26/04/2026
26.3.
In Saint-Louis an der Hydrobase geht es um kurz nach 06:00 Uhr auf die letzte Etappe, die den Teams bzw Autos noch mal einiges abverlangt und eigentlich zu lang ist, zumal direkt anschließend das Begrüßungsessen stattfindet.
Da auf den letzten 600 km Kolonnenfahrt angesagt ist, zieht sich die Strecke enorm; zwei kleinere Auffahrunfälle am Vormittag, deren Klärung und eine notdürftige Reparatur kosten uns erst mal drei bis vier Stunden.
Quer durch den Senegal gibt es danach viel zu beobachten, allerdings in der Regel nur fahrend. Die Vegetation wird üppiger und wieder karger, irgendwann sieht man die dicken Baobab-Bäume, bei den Pausen wird der Rallye-Tross häufig zur Attraktion für Kinder, die schauen, ob es was abzugreifen gibt.
Am frühen Abend steht dann der Übertritt der gambischen Grenze bei Farafenni an. Da wir spontan einen Mitarbeiter bzw. Kontaktmann der NGO ins Auto bekommen, kommt SWAT als erstes Fahrzeug beim Aus- und Einreiseposten an, sodass für uns die Formalitäten schnell erledigt sind, auch wenn es hier und da Missverständnisse gibt, wo genau der Einreisestempel zu holen ist. Wir setzen die letzten CFA aus dem Senegal in Cola um und warten.
Bis alle Fahrzeuge und Teilnehmer durch sind, ist es schon wieder dunkel, danach geht es „nur noch“ über die neue Brücke, deren Auffahrt sich in unfassbar miesem Zustand befindet, und dann immer Richtung Westen geradeaus. Eine sehr ermüdende Fahrt über drei Stunden, auf der manch einer schon zwischendurch mit dem Sekundenschlaf Bekanntschaft gemacht hat. Übermüdet, aber happy schaffen wir es schließlich zum Lemon Creek Hotel in Bijilo, wo es um 01:30 für alle noch Spaghetti Bolognese gibt. Danach beziehen wir unser Quartier in der Nähe, kommen uns vor wie in der Botschaft von SWATistan, da das Haus fast etwas überdimensioniert ist, und sind irgendwann zwischen 03:00 und 04:00 Uhr im Bett. Mission accomplished, fürs Erste.