Alles rund um Veranstaltungen, Neuigkeiten, Vereine, Handel - & Gewerbe, Nachbarschaftshilfe, An- und Verkauf, Wohnungssuche, Hausbau- und Kauf, usw. Warum wir die Ermschwerder "Wichtelmännchen" sind
Auszug der Wichtelmänner
aus dem Burgberg bei Ermschwerd
(Aus dem Sagenbuch)
Am linken Ufer der Werra, eine Stunde unterhalb Witzenhausen, liegt das Dorf Ermschwerd. Dort in dem Burgberg wohnte vor a
lten Zeiten ein Wichtelvölklein, das in der Umgebung lange sein Wesen trieb. Endlich wurden die Wichtel es dort müde und beschlossen, in das Gebirge der Werra überzusiedeln. Eines Abends spät trat daher ein Abgesandter der Wichtelmänner zu dem Fährmann von Ermschwerd mit den Worten: „Halte deinen Kahn bereit. Du sollst in dieser Nacht viele von uns über den Fluss setzten und auch guten Lohn dafür erhalten!“
Der Fährmann ging zu seinen Rachen und nahm die Ruderstange zur Hand. Um Mitternacht regte und bewegte es sich vom Burgberg her der Fähre zu, voran das Männlein, das den Schiffer bestellt hatte. „Halt das Schiff recht fest am Lande“, rief es ihm zu, „wir steigen jetzt ein.“ Da geschah ein Rauschen und Flüstern vom Lande zum Schiffe heran und ein Trappeln und Drängen im Rachen und ein unruhiges Bewegen, so dass der Kahn tief in den Fluss hineinging. Aber der Fährmann sah niemand als das bewusste Männchen. „Ei“, rief er aus, „was fahre ich für sonderbare Leute?“ Da sprang das Männchen zu ihm hin, machte mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis und ließ den Schiffer hindurchsehen. Doch wie erstaunte dieser, als er jetzt sein Schiff ganz gedrängt voll kleiner Leute sah, schwer beladen mit Gepäck und zum Teil reitend auf kleine n Ziegen. Glücklich langte er am rechten Ufer an und die Masse trappelte unruhig und einer den anderen schiebend zum Schiffe hinaus. Dem Fährmann aber, der seinen Hut hinhielt, warf jeder etwas hinein. Er fuhr zurück und freute sich, dass sein Hut recht schwer geworden war. Als er aber hineinblickte, um zu sehen, was er bekommen, da waren es lauter Kieselsteinchen. Unwillig schüttete er sie ins Wasser und erzählte zu Hause seiner Frau, was ihm begegnet war. Wie er diese bei Lichte besieht, siehe, da sinds Goldstücke. Er eilte zwar schnell an die Stelle, wo er die anderen Steine ins Wasser geworfen hatte. Doch fand sich von ihnen keine Spur mehr.