrelangen Stilllegungen.

Der SWR schreibt zum Thema am 23.11.2023:

„Das Kraftwerk dürfe erst wieder hochgefahren werden, wenn die Firma dem Bergamt nachgewiesen hat, dass die ganze Anlage sicher und zuverlässig betrieben werden kann.“

➡️ https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/geothermiekraftwerk-landau-steht-still-vor-einweihung-der-lithium-versuchsanlage-100.html

Der Aktienkurs der hier inzwischen auch in Landau u. a. zwecks Lithium-Extrahierung aktiven Firma Vulcan Energie Ressourcen GmbH mit Hauptsitz im australischen Perth gerät seit über zwei Jahren immer weiter unter Druck. Hatte im September 2021 eine Firmenaktie noch einen Wert von fast 10 Euro, ist man derzeit bei einem Wert von +/- 1,30 Euro angekommen.

Bereits im Oktober 2021 hatte die US-Investmentgesellschaft J Capital Research der Firma Vulcan vorgeworfen keine Zukunft zu haben. Die Kursentwicklung der Vulcan-Aktie an den Börsen scheint dies nun im Nachhinein zu bestätigen?

➡️ https://www.tiefegeothermie.de/news/anschuldigungen-eines-shortsellers-gegen-vulcan-energy-resources

𝗞𝗔𝗥𝗟𝗦𝗥𝗨𝗛𝗘

In Karlsruhe sind in Neureut und im Rheinhafen bisher 2 Tiefengeothermieprojekte geplant.

Allerdings schreibt die Stadt im Januar 2024 in ihrer Stellungnahme zum Ergänzungsantrag FW|FÜR, Vorlage Nr.: 2023/0840/4:

"Nachdem das Land Baden-Württemberg im Sommer 2023 der EnBW / SWK die gemeinsame Aufsuchungserlaubnis für das Areal Rheinhafen erteilt hat, wurde zwischenseitlich seitens der Deutschen Erdwärme Klage gegen diesen Bescheid eingereicht. Bis zur Entscheidung bezüglich der Klage können keine weiteren konkreten Schritte zur Vorbereitung der Aufsuchung unternommen werden. Aufgrund des anhängigen Verfahrens sind konkrete Prognosen bezüglich des Zeitplans zur Errichtung der Geothermie-Anlage im Rheinhafen derzeit nur sehr schwer möglich. Momentan gehen die Stadtwerke jedoch von einer Umsetzung nicht vor Mitte der 2030er Jahre aus."

Unter 14.3 „Klare Roadmap für den Energieleitplan“:

➡️ https://sitzungskalender.karlsruhe.de/db/ratsinformation/termin-9054

Wie kann die Stadt Karlsruhe jetzt noch mit einer Deutschen Erdwärme zusammenarbeiten? Warum hat Karlsruhe seine Tiefengeothermiepläne nicht längst aufgegeben und sucht nach sinnvollen Alternativen?

𝗚𝗥𝗔𝗕𝗘𝗡-𝗡𝗘𝗨𝗗𝗢𝗥𝗙

Die BNN schreibt am 17.01.2024 zu Graben-Neudorf:

„Vor 2028 ist der Wärmenetzausbau unrealistisch.“

„Wenn es mit der Tiefengeothermie und dem Wärmenetzausbau nicht klappt...“

Graben-Neudorf geht davon aus, dass eine Aussage zur thermalen Fündigkeit erst 2025 getroffen werden kann und plant daher mit Alternativen zur Tiefengeothermie: Mehrere kleine Netze, die durch Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke und Abwärme gespeist werden.

Offenbar rechnet auch die Gemeinde inzwischen mit einem Scheitern des dortigen Bohrprojektes.

Die Deutsche Erdwärme hat inzwischen den örtlichen Bohrplatz fast vollständig beräumt, man wolle im Jahr 2024 die zweite Bohrung beginnen.
Fragwürdig erscheint es jedoch, wie man das Problem der angetroffenen viel zu hohen Temperaturen lösen möchte. Andere TG-Kraftwerke (bspw. Holzkirchen) haben erhebliche Probleme bereits mit Tiefenwasser-Temperaturen von 160 Grad.

