Medizinischer-Hilfsdienst-Nordrhein e.V.

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Medizinischer-Hilfsdienst-Nordrhein e.V. Förderung der Medizinischen Bildung im Ausland sowie Bereitstellung Medizinischer Ausstattung an Gemeinnützige Hilfsorganisationen

Unter Beschuss – Die Retter von NikopolTäglich kämpfen sie um die Leben derer, die den immer häufiger werdenden Angriffe...
09/10/2026

Unter Beschuss – Die Retter von Nikopol

Täglich kämpfen sie um die Leben derer, die den immer häufiger werdenden Angriffen auf die Region zum Opfer fallen. Die „Spezialeinheit“ der (Staatlicher Dienst für Notfallsituationen) ist für die verbliebenen ca. 125.000 Bewohner oftmals die letzte Hoffnung. Nach einem Angriff sind sie die Ersten, die die Einsatzstelle erreichen und dort vor allem die Erstversorgung der Verletzten übernehmen, die Rettung aus dem Gefahrenbereich ermöglichen oder die Schäden vor Ort dokumentieren.

Durch die Besatzung der anderen Dnepr-Seite, auf der sich auch das AKW Saporischschja befindet, hat die russische Armee eine für die ukrainische Armee kaum anzugreifende Festung geschaffen, in der eine der besten Drohneneinheiten stationiert ist.

Seit dem Sommer haben die Angriffe auf die Zivilbevölkerung massiv zugenommen.

Meistens erfolgen sie durch kleinere FPV-Drohnen, aber auch größere Drohnen aus der Molniya- oder Shahed-Reihe kommen regelmäßig zum Einsatz.

Neben den Drohnen gehören aber auch die klassischen Waffensysteme, wie z. B. die Artillerie, weiter zum Alltag. Erst am Sonntag erlitt ein Zivilist massive Verletzungen durch ein Artilleriegeschoss, das in einem Wohngebiet einschlug.

Die Straßen in die Region werden durch am Straßenrand wartende Drohnen regelmäßig zur Todesfalle. Am 16. September wurde ein Bus gezielt angegriffen. Fünf Menschen starben direkt vor Ort.

Am Angriffsort sind die Kräfte der DSNS die Ersten. Nicht selten werden sie zum nächsten Ziel.

Die Bedingungen, unter denen sie arbeiten, sind für viele von uns unvorstellbar. Auf der Ladefläche eines Transporters, mit einfachsten Materialien, unter Beschuss und zwischen Drohnen, müssen sie schnelle Entscheidungen treffen, die das Outcome des Patienten maßgeblich beeinflussen.

Diesen Sommer verlor die DSNS diverse Fahrzeuge, für die es bisher keinen Ersatz gibt.

Es mangelt an grundlegenden Materialien wie Tourniquets, die im Einsatz über Leben und Tod entscheiden. Viele der Einsatzkräfte kaufen die benötigten Materialien deshalb aus eigenen Mitteln.

Eine Unterstützung der DSNS ist über den Link in der Bio möglich.

Gestern Abend waren wir zu Besuch in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.Zu der Veranstaltung „Nordrhein-We...
24/09/2026

Gestern Abend waren wir zu Besuch in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Zu der Veranstaltung „Nordrhein-Westfalen an der Seite der Ukraine“ waren Organisationen und Personen geladen, die sich weiterhin für die Unterstützung der Ukraine einsetzen.

Im Mai hatte unsere Wirtschaftsministerin Mona Neubaur den Orden der Fürstin Olga verliehen bekommen und wollte diesen nun symbolisch den Personen widmen, die sich weiterhin für die Ukraine einsetzen.

Ein weiteres wichtiges Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung der einzelnen Organisationen. Deshalb waren nicht nur deren Vertreter vor Ort, sondern auch unser Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Nathanael Liminski sowie unser Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales Josef Neumann

Was wir häufiger feststellen müssen, ist, dass die Unterstützung der frontnahen Gebiete immer weiter nachlässt. Wir versuchen die Millionen Menschen, die frontnah leben, so lange, wie möglich, zu unterstützen.

NRW ist seit Beginn der groß angelegten Invasion im Jahr 2022 der größte Unterstützer der Ukraine unter den deutschen Bundesländern. Wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Gestern Abend waren wir zu Besuch in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.Zu der Veranstaltung „Nordrhein-We...
24/09/2026

Gestern Abend waren wir zu Besuch in der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen.

