05/12/2025
Heute gedenkt unsere Gemeinschaft, die Jakob-Bleyer-Gemeinschaft, der Verein Deutscher Hochschüler (VDH) Budapest, die Redaktion des Sonntagsblattes aber auch die gesamte ungarndeutsche Nationalität einer der größten historischen Ikonen unseres Deutschtums, unseres Namensgebers Jakob Bleyer (1874-1933), dessen 92. Todestag auf den heutigen Tag fällt. Im vergangenen Jahr hielten wir zu dieser Zeit unsere jährliche Ehrerbietung an seinem Grabmal in Steinbruch/Kőbánya in Budapest ab; dieses Programm wird aus organisatorischen Gründen in diesem Jahr später stattfinden. Aus Anlass des heutigen Tages rufen wir die Gedanken in Erinnerung, die bei der letztjährigen Veranstaltung zur Würdigung des Erweckers und des politischen Gründungsvaters des deutschen Volkes Ungarns vorgetragen wurden.
"Der Grabstein lässt uns wissen, wer hier ruht: Jakob Bleyer. Dieser Name wurde im Laufe der Zeit mit anderen epischen Adjektiven, Wendungen, mythologischen und biblischen Vergleichen ergänzt, von den Historikern, Intellektuellen, und Mitgestaltern der ungarndeutschen Kultur und Politik: War er vielleicht ein Prometheus, der seinem Volke nach dem ersten großen Weltenbrand und den Untergang des 1000-jährigen Königreiches Ungarn das Feuer mit glühendem jungem und gutem Herzen bringen wollte? Im Gedicht „Prometheus” sang Goethe: „Wer rettete vom Tode mich, Von Sklaverei? Hast du nicht alles selbst vollendet, Heilig glühend Herz?Anderswie gefragt: Erschien uns damals ein deutschungarisch-donauschwäbischer Zarathustra, der mit seiner Botschaft zu früh kam und von niemanden richtig verstanden wurde? Oder entdecken wir den Moses des alten Testaments in der Bleyer’schen Gestalt? Vor ihm und dem deutschen Volke in Ungarn spaltete sich das Meer der Völker und Zeiten, und die Volksgruppe machte sich auf den von den Allmächtigen geebneten Weg, wo sie von Bleyer angeführt wurde.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: das Zusammenspiel dieser drei genauso wichtigen zeitlichen Dimensionen. Das führte sich auch der vielseitige Akademiker, Wissenschaftler, Nationalitäten- und Landespolitiker Jakob Bleyer vor seinen Augen, als er seine Rettungsaktion für seine Volksgruppe begann. Die Anpassungsfähigkeit, uns schnell auf neue Herausforderungen und Gegebenheiten einzustellen ist ja Kolonistentugend der Nachkommen eines Kolonistenvolkes. Die Jakob Bleyer Gemeinschaft wählt eindeutig den Kurs der Selbstbewahrung der Nationalitätengemeinschaft des Ungarndeutschtums! Bewusst der Devise nach: „Glaube, Sprache und Kultur, sind die Pfänder der ungarndeutschen Zukunft!” Wo es Drachenköpfe gibt, muss es auch Drachenkräuter geben: Im Zeichen vom mutatis mutandis lasst uns diesen modernen Tendenzen trotzen und eine kraftvolle Entgegenwirkung wagen – so wie der fromme Schwabenahn im Schwabenlied von Bleyer: „durch Sumpf und Wildnis brach sein Mut sich Bahn” gewappnet mit der Überlebenskraft, Unternehmungslust, Erfindergeist und Schaffensfreude von Jakob Bleyer und unseren Vorfahren, für das 1200-1000-jährige deutsche Volk in Ungarn/das Ungarndeutschtum, für das gemeinsame Heimatland, das Regnum Marianum Ungarn, für das Vaterland Deutschland und für die größere Patria Europa"
Bild: JBG/SB