➡️ https://www.merkur.de/lokales/region-holzkirchen/holzkirchen-ort28831/der-dritte-stoerfall-in-einem-jahr-92180027.html

Mehrere Male hatten Graben-Neudorfs Gemeinderäte die Deutsche Erdwärme GmbH um eine Auskunft zur gemessenen Förderrate gebeten, jedoch blieb das Unternehmen schweigsam. Die bei den durchgeführten Tests gemessene Förderrate würde auch für die Gemeinde wichtige und gleichzeitig notwendige Aufschlüsse für ihre weitere Wärmeplanung bringen.

𝗪𝗔𝗚𝗛𝗔𝗘𝗨𝗦𝗘𝗟

Am 26.03.2023 lehnten die Bürgerinnen und Bürger von Waghäusel in einem Bürgerentscheid die Tiefengeothermiepläne vor Ort mit einer überragenden Mehrheit von 72,88 % ab. Es zeigte sich damit nicht das erste Mal, dass Bürger regionalen Tiefengeothermieplänen schon aufgrund der damit verbundenen unmittelbaren Gefahren für die Allgemeinheit mehrheitlich die Zustimmung versagen.

Nach Angaben der Deutschen Erdwärme werden (angebliche) Grundstücksangebote von privaten Grundstücksbesitzern seit dem Frühsommer 2023 geprüft. Leider hat die Firma bisher keinerlei Belege für die Richtigkeit ihrer Behauptungen vorgelegt. Verhält es sich damit ähnlich, wie mit der Behauptung der Deutschen Erdwärme auf ihrer Homepage, dass sie: „ … Deutschlands größter privater Entwickler und Betreiber von Erdwärmeanlagen…“ sei?

Wer mit falschen Behauptungen wirbt, sollte sich grundsätzlich überlegen, ob er damit nicht eher seine vermutliche Unglaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit bekräftigt.

𝗗𝗘𝗧𝗧𝗘𝗡𝗛𝗘𝗜𝗠

Dettenheim plant weiter mit Tiefengeothermie. Dort hatten die Deutsche Erdwärme, Bürgermeister Frank Bolz und der Gemeinderat mit relativ unfairen Mitteln im September 2023 ein Bürgerbegehren „ausgehebelt“ und verhindert.

➡️ https://bnn.de/karlsruhe/karlsruher-norden/dettenheim/ig-dettenheim-hat-kampf-gegen-geothermie-noch-nicht-aufgegeben

➡️ https://www.wochenblatt-reporter.de/waghaeusel/c-lokales/deutsche-erdwaerme-gegen-buergerinnen-und-buerger_a488294

Die Deutsche Erdwärme wartet indessen seit über zwei Jahren auf die Genehmigung für ihren Hauptbetriebsplan zum Dettenheimer Projekt vom Regierungspräsidium Freiburg. Dieser Antrag wurde bereits weit vor einer rechtlichen Überlassung des Grundstückes beim RP Freiburg im Dezember 2021 eingereicht.
Sicherlich wäre es interessant, zu wissen, warum bisher keine Genehmigung erteilt wurde. Beurteilt man in Freiburg vielleicht die Firma nach ihrem ersten, wohl eher als „Chaos-Bohrloch“ zu bezeichnenden Teilprojekt (mit 13 anstatt geplanter 3 Monate Bohrzeit) in Graben-Neudorf anders als zuvor?

➡️https://www.deutsche-erdwaerme.de/wp-content/uploads/Antrag-Hauptbetriebsplan-Dettenheim-Anschreiben.pdf

𝗣𝗛𝗜𝗟𝗜𝗣𝗣𝗦𝗕𝗨𝗥𝗚

Auch für Philippsburg ist weiterhin ein Tiefengeothermieprojekt vorgesehen. Dort hat das Land Baden-Württemberg, vertreten durch Forst BW und dem zuständigen Minister Peter Hauk (CDU) der Deutschen Erdwärme ein 3 Hektar großes Waldgrundstück inmitten des Philippsburger Stadtwaldes zur Errichtung eines Tiefengeothermiekraftwerkes verpachtet.
Ähnlich wie den Graben-Neudorfern im Februar 2021, stehen Philippsburg die gleichen erschreckenden Bilder bevor, wenn der Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere auf dem Areal zerstört werden. Sicherlich sollte nicht nur die Jugend solche örtlichen „Schulungstage“ nutzen, um sich die katastrophalen Auswirkungen von politischen (Fehl-)Entscheidungen auf die mehr als schützenswerte Ökologie zu betrachten.