Zu der Veranstaltung „Nordrhein-Westfalen an der Seite der Ukraine“ waren Organisationen und Personen geladen, die sich weiterhin für die Unterstützung der Ukraine einsetzen.

Im Mai hatte unsere Wirtschaftsministerin Mona Neubaur den Orden der Fürstin Olga verliehen bekommen und wollte diesen nun symbolisch den Personen widmen, die sich weiterhin für die Ukraine einsetzen.

Ein weiteres wichtiges Ziel der Veranstaltung war die Vernetzung der einzelnen Organisationen. Deshalb waren nicht nur deren Vertreter vor Ort, sondern auch unser Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Nathanael Liminski sowie unser Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales Josef Neumann

Was wir häufiger feststellen müssen, ist, dass die Unterstützung der frontnahen Gebiete immer weiter nachlässt. Wir versuchen die Millionen Menschen, die frontnah leben, so lange, wie möglich, zu unterstützen.

NRW ist seit Beginn der groß angelegten Invasion im Jahr 2022 der größte Unterstützer der Ukraine unter den deutschen Bundesländern. Wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so bleibt.

Die ersten 100 Teilnehmer unseres neuen Kurses „Grundlagen der taktischen Einsatzmedizin für zivile Bedienstete des öffe...
03/09/2026

Die ersten 100 Teilnehmer unseres neuen Kurses „Grundlagen der taktischen Einsatzmedizin für zivile Bedienstete des öffentlichen Dienstes in Krisenregionen“ wurden im Juli erfolgreich geschult.

Wichtig ist uns bei diesem Programm, dass wir die Leute erreichen, die durch ihre Arbeit selbst einer ständigen Gefahr ausgesetzt sind.

Das vermittelte Wissen gibt nicht nur ihnen selbst mehr Sicherheit im Rahmen der Arbeit, sondern auch den anderen in den Gemeinden lebenden Zivilisten im Falle eines Angriffs.

Daher gehen wir dorthin, wo es für viele zu ungemütlich wird, und führen die Kurse direkt in der roten Zone durch.

Viele der öffentlichen Betriebe in den frontnahen Regionen können es sich aufgrund des Personalmangels nicht erlauben, ihre Mitarbeiter tagelang zu irgendwelchen Schulungen in sichere Großstädte zu schicken. Es war somit für viele der Beschäftigten der erste Kurs dieser Art.

Die Inhalte des Kurses richten sich grob nach dem Standard des Combat Lifesavers, obwohl wir aufgrund der begrenzten Zeit einige Abstriche machen müssen.

Kurz nach Durchführung des Kurses mussten bereits einige der Teilnehmer ihr Wissen bei einem gezielten Angriff am 35. Unabhängigkeitstag einsetzen. Eine Shahed-Drohne ist hier gezielt in eine öffentliche Einrichtung geflogen und hat im Rahmen dieses Angriffs 5 Personen verletzt.

Gefördert wurde dieses Projekt durch Engagement Global mit Mitteln des land.nrw

Heute ist ein Jubiläum: Die Ukraine feiert 35 Jahre Unabhängigkeit.Unabhängigkeit bedeutet, selbst über die Zukunft des ...
24/08/2026

