Im Jahre 1972 setzten sich Arthur Werth, Willi Schmuck, Josef Egger und Paul Trojer zum Ziel in Seis eine Sektion des Weißen Kreuzes zu gründen. So kam es im Sommer desselben Jahres, dass sich diese vier Männer mit dem damaligen Landespräsidenten des Weißen Kreuzes, Herrn Dr. Pellegrini, trafen um Vorgespräche über die Gründung der neuen Sektion zu führen. Wenig später erteilte die Landesleitung d
ie Genehmigung zur Gründung der neuen Sektion in Seis. Nun begannen die eigentlichen Arbeiten. So musste aufgrund der Gründungskriterien unter anderem eine Mindestanzahl an beitragszahlenden Mitgliedern, Freiwilligen Mitarbeitern, einen Fuhrpark und eine Stelle ausgewiesen werden. Weiters wurde das Einsatzgebiet festgelegt, welches sich noch heute vom Panidersattel über die Seiser Alm bis nach Völser Aicha erstreckt. Durch eine Sammelaktion und eine Spende der Raiffeisenkasse Kastelruth/Seis konnte der erste Rettungswagen,ein VW-Kombi, der Sektion Seis angekauft werden. Der Rettungswagen erhielt von der Landesleitung die Nummer 36 und wurde am 15. Dezember 1972 am Dorfplatz in Seis eingeweiht. Bereits am Nachmittag desselben Tages musste dieses Einsatzfahrzeug zu einem Einsatz. Als Sitz diente zu Beginn eine Garage im Zentrum von Seis, welche zu einer niedrigen Miete zur Verfügung gestellt wurde. Die Garage war eigentlich ein kleiner Abstellraum des ehemaligen Kinos in Seis. Es war sehr feucht und dunkel in diesem Raum. Diese Garage war Abstellplatz für das Rettungsfahrzeug und gleichzeitig Wohnraum für die damals 24 freiwilligen Mitarbeiter. Die Leitung der Sektion übernahm Paul Trojer. Im Jahre 1979 wurde Konrad Santoni als erster festangestellter Mitarbeiter eingesetzt und gleichzeitig zum Sektionsleiter gewählt. Ein Sprung in die Gegenwart: Rund 90 freiwillige Helfer und 7 angestellte Helfer versehen ihren Dienst in der Rettungswache in Seis. Der Sektion Seis ist auch eine Jugendgruppe angegliedert. Besonder stolz sind wir auf unsere Notfallseelsorge, die rund um die Uhr in Bereitschaft steht um Menschen in schwierigen Situationen beizustehen. Die 4 Krankenwagen und der Rettungswagen legten im Jahre 2014 über 170.000 Kilometer zurück (genauer 172.518). Also sind die Autos der Sektion Seis in einem Jahr über 4 mal (!!) um die ganze Erde gefahren. Hierbei wurden 4.018 Patienten transportiert. Für die Landesnotrufzentrale wurden im Jahre 2014 in unserem Einzugsgebiet über 1.000 Einsätze gefahren (über 3 am Tag). Ein besonderer Dank gilt unseren 1.700 zahlenden Mitgliedern. Für weitere Informationen können Sie uns gerne auf unserer Homepage besuchen:
http://sektionen.wk-cb.bz.it/de/seis/