07/06/2025
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🦁Geschichte und Geschichten - 400 Jahre Solms und Oranien🍊
Schloss Braunfels im Sturm der Zeit – Der Dreißigjährige Krieg in der Grafschaft
Der Stammsitz der Grafen von Solms-Braunfels war mehr als ein herrschaftlicher Wohnsitz – er war eine strategische Grenzfestung, wehrhaft ausgerüstet mit Kriegsgerät aller Art in den Kasematten, Kanonen und Vorräten für den Ernstfall.
Vom „Luginsland“, dem hohen Aussichtsturm, konnte man feindliche Truppen schon aus der Ferne erspähen. Und doch: Als 1621 spanische Truppen unter Spinola in die Wetterau vorrückten, wurde Schloss Braunfels kampflos übergeben. Zu gering war die Besatzung, zu groß die spanische Übermacht und zu groß die Gefahr einer völligen Zerstörung.
Legitimiert wurde die feindliche Übernahme durch die enge Gefolgschaft Graf Johann Albrechts zu Friedrich V. von der Pfalz, der nach der Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg 1620 als „Winterkönig“ verspottet wurde. Auch Johann Albrecht verlor in Folge des „böhmischen Abenteuers“ Land und Leute. Richtig restituiert wurden die Solmser Grafen erst 1648 mit Ende des Dreißigjhrigen Krieges.
Bis dahin wechselte ganze fünf Mal Schloss Braunfels zwischen der Katholischen Liga und der Protestantischen Union die Hand. Die Verderbnis war hoch:
Pfarrer Zaunschliffer schrieb ins Kirchenbuch: „Ist auch davor gehalten worden und Wahrheit, daß in diesem Amt Braunfels und angehörigen Dörfern fast der halbe Teil der Inwohner ahn solchen Schwachheiten und sonsten verstorben…“
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🎟️ Eintritt: 14 € inkl. Familienmuseum
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Bild: Friedrich Hulsius, Schloss Braunfels, Kupferstich, in: Johann Ludwig Gottfried: Inventarium Sveciae, Frankfurt 1632, S. 387