Heute ist ein Jubiläum: Die Ukraine feiert 35 Jahre Unabhängigkeit.
Unabhängigkeit bedeutet, selbst über die Zukunft des eigenen Landes entscheiden zu können. Genau diese Freiheit ist weiterhin bedroht. Seit 2014 versucht Russland, die ukrainische Souveränität mit militärischer Gewalt zu brechen. Seit der Vollinvasion im Februar 2022 ist der Krieg für Millionen Menschen allgegenwärtig.
Dabei sind seine Folgen nicht überall gleichermaßen sichtbar. Angriffe auf Kyjiw, Lwiw, Dnipro oder Odesa erhalten regelmäßig internationale Aufmerksamkeit. Weniger sichtbar sind Städte wie Nikopol, Kramatorsk oder Slowjansk, die täglich unter Beschuss stehen.
Dort gehört der Krieg zum Alltag. In Nikopol leben weiterhin zehntausende Menschen unter ständiger Gefahr von Drohnen- und Artillerieangriffen. Eine Drohne oder ein Artilleriegeschoss kann jederzeit das Leben eines Menschen nehmen – Tag und Nacht. Die Menschen müssen Warnungen verfolgen und bei jedem Geräusch erkennen, ob sich eine Drohne nähert. Jede Fahrt und Weg durch die Stadt können zum Tod führen.
Viele der Verbliebenen sind ältere, kranke oder finanziell benachteiligte Menschen, die ihre Heimat nicht verlassen können. Für sie ist der Krieg keine Nachricht auf einem Bildschirm. Er findet vor ihrer Haustür statt.
Seit 2022 stehen wir als Verein an der Seite der Menschen in der Ukraine und unterstützen unsere ukrainischen Partner. Unser Ziel ist es, nachhaltig zur medizinischen Versorgung beizutragen. Gerade in Städten wie Nikopol erleben wir täglich die unmittelbare Bedrohung und die Herausforderungen für die lokalen Strukturen. Das treibt uns an, unsere Unterstützung fortzusetzen.
Die Opfer dieses Krieges sind Mütter, Väter, Jugendliche und Kinder. Menschen, die arbeiten, Familien haben und ihre Heimat nicht aufgeben.
Unabhängigkeit bedeutet deshalb mehr als die formale Souveränität eines Staates. Sie bedeutet, dass Menschen frei und sicher in ihrer Heimat leben und selbst über ihre Zukunft entscheiden können.
Wir wünschen dem ukrainischen Volk ein baldiges Kriegsende, Frieden und eine Zukunft, in der die Ukraine frei und selbstbestimmt ihren Weg gehen kann.
З Днем Незалежності України!
Слава Україні!

Die medizinischen Materialien, die wir seit Beginn dieses Jahres in der Ukraine eingesetzt haben, hatten einen Wert von ...
04/08/2026

Die medizinischen Materialien, die wir seit Beginn dieses Jahres in der Ukraine eingesetzt haben, hatten einen Wert von 131.859 Euro. Allein im Juli haben wir Waren im Wert von knapp 34.484 Euro in die Ukraine überführt.

Während viele andere Organisationen für jede noch so kleine Lieferung aufwendig inszenierte Beiträge veröffentlichen, ist für uns nur eines entscheidend: dass die benötigten Materialien dort ankommen, wo sie wirklich gebraucht werden. Aus diesem Grund gibt es hier nur relativ wenige Bilder von einzelnen Lieferungen oder Treffen in der Ukraine.

Wir werden auch weiterhin an der Seite unserer Partner in der Ukraine stehen – auch wenn wir unseren Kurs aufgrund des Rückgangs der Privatspenden künftig anpassen müssen.

Als kleine Organisation stellt uns das immer wieder vor große Herausforderungen. Wir verfügen weder über große Lagerkapazitäten noch über eine eigene Logistik oder umfangreiche finanzielle Mittel, um die Transporte in die Ukraine zu finanzieren.

Ohne unsere starken Partner, die uns regelmäßig benötigtes medizinisches Material oder Fahrzeuge für den Transport zur Verfügung gestellt haben, wäre all dies nicht möglich gewesen.

Daher danken wir allen, die uns unterstützt haben, von Herzen.

Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur Auswirkungen auf die Arbeit der Soldaten, sondern auch auf die ziviler Organisati...
31/07/2026

Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur Auswirkungen auf die Arbeit der Soldaten, sondern auch auf die ziviler Organisationen.

Einsätze in Krisengebieten haben die dort tätigen Organisationen schon immer vor besondere Herausforderungen gestellt und waren stets mit einem Risiko verbunden.

Während Artillerie, Bomben, Raketen und Minen schon immer zur Arbeit in Kriegsgebieten dazugehört haben, hat sich die Lage durch Drohnen weiter verschlechtert. Musste man bei den anderen Waffensystemen noch „Pech“ haben, um zum Opfer zu werden, ist nun die gezielte Jagd auf Einsatzkräfte möglich und in vielen Regionen der Ukraine bereits zum Standard geworden.

Ballistische Schutzwesten und Helme, Drohnendetektoren, Jammer und oftmals gepanzerte Fahrzeuge sind zum notwendigen Standard für die dort Tätigen geworden.

