03/10/2026
Im Einsatz für bayernweite Feuerwehrkampagne
Ein toller Bericht aus dem Bayerwald-Bote (Redaktion Zwiesel)
Rabensteiner Jugendfeuerwehr vertritt Niederbayern bei Aktion des Landesfeuerwehrverbandes Bayern
Rabenstein. Die Jugendfeuerwehr Rabenstein ist in diesem Jahr ausgewählt worden, den Regierungsbezirk Niederbayern bei der bayernweiten Jahreskampagne 2026/27 des Landesfeuerwehrverbandes Bayern zu vertreten. Unter dem Motto „Viele Gesichter. Eine Heimat“ zeigt die Kampagne, wie vielfältig Feuerwehr heute ist und welche Bedeutung Gemeinschaft, Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement insbesondere für junge Menschen haben.
Im Mittelpunkt der Kampagne stehen dabei nicht in erster Linie Fahrzeuge und Technik, sondern die Menschen hinter der Feuerwehr. Gerade die Jugendfeuerwehren spielen bei der diesjährigen Kampagne eine besondere Rolle. Sie bieten jungen Menschen die Möglichkeit, Feuerwehrtechnik kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen, neue Fähigkeiten zu entwickeln und gleichzeitig Freundschaften und Gemeinschaft zu erleben.
Für die Jugendfeuerwehr Rabenstein bedeutete die Auswahl für die Kampagne eine besondere Anerkennung ihrer Jugendarbeit. Als Vertreter des Regierungsbezirkes Niederbayern durfte die Gruppe zeigen, wie Jugendfeuerwehr vor Ort gelebt wird und was junge
Kamerateam begleiteteJugendliche über Stunden
Menschen dazu bewegt, sich bei der Feuerwehr zu engagieren. Der Kontakt im Vorfeld der Kampagne wurde durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Regen, Heinrich Mühlbauer, gemeinsam mit Kreisjugendwart Martin Sterl und dem 1. Kommandanten der Feuerwehr Rabenstein, Arnold C. Sporrer, hergestellt.
In Abstimmung mit dem Landesfeuerwehrverband wurden danach die organisatorischen Rahmenbedingungen geklärt und die Vorbereitungen für den Drehtag getroffen. So konnten bereits im Vorfeld die vorgesehenen Inhalte, geeignete Drehorte und der Ablauf des Tages abgestimmt und vorbereitet werden.
Ein Team des Landesfeuerwehrverbandes Bayern kam schließlich gemeinsam mit dem Foto- und Filmteam einer Medienagentur aus Memmingen nach Rabenstein. Seitens des Landesfeuerwehrverbandes Bayern begleitete Andrea Schießl, Projekt- und Netzwerk-Koordinatorin im Bereich Freiwilligenmanagement, die Dreharbeiten. Für die Jugendlichen wurde aus einer gewöhnlichen Feuerwehrübung an diesem Tag etwas völlig Neues. Neben Feuerwehrfahrzeugen und Schläuchen gehörten plötzlich Kameras, Mikrofone und Filmdrohnen zum Bild.
Über mehrere Stunden begleitete das Filmteam die Jugendlichen und hielt verschiedenste Szenen aus der Arbeit und dem Alltag der Jugendfeuerwehr fest. Ein wesentlicher Teil der Dreharbeiten fand am Kaisersteig in Rabenstein statt. Dort führten die Jugendlichen einen vollständigen Löschangriff durch. Von der Alarmierung über das Ausrücken und den Aufbau der Wasserversorgung bis zur Brandbekämpfung und dem Abschluss der Übung wurden die Abläufe mit mehreren Kameras und teilweise auch aus der Luft aufgezeichnet. Dabei sollte vor allem gezeigt werden, wie wichtig gegenseitiges Vertrauen und das gemeinsame Handeln innerhalb einer Feuerwehr sind. Jeder hat seine Aufgabe und jeder trägt zum Erfolg der gesamten Gruppe bei.
Genau dieser Gedanke findet sich auch in der Botschaft der Kampagne wieder. Neben den praktischen Szenen nahmen persönliche Gespräche und Interviews einen großen Teil des Drehtages ein. Mehrere Jugendliche berichteten vor der Kamera über ihre Erfahrungen und darüber, was ihnen die Jugendfeuerwehr bedeutet. Dabei standen ganz persönliche Fragen im Mittelpunkt. Warum entscheidet sich ein junger Mensch dafür, zur Jugendfeuerwehr zu gehen? Was erlebt man dort gemeinsam? Warum möchte man vielleicht auch später in der aktiven Feuerwehr bleiben? Auch die Arbeit der Jugendwarte wurde während der Dreharbeiten thematisiert. Hinter den regelmäßigen Übungen, Leistungsabzeichen, Ausflügen und besonderen Aktionen steckt eine umfangreiche Vorbereitung. Eine weitere Perspektive brachten Gespräche zwischen Eltern und Jugendlichen in die Aufnahmen ein. Dabei wurde unter anderem darauf eingegangen, wie Eltern die Entwicklung ihrer Kinder innerhalb der Jugendfeuerwehr erleben und warum sie deren ehrenamtliches Engagement unterstützen.
