08/04/2022
Jeder Mensch durchläuft herausfordernde Lebensphasen. Die Bewältigung dieser hängt oftmals von individuellen wie auch kollektiven Ressourcen ab. Migrationserfahrungen können dabei mit hohen Anforderungen verbunden sein. Aufgrund dessen spielt die Aktivierung und Orientierung an Ressourcen eine noch größere Rolle. Grundlegend für die Ressourcenorientierung sind das aktive Zuhören, der Beziehungsaufbau, die Neugierde an den Interessen, Wünschen sowie Belangen der Betroffenen. Diese Grundpfeiler münden in der wertschätzenden Herangehensweise an die Zielgruppe. Mit Blick auf die Zielgruppe spielen vor allem unterschiedliche Dimensionen von Ressourcen eine wichtige Rolle. Zu ihnen gehören migrationsspezifische, familienspezifische, religiöse und spirituelle Ressourcen.
Migrationsspezifische Ressourcen:
Sehr häufig ist das Migrationsphänomen negativ konnotiert und problembehaftet. Migrationserfahrungen implizieren auch immer große Heraus- und Anforderungen, die Klient:innen bewältigen. Zu ihnen gehören neben vielen weiteren, die Bereitschaft, das eigene Leben zu gestalten, Bewältigungsstrategien bei Herausforderungen, Offenheit gegenüber fremden Kulturen sowie aber auch das Aushalten von Unsicherheiten.
Familienspezifische Ressourcen:
Zu den familienspezifischen Ressourcen gehören vor allem familiäre Beziehungen und innerfamiliäre Bindungen, die bei migrantischen Familien sehr stark ausgeprägt sind.
Religiöse und spirituelle Ressourcen:
Forschungen zufolge können in krisenbehafteten und schwierigen Zeiten religiöse und spirituelle Ressourcen zur Bewältigung dieser beitragen. Bei jeglichen sozialarbeiterischen Dienstleistungen können in Gesprächen über Religion und Spiritualität wichtige Quellen für den Hilfeprozess eröffnet werden, wie bspw. dass Klient:innen Rückhalt und Vertrauen in ihrer Religion erleben.