Überlegungen zum notwendigen Personal (möglichst wenige Helfer in direkter Gefahr) oder zur idealen Einsatzzeit (beleuchtete Fahrzeuge, die eine Aufklärung erleichtern, schlechtere Sichtbarkeit der Drohnen bei Nacht) gehören bei jedem Einsatz dazu.

Während wir es aus dem zivilen Umfeld gewohnt sind, teilweise aufwendige invasive medizinische Maßnahmen direkt am Einsatzort durchzuführen, muss hier meist gut abgewogen werden, welche Maßnahmen aufgrund der Bedrohungslage sinnvoll und notwendig sind oder doch lieber bis nach der Evakuierung in sichere Bereiche warten müssen.

All diese Maßnahmen bieten dennoch keinen sicheren Schutz, weshalb jeder Einsatz in Frontnähe weiterhin Lebensgefahr für alle Einsatzkräfte bedeutet!

21/07/2026

Im 5. Jahr des Krieges fragen wir uns wirklich, wie die Leute immer wieder Einheiten finden, die Fake-Tourniquets oder sonstiges annehmen?

Sie können nachweislich aus diversen Fallberichten zum Tode des Verwundeten führen.

Keine der Einheiten, mit denen wir im Austausch stehen würden diese annehmen.

11/07/2026

(Triggerwarnung: Bilder von medizinischen Eingriffen)

Die letzten Tage haben wir in einer unserer Partnerkliniken verbracht. Diese hat sich auf die Versorgung von Brandverletzten spezialisiert.

Trotz der bescheidenen Ausstattung und des Mangels an den grundlegendsten Materialien erzielt sie erstaunlich gute Ergebnisse. Die Rate an Wundinfektionen ist im ukrainischen Vergleich ebenfalls überschaubar.

Die Zunahme an Explosionsverletzungen mit all ihren Folgen verlangt der plastisch-rekonstruktiven Chirurgie alles ab.

Eine gute operative Versorgung sollte dennoch das Mindeste sein, das die Kriegsverletzten hier in der Ukraine erhalten. Sie bildet den Grundstein für das Leben nach dem Krieg.

Gerade die kleinen Dinge können hier etwas ändern und die Versorgung nachhaltig verbessern. Genau deshalb unterstützen wir Projekte und Kliniken, die viele nicht auf dem Schirm haben.

Trotz der ständigen Gefahr für Leib und Leben gehen internationale Organisationen davon aus, dass weiterhin Millionen Zi...
09/05/2026

Trotz der ständigen Gefahr für Leib und Leben gehen internationale Organisationen davon aus, dass weiterhin Millionen Zivilisten in den frontnahen Gebieten in der Ukraine leben.

Der Wandel der Kriegsführung verwandelt dabei immer größere Gebiete in Todeszonen. Neben den klassischen Waffensystemen wie z. B. Artillerie, Raketen und Minen spielen Drohnen eine immer größere Rolle. Dies zeigt sich auch bei den anfallenden Verletzungsmustern, wobei Explosionsverletzungen mit all ihren Folgen den größten Teil ausmachen.

Netze, wie sie in vielen strategisch wichtigen Frontregionen und Städten zu finden sind, sollen dabei vor direkten Angriffen durch Drohnen schützen.

Drohnendetektoren sollen das Signal der Drohnen abfangen. Sie funktionieren allerdings nur bei funkgesteuerten Drohnen und auch da nur bei bestimmten Frequenzen. Um die Aufklärung und Störung dieser Drohnen zu erschweren, werden immer mehr Drohnen eingesetzt, die über Glasfaser gesteuert werden.

Einschränkungen bei der Strom- und Wasserversorgung, bei der Versorgung mit Lebensmitteln oder bei sonstigen Dingen des täglichen Bedarfs sind die Regel.

Leider meiden viele große Organisationen diese Regionen, da sie den Einsatz ihrer Helfer vor Ort für zu gefährlich halten. Um eine effektive Hilfe leisten zu können, muss man das System verstehen und prüfen, was wirklich notwendig ist. Eine Schule, die z. B. nicht mehr in Betrieb ist, benötigt nicht noch den 20. Generator, während die einzige funktionierende Klinik nun auch die Versorgung von Kindern übernehmen muss, obwohl sie nicht über die passende Ausstattung verfügt.

Adresse

Quellenstr . 32
Wuppertal
42117

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