➡️ https://www.facebook.com/IG.TiefengeothermieLandkreisKarlsruhe/posts/267018368107177

Auf der Homepage der Stadt Philippsburg findet man sehr viele interessante Details zum bisherigen Stadtwald:

Das Waldgebiet besteht vorwiegend aus Pappeln, Eschen, Eichen und Kiefern, aber auch seltene Baumarten wie die Flatterulme, Wildobst oder die Silberpappel sind hier zu finden.

Im Stadtwald liegen 3 FFH-Gebiete, 1 Vogelschutzgebiet, 2 Naturschutzgebiete und ein Landschaftsschutzgebiet. „Dies zeigt den hohen ökologischen Stellenwert des Stadtwaldes.“, schreibt man.

Fast ein Fünftel des Stadtwaldes sind wertvolle Biotopflächen. Im Stadtwald sind ebenfalls viele seltene Tier- und Pflanzenarten beheimatet, wie bspw. die Wildkatze, der Hirschkäfer und 15 Fledermausarten (von 21 in Deutschland vorkommenden). Als seltene Pflanzen sind u. a. diese Arten anzutreffen: die Wilde Weinrebe, Schwimmfarn, Wassernuss und verschiedene Orchideenarten.

Interessiert die Ökologie die verantwortliche Politik nicht (mehr), darf man sich beim Lesen der doch recht eindeutigen Informationen verwundert fragen!

➡️ https://www.philippsburg.de/index.php/stadtwald.html
➡️ https://bnn.de/kraichgau/bruchsal/philippsburg/tiefengeothermie-in-philippsburg-fuer-den-bohrplatz-wird-wald-gerodet

𝗪𝗔𝗘𝗥𝗠𝗘𝗡𝗘𝗧𝗭𝗘 𝗭𝗨 𝗧𝗘𝗨𝗘𝗥 𝗨𝗡𝗗 𝗨𝗡𝗪𝗜𝗥𝗧𝗦𝗖𝗛𝗔𝗙𝗧𝗟𝗜𝗖𝗛 - 𝗙𝗢𝗘𝗥𝗗𝗘𝗥𝗠𝗜𝗧𝗧𝗘𝗟 𝗗𝗘𝗥𝗭𝗘𝗜𝗧 𝗚𝗘𝗦𝗧𝗢𝗣𝗣𝗧

„Doch erste Gemeinden in SH stellen fest: Im Außenbereich wird Nahwärme zu teuer. Bei langen Leitungen steigen die Energieverluste - und damit auch die Kosten.“

„Generell teilt ein Hansewerk-Sprecher aber mit: Wärmeverluste von knapp einem Drittel der Energie seien in dörflichen Strukturen nicht unüblich.“

➡️ https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/Sind-Waermenetze-auf-dem-Dorf-wirtschaftlich,waermenetze104.html

„Die Ampel will 200 Millionen Euro an Fördergeld zum Ausbau der Fernwärme streichen. Dann seien die Klimaziele unerreichbar, warnt der Stadtwerke-Verband die Bundestagsabgeordneten in einem Brandbrief.“

➡️ https://rp-online.de/wirtschaft/stadtwerke-kaempfen-um-foerderung-fernwaerme-ampel-will-200-millionen-streichen_aid-105234489

„Im Einzelnen wurden die Fördermittel unter anderem für Wärmenetze ... gestoppt.“

➡️ https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/nach-urteil-vom-bundesverfassungsgericht-bundesamt-stoppt-zahlreiche-forderprogramme-10880152.html

