06/07/2024
Gestern bin ich auf das Problem gestoßen, dass ich gerne geschlechtsneutrale Personalpronomen beim Schreiben verwenden wollte und nicht wusste, welche ich benutzen soll. In der deutschen Sprache ist das bisher nicht festgelegt.
Eine nächtliche Internetrecherche später, stieß ich auf gleich mehrere Alternativen und war trotzdem nicht schlauer, was ich benutzen sollte.
Recht schnell wurde ich auf „xier“ aufmerksam, das ich bereits in anderen Büchern gesehen habe und scheinbar eine der ersten Optionen war, die es im Deutschen gab. Das X am Anfang ist jedoch für uns nicht allzu leicht auszusprechen und wirkt recht fremd, weshalb später die Alternative „sier“ vorgeschlagen wurde, was eine Mischung aus „er“ und „sie“ ist. Allerdings gibt es dort Stimmen, die anmerken, dass es doch mehr nach „sie“ klingt und einen weiblichen Bezug vermuten lässt.
Bei weiteren Suchen stieß ich dann auf „dey“, was vom englischen „they“ hergeleitet wird. Diese Option habe ich vor kurzem in der Autorenvita eines Romans gesehen und wiedererkannt. Allerdings klingt dieses Wort manchen Deutschen wohl zu englisch und zu ähnlich zu „denen“.
Schließlich führten meine Recherchen mich auf die Website vom Verein für Geschlechtsneutrales Deutsch e.V., die einen Vorschlag erläutern, den ich noch nie gehört habe: das Pronomen „en“. Die Erläuterungen waren gut, basieren auf Umfragen und wurden vor nur wenigen Jahren auf einem österreichischen LGBTIQA+-Kongress entwickelt. In der Praxis habe ich dieses Pronomen jedoch noch nie gehört und weiß nicht, wie sehr es sich seitdem etablieren konnte.
Meinem Verständnis nach, wird es in Deutschland so gehandhabt, dass nonbinäre Personen, sich aussuchen mit welchem Pronom sie angesprochen werden möchten. Nur weiß ich dadurch leider trotzdem nicht, welches Pronomen ich beim Schreiben eines Textes mit fiktiven Personen am besten verwenden soll. Aus diesem Grund wäre ich sehr interessiert zu erfahren, was ihr zu den Pronomen zu sagen habt.
- Jeannina (Social Media Beauftragte und Texterin des BüGD e.V.)
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