VW Polo IG Deutschland e.V.

VW Polo IG Deutschland e.V. VW Polo IG Deutschland e.V. Die Interessengemeinschaft zum klassischen VW Polo

VW Polo, Derby, Audi 50 Facelift.

Willkommen auf den Webseiten der VW Polo IG Deutschland e.V.! Die Mitglieder unserer Interessensgemeinschaft widmen sich Fahrzeugen der Baureihen Audi50, sowie VW Polo 1 und 2 inkl. Der vorherrschende Ansatz ist der Erhalt der Fahrzeuge in gutem, serienmäßigen oder seriennahen Zustand. Das Ziel der VW Polo IG ist der bundesweite Austausch untereinander sowie gegenseitige Unterstützung bei technischen Fragen und der zunehmend schwierigen Ersatzteilbeschaffung.

12/06/2026
11/06/2026
07/06/2026

😭😭😭

Dieser frühe Audi 50 LS von 1975 entsteht bei unserem Clubmitglied  gerade neu! Wir sind so gespannt!
07/06/2026

Dieser frühe Audi 50 LS von 1975 entsteht bei unserem Clubmitglied gerade neu! Wir sind so gespannt!

Als sportliche 60 PS einen noch „schön in Fahrt“ gebracht haben - alleine schon die roten Felgen haben mindestens 5km/h ...
05/06/2026

Als sportliche 60 PS einen noch „schön in Fahrt“ gebracht haben - alleine schon die roten Felgen haben mindestens 5km/h gebracht… 😬

Auch hier wurde wieder ein Fahrzeug unserer Mitglieder „in Szene gesetzt“ - ein bis auf die letzte Schraube restaurierte...
30/05/2026

Auch hier wurde wieder ein Fahrzeug unserer Mitglieder „in Szene gesetzt“ - ein bis auf die letzte Schraube restaurierter Cup Polo G40. 😍
Das Bild stammt vom „50 Jahre Polo“ Event von Volkswagen Classic in Ilsede im Mai 2025.

1986 stellte VW den G-Lader vor. Eine neue Aufladetechnologie, die kaum jemand kannte und noch weniger verstanden. VW Motorsport hatte einen Auftrag: Akzeptanz schaffen. Und die beste Werbung für eine neue Technologie ist ein Rennwagen, der damit gewinnt.

Also bauten sie den Polo G40 Cup. Rund 50 Stück. Nahezu in Handarbeit. Bei VW Motorsport in Hannover. Auf Basis einer regulären 55-PS-Polo-Karosserie. Schlüsselnummer 0600-579. Nichts Besonderes. Bis VW Motorsport damit fertig war.

755 Kilogramm. Alles Überflüssige raus. Kein Dämmmaterial. Kein Komfort. Ein Matter-Überrollkäfig zum Schutz des Fahrers. Ein Sportsitz mit Renngurten. Und Stoßstangen, die auf circa 3 Zentimeter dicken Aluminiumklötzen montiert waren, damit die typischen Rempler im Rennbetrieb weitestgehend schadensfrei blieben. Pragmatisch. Deutsch. Genial.

Der Motor: 1.275 Kubikzentimeter mit Motorkennbuchstabe "MM" statt dem Serien-"PY." G40-Lader der frühen Version mit 1,4 innerer Verdichtung. 112 PS bei geregeltem Dreiwege-Katalysator. Entgegen vieler Gerüchte war der Motor nicht leistungsgesteigert. Das Reglement verbot Modifikationen. Später wurden die Steuergeräte sogar plombiert. VW Motorsport wollte Chancengleichheit. Kein Tricksen. Kein Schummeln. Gleiches Material für alle.

190 km/h Spitze. 0-100 in 8,4 Sekunden. In einem Polo. Mit 755 Kilo und 112 PS. Das Leistungsgewicht machte den Unterschied. Nicht die Leistung allein.

Das Fahrwerk war das eigentliche Geheimnis. Ein speziell für den Cup entwickelter Frontrahmen, der an den Querlenker-, Stabilisator- und Tunnelstrebenaufnahmen verschraubt wurde und den gesamten Vorderbau versteift. Dieser Rahmen war nicht einmal im normalen Rennsportzubehör von VW Motorsport erhältlich. Nur für den Cup. Exzentrische Domlager für 3 Grad negativen Sturz an der Vorderachse. Fichtel & Sachs Stoßdämpfer. Fahrwerksgummis mit 85 Shore Härte. Motorlager ebenfalls 85 Shore, um die Wippbewegungen des Aggregats zu minimieren.

Die Räder: VW Motorsport 13-Zoll-Leichtmetallfelgen im VW-Logo-Design. 185er Pirelli-Slicks serienmäßig. Ein zweiter Satz Räder mit Slicks war im Kaufpreis enthalten. 23.684 DM netto. Rund 12.110 Euro. Für einen komplett rennfertigen Polo mit Überrollkäfig, Slicks und Motorsport-Fahrwerk.

Regenreifen konnte man bei den Rennevents vor Ort kaufen. Gangradsätze, abgestimmt auf die jeweilige Strecke, waren über VW Motorsport zu beziehen. Keine geraden Verzahnungen. Kein Sperrdifferential ab Werk. Entgegen aller Gerüchte. Sportkupplung von Fichtel & Sachs.

