01/09/2026
Mal eher persönlich. ❤️
Bei allem, was wir für andere tun, ist es wichtig, auch die eigenen Kinder an die erste Stelle zu setzen.
Mit Nele ist nun das dritte unserer Kinder erwachsen und muss in Deutschland auf eigenen Füßen stehen. Ihre Wunsch-Uni in Holland hat sich zerschlagen, und so wurde aus Plan B eher Plan Y. Nun ist sie in Bremen angekommen und beginnt dort ihren eigenen Weg.
Letzte Woche begann für Nele und Hanna ein neuer Lebensabschnitt. Zuvor reisten wir noch gemeinsam durch drei Hauptstädte: Wien, Budapest und Bratislava. Marina war die ganze Zeit dabei, Hanna nur teilweise, während Steffi und Lia bereits in Nairobi waren.
In all dieser Zerrissenheit haben wir versucht, mit denjenigen, die gerade zusammen sein konnten, das Beste aus der gemeinsamen Zeit zu machen. Es war schön, noch einmal miteinander unterwegs zu sein – auch wenn immer jemand fehlte.
Anschließend ging es in den Norden: Umzug und Einrichten standen auf dem Programm. Hanna bezog ein neues Zimmer in der Stadt, Nele ein Zimmer im Wohnheim auf dem Uni-Gelände. Aus fremden Zimmern sollte langsam ein Zuhause werden.
Der Abschied war emotional. 😭
Man freut sich, dass die eigenen Kinder ihren Weg gehen, und gleichzeitig tut es weh, sie loszulassen.
Auf der langen Rückfahrt allein im Auto, im Regen und Stau, gingen mir viele Gedanken durch den Kopf. Einige Tränen habe ich verdrückt.
Ist es das alles wert?
Ist es richtig, sich um „aller Leuts Kinder“ zu kümmern und die eigenen auf einem anderen Kontinent zurückzulassen?
Wäre es anders, wenn wir in Deutschland leben würden?
Haben wir die richtigen Prioritäten?
So viele Fragen, so viel Neues und so viel Distanz.
Wir können nicht überall gleichzeitig sein und nicht jeden Weg unserer Kinder begleiten. Manchmal bedeutet Liebe auch, loszulassen, zu vertrauen und auszuhalten, dass man nicht mehr alles selbst auffangen kann.
Vielleicht könnt ihr uns einfach ein wenig im Gebet begleiten, während wir lernen, mit dieser neuen Situation umzugehen. ❤️🙏