„Und die drei Milliarden Euro, die der Bund bis 2026 insgesamt für die erneuerbare Wärmeerzeugung aus Geothermie, Solarthermie und dem Einsatz von Großwärmepumpen sowie weitere Wärmenetzinfrastruktur zur Verfügung stellen will, bezeichnet der Geschäftsführer der kommunalen Geothermie-Gesellschaft Erdwärme Grünwald (EWG), Andreas Lederle, als geradezu "lächerlich".“

„Die Kosten dafür sind freilich horrend: Verbundleitungen mit einem halben Meter Durchmesser kosten circa fünf Millionen Euro pro Kilometer, das Verteilernetz schlägt mit bis zu zwei Millionen Euro pro Kilometer zu Buche.“

➡️ https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/muenchen-stadtwerke-geothermie-erdwaerme-laufzorn-1.5722522

„Wegen der knappem Haushaltslage hat die Bundesregierung das Förderprogramm für effiziente Wärmenetze (BEW) zunächst auf Eis gelegt. Davon sind auch Geothermie-Projekte betroffen.“

➡️ https://www.merkur.de/lokales/muenchen/geothermie-foerderung-auf-eis-stadtraete-in-muenchen-alarmiert-92789117.html

𝗘𝗥𝗗𝗕𝗘𝗕𝗘𝗡𝗚𝗘𝗙𝗔𝗛𝗥

Zur Erdbebengefahr hat die FU Berlin eine neue, aktuelle Studie veröffentlicht, 3 Zitate daraus:

▪️„Der Mensch kann durch Eingriffe in die Natur Erdbeben auslösen - das ist bereits länger bekannt. Insbesondere Industrieaktivitäten wie etwa tiefe Geothermie, Öl- oder Gasförderung und die unterirdische Entsorgung großer Salzwassermengen, die mit Kohlenwasserstoffen mitgefördert wurden, können zu Erschütterungen der Erde führen, die in Ausnahmesituationen mit Todesopfern, häufig aber mit weiteren negativen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Folgen in den betroffenen Regionen verbunden sind.“

▪️„Während der Injektion von Flüssigkeiten in tiefen Gesteinen führt ein höherer Porendruck zu einem Abfallen der Normalspannung, was die Bruchflächen destabilisiert und Erdbeben auslösen kann.“

▪️„Aktuell können die Risiken von induzierter Seismizität nur statistisch geschätzt werden.“

➡️ https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2024/fup_24_008-nature-studie-erdbeben-industrieaktivitaeten/index.html

𝗪𝗜𝗥 𝗙𝗥𝗔𝗚𝗘𝗡:

Wie können die Verantwortlichen in der Politik bzw. in den Rathäusern nach den vielen negativen Erfahrungen im Oberrheingraben weiterhin auf die Tiefengeothermie setzen?

Tiefengeothermie ist im Oberrheingraben nicht planbar, unzuverlässig, unwirtschaftlich und vor allem mit großen Risiken und Gefahren für die Allgemeinheit verbunden!

𝗪𝗜𝗥 𝗙𝗢𝗥𝗗𝗘𝗥𝗡 𝗗𝗘𝗡 𝗦𝗢𝗙𝗢𝗥𝗧𝗜𝗚𝗘𝗡 𝗦𝗧𝗢𝗣𝗣 𝗗𝗘𝗥 𝗧𝗜𝗘𝗙𝗘𝗡𝗚𝗘𝗢𝗧𝗛𝗘𝗥𝗠𝗜𝗘𝗣𝗟𝗔𝗡𝗨𝗡𝗚𝗘𝗡 𝗜𝗠 𝗦𝗘𝗜𝗦𝗠𝗜𝗦𝗖𝗛 𝗔𝗞𝗧𝗜𝗩𝗘𝗡 𝗢𝗕𝗘𝗥𝗥𝗛𝗘𝗜𝗡𝗚𝗥𝗔𝗕𝗘𝗡!

Vielen Dank!
Eure Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie in Karlsruhe

Adresse

Graben-Neudorf
76676

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