So entstand im Laufe des Tages ein vielseitiges Bild davon, was Jugendfeuerwehr bedeutet. Gemeinsam lernen, Verantwortung übernehmen, Herausforderungen meistern, anderen helfen und Erfahrungen sammeln, die weit über die Feuerwehrarbeit hinausgehen. Genau diese Vielfalt möchte der Landesfeuerwehrverband Bayern mit seiner Jahreskampagne sichtbar machen.
Bereits seit vielen Jahren werden in Bayern Kampagnen zur Mitgliedergewinnung und zur Darstellung der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt. Mit „Viele Gesichter. Eine Heimat“ wird dieser Weg auch 2026 und 2027 fortgesetzt. In diesem Jahr richtet sich der Blick besonders auf die Jugendfeuerwehren. Die zentrale Botschaft lautet, dass bei der Feuerwehr ganz unterschiedliche Menschen ihren Platz finden können. Niemand muss besondere Vorkenntnisse mitbringen. Unterschiedliche Talente, Interessen und Persönlichkeiten ergänzen sich und bilden gemeinsam ein funktionierendes Team.
Um diese Botschaft möglichst authentisch zu vermitteln, setzt die Kampagne bewusst auf persönliche Geschichten. Jugendliche, Jugendwarte, Eltern und weitere Feuerwehrangehörige berichten über ihre eigenen Erfahrungen und erzählen, was Feuerwehr für sie persönlich bedeutet. Aus dem Drehtag in Rabenstein entstanden zahlreiche einzelne Videobeiträge. Seit dem Start der Kampagne werden diese nach und nach über die Internetseite und die verschiedenen Kanäle von TEAM112 veröffentlicht. Unter der Kategorie Niederbayern sind inzwischen mehrere Beiträge mit der Rabensteiner Jugendfeuerwehr zu sehen.
Die Themen reichen von Teamarbeit und Feuerwehrtechnik über 24 Stunden-Übungen und die Aufgaben eines Jugendwarts bis hin zu Freundschaften innerhalb der Feuerwehr. Auch persönliche Erfahrungen der Rabensteiner Feuerwehrler finden ihren Platz. Damit erhalten die Jugendarbeit und die Feuerwehr Rabenstein eine Aufmerksamkeit, die weit über den Landkreis Regen hinausgeht. Als Vertreter Niederbayerns wird die Jugendgruppe im Rahmen einer bayernweiten Kampagne sichtbar und kann dabei zeigen, wie moderne und engagierte Jugendarbeit in einer Freiwilligen Feuerwehr aussehen kann.
Große Anerkennung für Jugendarbeit
Für die Jugendlichen selbst war der Drehtag vor allem ein außergewöhnliches Erlebnis. Einen ganzen Nachmittag von einem professionellen Filmteam begleitet zu werden, Interviews zu geben, verschiedene Szenen für die Kameras umzusetzen und die eigene Feuerwehrarbeit aus völlig neuen Blickwinkeln zu erleben, gehört nicht zum gewöhnlichen Übungsalltag. Trotz der ungewohnten Situation und der zahlreichen Kameras stand während des gesamten Tages die Freude an der gemeinsamen Sache im Vordergrund.
Dass die Jugendfeuerwehr Rabenstein den Regierungsbezirk Niederbayern bei der bayernweiten Kampagne vertreten durfte, ist für die gesamte Feuerwehr eine große Anerkennung. Gleichzeitig ist es auch eine Bestätigung für die langjährige und engagierte Jugendarbeit vor Ort. Die Jugendfeuerwehr Rabenstein vertritt auf besondere Weise die Botschaft der diesjährigen Kampagne. Viele unterschiedliche Menschen bringen ihre eigenen Fähigkeiten und Persönlichkeiten ein und finden gemeinsam ihren Platz in der Feuerwehr.
Die Videos der Jugendfeuerwehr Rabenstein sowie weitere Beiträge zur Jahreskampagne 2026 und 2027 können auf team112.bayern.de angesehen werden. Weitere Informationen zur Kampagne und zur Arbeit des Landesfeuerwehrverbandes Bayern sind auf lfv-bayern.de zu finden. - bbz