23/10/2024
*Demonstration gegen Diskriminierung und Kriminalisierung*
🇦🇫
English & German
The Iranian regime has killed almost 300 Afghan refugees. On the border with Pakistan, near Saravan, pro-regime forces opened fire on the crowd. According to reports, only a few survived the massacre. Estimates indicate at least 260 to 270 deaths.
Afghans are exposed to massive discrimination and criminalization in Iran. They are treated like second-class citizens on both a structural, political and social level. Executions of Afghans are increasing. Even if Afghans have lived in Iran for generations or were born there, they are denied Iranian citizenship.
The attack in Saravan on the Afghan refugees represents a further escalation of the already tense situation in Iran. In recent months, the regime has deported masses of Afghans to Afghanistan, where the Taliban rule. Now hundreds of refugees are being shot. There are no reactions to this in Germany. It's time we stand up against this.
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Das iranische Regime hat fast 300 afghanische Geflüchtete getötet. An der Grenze zu Pakistan, in der Nähe von Saravan, eröffneten regimetreue Kräfte das Feuer auf die Menschenmenge. Berichten zufolge haben nur wenige das Massaker überlebt. Schätzungen sprechen von mindestens 260 bis 270 Todesopfern.
Afghan*innen sind im Iran massiver Diskriminierung und Kriminalisierung ausgesetzt. Sowohl auf struktureller, politischer, als auch gesellschaftlicher Ebene werden sie wie Menschen zweiter Klasse behandelt. Hinrichtungen von Afghan*innen nehmen zu. Selbst wenn Afghan*innen seit Generationen im Iran leben oder dort geboren wurden, wird ihnen die iranische Staatsbürgerschaft verwehrt.
Der Angriff in Saravan auf die afghanischen Geflüchteten stellt eine weitere Eskalationsstufe der ohnehin schon angespannten Lage im Iran dar. In den letzten Monaten hat das Regime massenhaft Afghan*innen nach Afghanistan abgeschoben, wo die Taliban herrschen. Nun werden hunderte Geflüchtete erschossen. In Deutschland gibt es dazu keine Reaktionen. Es ist Zeit, dass wir dagegen aufstehen.