30/08/2026
Sonntagsfrage
Warum kapieren die Bonzen nicht, dass die Merz-Politik für sie ein Irrweg ist? Bea Kinderärztin hat mit Ihrer Konfrontation des Amtseid-Bruches beim -Format Am Tisch mit Merz viel Staub aufgewirbelt, obwohl – völlig richtig liegend – diesen Sachverhalt nur aus der Gesundheits-Focusierung beleuchtet.
Auch wenn ich hierzu selbst mit dem Skandal um die Milliarden-Verschiebungen der BG’s zu Lasten der Kranken- und Rentenversicherungen, also der Allgemeinheit https://www.youtube.com/watch?v=GbhUcCfKRVg wie den fragwürdigen Abläufen um Bundesvermögen bei der BImA https://www.youtube.com/watch?v=gJrA5pSWyLU direkte Ansätze habe, will ich im Moment auf einen ganz anderen Aspekt abstellen.
Der Kanzler des Grauens bricht seinen Amtseid auch dabei, wie in der Tatsache, dass er nicht Politik für Land und Leute, sondern nur das Klientel der Superreichen macht, die zwar nur begrenzte Stimmen aber eben Parteispenden und sonstige Vorteile einbringen.
Erinnern wir uns: 1,6 % besitzen rund 48,1 % des weltweiten Gesamtvermögens, während die untersten 40,7 % der Weltbevölkerung im Gegensatz dazu zusammen nur etwa 0,6 % haben und 57,7 % das Mittelmaß darstellen, sich die verbleibenden 51.3 % teilen.
Gordon Gekko, sagte im 1987 entstandenen Film Wall Street: “Der entscheidende Punkt ist, meine Damen und Herren, dass die Gier – mir fehlt dafür ein besseres Wort – gut ist. Die Gier ist richtig, die Gier funktioniert. Sie schafft Klarheit, sie bricht durch und sie ist der Kern des evolutionären Geistes.“
Jene berühmten Worte von Michael Douglas in seiner Oscar-prämierten Rolle prägten eine ganze Generation.
Was Viele nicht wissen: Die Drehbuchautoren erfanden den Kern des Monologs nicht selbst. Er basiert fast eins zu eins auf einer echten Rede des berüchtigten Börsenspekulanten Ivan Boesky, der sich 1986 an Absolventen der UC Berkeley School of Business wandte: “Ich denke, Gier ist gesund. Man kann gierig sein und sich trotzdem selbst gut dabei finden!“
Boesky wurde kurz darauf wegen Insiderhandels verhaftet: die Realität holte die Gier schnell ein.
Die Zeitschrift Newsweek kommentierte später: “Das Seltsamste war nicht nur, dass Boesky so Etwas bei einer Abschlussfeier von Betriebswirten sagen konnte, sondern auch, dass seine Worte mit lautem Gelächter und Applaus begrüßt wurden.“
Zudem steht auch ein Zitat im Raum, mit dem der US-amerikanischen Großinvestor und Multimilliardär Warren Buffett in seinem berühmten Interview 2006 mit der New York Times, sowie in ähnlicher Form in seinen Briefen an die Aktionäre sich zur sozioökonomischen Ungleichheit und Steuerpolitik in den USA äußerte: “Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt und wir gewinnen!“
Die Stimmenmehrheit liegt zwar beim Volk, welches dennoch nicht zur ehrlich gelebten Solidarität und damit Kraft des Souverän als einzig wirklicher Lösung findet, doch auch darum soll es heute nicht gehen.
Die unübersehbare Gier und daraus resultierende Dummheit der Begünstigten steht im Focus, ohne dass Neid und Missgunst um ihre Milliardenvermögen die Triebfeder ist.
Sie sehen, wie ihr Konto wächst während die vielen Konten der Mehrheit schmelzen, wie ein Pfund Butter in der Sonne, wie ein Unternehmen nach dem anderen schließt oder abwandert und Tausende von Arbeitsplätzen verloren gehen, damit auch die Kaufkraft. Wer bitte soll die Reichtümer in Zukunft erwirtschaften? Wenn Angst fressen Seele auf für die Unterschicht gilt, dann Gier frisst Hirn für die Oberschicht. Bleibt also die Frage, welches Negativum seine Spezies zuerst beendet?