Forderungen der Bürgerinitiative zur Sicherung aller arbeitsfähigen Abteilungen des Kreiskrankenhauses Wolgast:
KONZEPT für den Betrieb einer Kinderstation und einer Geburtshilfe am KKH Wolgast:
In Anlehnung und Analyse des von der Geschäftsführung vorgelegten Konzeptes vom
08.06.2015 zur Weiterentwicklung des Krankenhauses Wolgast, fordert die Bürgerinitiative die Umsetzung folgender Punkte.
Die Pädiatrie kann mit einer Reduzierung der Betten auf 12 mit fachlicher Anbindung an die
Universitätsmedizin Greifswald geführt werden. Das Personal kann im Rahmen der
Personalgestellung durch die UMG gestellt werden, was einer Ausbildung der Assistenzärzte
ebenfalls förderlich wäre. Zusätzlich sollte zur Betreuung der Kinder mit
kinderpsychosomatischen Krankheiten die Errichtung einer Tagesklinik erfolgen. Zur
besseren Auslastung des ärztlichen Personals sollte eine Kinderpraxis angesiedelt werden. Die Gynäkologie könnte interdisziplinär (fachübergreifend) auf der chirurgischen Abteilung integriert werden. Somit könnten die ambulanten und leichteren gynäkologische
Operationen in Wolgast erledigt werden und den Frauen würden lange Wegstrecken erspart
bleiben. Dadurch wird ebenfalls der operative Bereich im Kreiskrankenhaus Wolgast gestärkt. Personell sollten die niedergelassenen Ärzte als Belegärzte und Operateure gewonnen werden. Für die Geburtshilfe könnten zwei Varianten in Betracht kommen. Die erste Variante ist der
Betrieb einer Geburtshilfe am Krankenhaus Wolgast selbst. Die Hebammen sind noch
vorhanden und von ärztlicher Seite könnte eine Personalgestellung über die UMG kommen
bzw. Die zweite Variante ist der Betrieb eines Geburtshauses. Hier betreiben die Hebammen das Geburtshaus. Diese könnten hierzu Räumlichkeiten im Krankenhaus Wolgast anmieten, um somit im Notfall auf alle Ressourcen des KKH zurückgreifen zu können. Die Umsetzung dieser Forderungen bedeutet, dass eine stationäre Betreuung der Kinder und
Frauen in der Region Usedom Wolgast abgesichert wäre. Zur Gewinnung des nötigen Fachpersonals ist es von besonderer Bedeutung, dass das
Kreiskrankenhaus Wolgast wieder selbstständig Auszubildende im Bereich der Gesundheits-
und Krankenpflege einstellt und diese in der Außenstelle der Beruflichen Schule der
Universitätsmedizin Greifswald in Wolgast unterrichtet werden. So werden die jungen
Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen am Standort gebunden und den Folgen des
demografischen Wandels kann entgegen gewirkt werden. Zusätzlich werden so junge Beschäftigte in die Stadt Wolgast gezogen, welche hier ihre Familie gründen können.