18/07/2026
Nachdem wir zwei Jahre in Folge zum Frauentag zum Geisenhimmel gelaufen sind und dabei jeweils den Blick zum Reisinger Stein schweifen ließen, lag es nahe, diesen mal zu erwandern. Auf Wunsch eines einzelnen Wanderleiters, bin ich dem gern nachgekommen. Aufgrund der gestrigen Witterung und der heutigen Schwüle haben wir es dennoch ruhig angehen lassen. Ein Dutzend Wanderfreunde machte sich also auf den Weg vom Mehliser Markt über das Hammerrödchen hinauf zum Jahnstein, einem ersten Wegpunkt. An diesem Wird an den „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn und sein Wirken erinnert und er ist Endpunkt des „Trimm-Dich-Pfades“ vom Schwarzberg zum Jahnstein. Nach kurzer Rast liefen wir weiter. An einer unscheinbaren Stelle einen Bachlauf querend, den des Meisenbaches, konnte ich der Gruppe vermitteln, dass sie sich soeben von einem Herzogtum (Sachsen-Coburg-Gotha) in ein Königreich (Preußen) begeben haben. Vom Buchenbrunn beginnend, entspringt der Meisenbach und fließt bis hinunter zum ehemaligen Robotron als historische Gemarkungsgrenze. Als Beweis stand, ebenso unscheinbar, ein Grenzstein im Bachbett. Nach kurzem Anstieg entlang eines Lärchenwaldes, kamen wir auf eine große Kreuzung. Von hier führt der Weg an einem Funkmast vorbei, etwas versteckt hinunter zum Reisinger Stein. Wir hatten einen tollen Blick zum Dolmar. Ein Teil der Gruppe wartete aufgrund des Steilen Abstiegs lieber oberhalb. Den Anstieg wieder hinauf gekraxelt, ging es über den Rennsteig-Dolmar-Weg zum Buchenbrunn, wo eine längere Rast möglich war. Den Hosenlatz hinunter, erreichten wir das Ruppertstal und schlussendlich meinen privaten Garten am Schwarzberg. Da der Bus in Mehlis noch nicht fuhr, konnte ich alle auf ein kühles Getränk einladen.