DFK Dobersdorf - Dobieszowice

DFK Dobersdorf - Dobieszowice Früher (bis. 1945) ein deutsches Dorf, gelegen im Kreis Neustadt Ober Schlesien. Jh.
• der Gutshof Speicher, aus der 2. Hälfte des 19 Jh.
• ein Haus, aus der 2.

Dobieszowice (deutscher Zusatzname: Dobersdorf) – ein Dorf gelegen in Polen, in der Woiwodschaft Opole (Oppeln), im Landkreis Krapkowice (Krappitz), in der Gemeinde Walce (Walzen). Historische Denkmäler:
Nach dem Register des Narodowy Instytut Dziedzictwa (Nationalem Institut für Kulturerbe) werden als historische Denkmäler erwähnt:
• die kleine Kapelle im Dorfzentrum, aus dem 19. Hälfte des 19 Jh

. inne obiekty:
• die im Jahr 2005 errichtete Gedenktafel, die den im 30-jährigem Krieg gefallenen schwedischen Soldaten gewidmet ist
• der kleine neugotische Hof, aus der 2. Hälfte des 19. Jh. (Heute in Privatbesitz)

Geschichte:
Nach slawischen Bodenfunden aus dem 8. im heutigen Dobieszowice (Dobersdorf) ist anzunehmen, dass der Ort aus einer bereits vorhandenen slawischen Siedlung entstanden ist. Als „Dobreschezi“ wird der Ort erstmals im Jahre 1267 erwähnt. Im Laufe der Geschichte wechselt der Ort mehrfach seinen Namen, wobei auch hier erwähnt werden muss, dass die wenigen „Schriftkundigen“ der damaligen Zeit es mit Orthographie nicht so genau nahmen. Andere Namen der Ortschaft, die im Laufe der Jahrhunderte aufgetaucht sind lauten: „Dobeschowicze” (1532), „Dobieschow” (1804), „Dobersdorf” (1825) und „Dobierzów” (1865). Früher gehörten die „Kolonie“ Kleinau (früher genannt Malkowitz, heute Malkowice), wie auch der „Schäfereihof” (der im Jahr 1860 niederbrannte) ebenfalls zu Dobersdorf. Man muss natürlich auch das Gut Dobersdorf erwähnen, zu dem die Mühle und auch die Brennerei gehörte, und der im Laufe der Zeit verschiedene Besitzer hatte u.a.:

• Anna Dobierzowska (die letzte polnische Besitzerin, verstorben im 15. Jh.)
• Die Familie des Grafen Pückler (1650 - )
• „Graf Redern zu Krappitz” (1669 - )
• „Erdmann Graf Redern, Herr der Herrschaft Krappitz und Dobersdorf” (1722 - )
• Graf Seher-Thoß (1759 - )
• Ludwig Deloch (1857- )
• Hans Deloch (1892- )
• Alfred Deloch (1910 - )
• Ludwig Deloch (1930 - 1945)

1890 wird die Chaussee zwischen Dobersdorf und dem knapp 1 km NW gelegenen Walzen gebaut.

1910 wird der „Sportsverein Dobersdorf“, seit 1921 „Spiel- und Eislaufverein Dobersdorf“, gegründet, mit seinem damaligen Vorsitzenden Albert Neumann, stellv. Vorsitzenden Pius Krompietz und Schriftführer Erich Linek. Die vorwiegenden Sportarten im Verein sind Schlagball, Faustball, Trommelball (Frauen) und Leichtathletik.

1920 wird auf dem „Fuchsberg“ das Kriegerdenkmal zur Erinnerung an die Gefallenen des 1. Weltkrieges eingeweiht.

1921 ist ein besonderes historisches Datum für Dobersdorf. In diesem Jahr hat sich die zweisprachige Bevölkerung, trotz eines für Deutschland verlorenen Krieges, verlockender Versprechungen von polnischer Seite, mit 80% für den Verbleib beim Deutschen Reich entschied.

1928 wurde die „Neue Schule“ eingeweiht (mit vier Klassenräume), mit den Lehrkräften Hauptlehrer Neumann und dem in Oberglogau gebürtigen Lehrer Heinze. Im August 1935 finden im Ort große Festlichkeiten aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des „Spiel- und Eislaufvereins“ statt, bei denen u.a. die von Schulinspektor Münzer gestiftete Vereinsfahne geweiht wird.

1938 bestreitet die 1. Schlagballmannschaft des „Spiel- und Eislaufvereins Dobersdorf“ beim Deutschen Turn- und Sportfest in Breslau (Wrocław) gegen den mehrfachen Deutschen Meister T.V. Ahrbergen (bei Bremen) das Endspiel und wird „Deutscher Vizemeister“. Die Nachkriegszeit, also nach dem Jahr 1945, ist die Zeit großer Veränderungen in Dobersdorf: „Aussiedlungen“, die Isolation von allem was deutsch ist (Sprache, Traditionen, Bräuche etc.) und die darauffolgende Polonisierung (neu Namensgebung der Ortschaft: Dobieszowice), wie auch die Verstaatlichung des Gutes Dobersdorf. Im Jahre 1958 beginnt die Zeit der dauerhaften „Ausflüge“ ins Ausland, um Familien wieder zusammenzubringen. Im September 1974 wird der LZS Dobieszowice (Fußballverein Dobieszowice) gegründet.

1994 wird die St.-Anna-Kirche fertiggestellt. Die Kirche wurde von den Dorfbewohnern eigenhändig und aus eigenen Mitteln gebaut. Im gleichen Jahr wird auch der Friedhof fertiggestellt. Im Jahr 1996 belegt Dobieszowice den zweiten Platz im Oppelner Wettbewerb „Piękna Wieś” („Schönes Dorf“).

1999, nach über siebzig Jahren betrieb, wird die Dorfschule geschlossen und im Jahr 2003 wird auch der Kindergarten geschlossen. Der Grund ist eine niedrige Anzahl an Kindern im Dorf. Im Jahr 2005 wurde auf dem „Schwedenberg“ eine Sterntafel errichtet, die an die im Dreißigjährigen Krieg (1618 – 1648) gefallen schwedischen Soldaten erinnern soll.

2007 wurde die historische Kapelle, die sich im Zentrum der Ortschaft befindet, restauriert.

2008 findet in Dobieszowice das Gemeinde-Landkreis Erntefest statt. Am 7.06.2009 ist Dobieszowice der Gastgeber des Gemeinde Sportlich-Feuerwehr-Wettbewerbs. Im Jahr 2010 werden die zwei-sprachigen Ortsschilder in der Gemeinde Walce aufgestellt, darunter auch in Dobieszowice (Dobersdorf). In der Nacht vom 31.07 auf den 1.08.2014 zog ein Gewittersturm durch Dobieszowice, in Folge dessen 36 Häuser überschwemmt wurden.

Adres

Główna 22
Dobieszowice
47-344

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