Die meisten der rund 50 Fahrzeuge haben den Renneinsatz nicht überlebt. Die Zahl der verschlissenen Autos dürfte nahe an der Produktionszahl liegen. Mindestens zehn Totalschäden sind dokumentiert. Bei 50 gebauten Exemplaren ist das eine Verlustrate von 20 Prozent allein durch Totalschäden. Die tatsächliche Überlebensrate dürfte deutlich niedriger sein.

Der Legende nach hütet VW noch ein Exemplar ohne viele Renneinsätze. Ein Polo G40 Cup, der nie das erlebt hat, wofür er gebaut wurde. Falls er existiert, ist er eines der seltensten Fahrzeuge mit G-Lader-Historie überhaupt.

Für 154 „Maaack“ lieber ne Armbanduhr statt Quarzuhr im Kombiinstrument? Was hättet Ihr gemacht? 🤔😏
24/05/2026

Für 154 „Maaack“ lieber ne Armbanduhr statt Quarzuhr im Kombiinstrument? Was hättet Ihr gemacht? 🤔😏

154 Mark. So viel kostete eine Uhr im VW Polo Fox. Nicht eine Armbanduhr. Die Uhr im Auto. Im Armaturenbrett. Die Anzeige, die sagt, wie spät es ist.

VW bot den Polo Fox an. Ohne Uhr. Ab 18.090 DM. Wer wissen wollte, wie spät es ist, zahlte 154 Mark extra. Oder trug eine Armbanduhr. Die war billiger.

Das war der Polo 2F. Ein Auto, das so grundehrlich war, dass es nicht mal die Uhrzeit verschenkte.

Oktober 1990. Umfangreiche Modellpflege des Polo II, der seit 1981 auf dem Markt war. VW hätte einen Nachfolger bringen können. Tat es nicht. Weil ein gutes Facelift billiger ist als ein neues Auto. Und weil der Polo II ein gutes Auto war, das nur ein neues Gesicht brauchte.

Neues Gesicht bekam er. Größere Scheinwerfer. Neue Stoßfänger. Neues Heck. Innen neues Armaturenbrett, neue Lenkräder, vollverkleidete Türen. Von außen fast ein neues Auto. Von innen ein komplett neues Cockpit. Unter dem Blech: Derselbe solide Polo.

770 Kilo Leergewicht. In einer Zeit, in der Autos begannen, schwerer zu werden, war der Polo 2F ein Leichtgewicht. 770 Kilo bedeuteten: Wenig Verbrauch. Gute Beschleunigung auch mit kleinen Motoren. Agiles Handling. Und Bremswege, die physikalisch kürzer waren als bei schwereren Autos.

Alle Motoren auf Einspritzung umgestellt. Kein Vergaser mehr. Das klingt nach einem Detail. Für Oldtimer-Fahrer ist es der Unterschied zwischen "springt morgens an" und "springt morgens vielleicht an." Einspritzer starten zuverlässig. Vergaser starten, wenn sie Lust haben.

45 PS aus 1,05 Litern als Basis. 55 und 75 PS aus 1,3 Litern für die Mitte. Und der G40 für die Verrückten.

Der Polo G40. Spirallader – der G-Lader. 113 PS aus 1,3 Litern. Aufgeladen. Nicht mit Turbo, sondern mit einem spiralförmigen Verdichter, der ohne Turboloch arbeitete. Schub von unten. Durchzug überall. 8,6 Sekunden auf 100 in einem Auto, das kürzer war als manche Garageneinfahrt.

BBS-Aluminiumfelgen. Sportsitze mit karierten Bezügen. Tacho bis 240. Kotflügelverbreiterungen. Rote Zierstreifen in den Stoßfängern. 25.690 DM. Das war 7.600 Mark mehr als der Fox ohne Uhr. Dafür bekam man aber BBS-Felgen, 113 PS und einen Tacho, der doppelt so weit ging, wie man jemals fahren würde.

Nur dreitürig. Immer. Steilheck oder "Coupé" – das Schrägheck. Fünf Türen gab es erst beim Nachfolger 6N ab 1994. Der 6N, der eigentlich früher hätte kommen sollen, aber mehrfach verschoben wurde, weil der 2F sich zu gut verkaufte.

Über 500.000 Facelift-Modelle in vier Jahren. Von einem neun Jahre alten Auto. In einer Zeit, in der die Trabant-Fahrer im Osten etwas Neues brauchten und der Polo 2F die Antwort war. Gebaut im Werk Mosel bei Zwickau – dort, wo vorher Trabants liefen.

Keine Klimaanlage. Keine elektrischen Fensterheber. Keine Uhr im Basismodell. Dafür 770 Kilo, Einspritzung und die Ehrlichkeit eines Autos, das genau das bietet, was man braucht. Nicht mehr. Nicht weniger.

Und wer mehr brauchte, kaufte den G40. Und brauchte dann auch keine Uhr mehr – weil er sowieso zu schnell war, um auf die Zeit zu achten.

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