21/09/2025
Dolomiten-Bericht, 20.09.2025
AVS Antholz zu Olympia/Speicherbecken...
„Ein autofreier Tag ist nicht genug“
Antholz . Ein autofreier Tag, wie er kürzlich am Staller Sattel stattfand, sei begrüßenswert, doch die bisherigen verkehrspolitischen Maßnahmen reichten nicht aus, „um die manchmal unerträgliche Verkehrs- und Lärmbelastung in diesem sensiblen Wandergebiet einzuschränken“, heißt es in einer Aussendung der AVS-Sektion Antholzertal. Dort wird auch der Bau eines Speicherbeckens kritisiert.
Die „extreme Verkehrsbelastung“ rund um Antholzer See und Staller Sattel würde laut dem AVS auch dazu führen, dass es „für Rettungskräfte zunehmend schwieriger wird, an den Unfallort zu kommen“.
Zudem bedauert man auch den Bau eines Speicherbeckens „mitten in einem unberührten, gesunden Waldgebiet abseits des touristisch erschlossenen Gebietes rund um den Antholzer See“. Laut AVS sei das Becken für die Abhaltung der olympischen Spiele 2026 nicht notwendig gewesen, weshalb die Entscheidung der Gemeindeverwaltung, den Bau trotzdem zu verwirklichen, „in keinster Weise nachvollziehbar“ sei. Die Abholzung und Verbauung eines über zwei Hektar großen Waldgebietes stehe „in keinem Verhältnis zu einer vernünftigen sportlichen und touristischen Nutzung“, heißt es. Der Bau von Wasserspeichern für Beschneiungen sei laut „fundierten wissenschaftlichen Studien“ in Zeiten steigender Temperaturen nicht nachhaltig und die Schäden an der Natur irreparabel. Außerdem sei das Gebiet beim Biathlonzentrum stets „relativ schneesicher“ gewesen. Das Versprechen der Gemeindeverwalter, „keinen zusätzlichen Grund und Boden in dieser sensiblen Zone für Olympia zu verbrauchen, ist damit nicht erfüllt worden“, schreibt der AVS.