30/08/2026
Sonntag, kurz nach 10 Uhr in Mainz, bin ich auf dem Parkplatz von ZDF angekommen. Im Schlepptau noch meine beste Freundin aus der Nähe von Karlsruhe, die fast zeitgleich eintrudelte.
ZDF Fernsehgarten, puh. Da werden Viele von euch wahrscheinlich die Augen verdrehen. Wie passen Rockmusik und der Fernsehgarten zusammen? Eigentlich ganz gut muss ich sagen.
Es war tatsächlich nicht mein erster “Rock im Garten”. 2024 waren wir beide an gleicher Stelle, auch mit KD und einem ganz kurzen Auftritt von “Queen of the Night”, weil die Jungs danach direkt zum Flughafen hetzen mussten, um abends noch eine Show in Portugal zu spielen. Aber nichtsdestotrotz hat sich auch da die Gelegenheit ergeben, mit allen (bis auf Steffen, der den Jungs Druck gemacht
hatte) noch ein paar kurze Worte zu wechseln und ein schnelles Foto im Vorbeigehen zu bekommen.
Das Ziel für dieses Jahr stand ganz klar fest: die Auftritte abrocken und noch einmal die wahrscheinlich letzte Gelegenheit nutzen, an Hannes dran zu kommen.
Nach dem Einlass schauten wir dann direkt wer, wann und wo spielen sollte. Im Fernsehgarten ist es so: es gibt Stehplätze, wo du dich frei auf dem Gelände bewegen kannst, oder Sitzplätze, die du aber während der gesamten Show nicht verlassen darfst. Sieht immerhin blöd im Live Fernsehen aus, wenn die halben Plätze leer sind…
Neben KD waren noch Gäste wie Bülent Ceylan, Nazareth, die finnische Band HOKKA mit dem ehemaligen BLIND CHANNEL Sänger, die Rock-Queen DORO, Angus McSix, Brother Firetribe, Evil Jared & Krogi (was für Chaoten, für mich eine totale Lachnummer von Anfang bis Ende) und der Symphonic-Metal-Band XANDRIA dabei.
KD sollten das Opening machen mit “I’ve got the fire” auf der Poolbühne. Da sind wir also direkt zum Pool, um uns noch gute Plätze zu ergattern. Das Gelände füllte sich nämlich gut 1 Stunde vor der Live-Show immer mehr mit Besuchern.
Meine Freundin fand den perfekten Platz auf einer kleinen Poolinsel, wenige Meter von der Bühne mit perfekter Sicht. Jetzt hieß es warten in der brütenden Hitze. Doch der “Einheizer” ließ nicht lange auf sich warten. Wichtig war natürlich, dass im Fernsehen gute Stimmung rüber kommt. Also wurde das Klatschen und Jubeln geübt. “Gesagt ist gesagt und gezeigt ist gezeigt”, jeder Zuschauer sollte sich also von seiner besten Seite zeigen, wenn die Kameras in der Nähe sind. Gelangweilte Blicke und lustlose Zuschauer will keiner sehen.
Eine alkoholfreie Erdbeerbowle später kam Andrea Kiewel auf die Bühne der Arena und begrüßte das Publikum. Wir schauten über einen Monitor vom Pool aus zu. Ein paar Worte, Dankesreden usw. später war es dann kurz vor 12 Uhr und die Jungs kamen auf die Bühne. Sebbes hat nochmal kurz geschaut, ob am Schlagzeug auch alles passt und das richtige Logo dran geklebt wurde. Stimmt alles! Ein kurzer Blick in die Runde von allen, ich wurde mit meinem KD-Fanshirt auch direkt erkannt, und los ging die Party. Alles Playback natürlich, aber egal. Eigentlich sieht es fast authentisch aus. Spaß hatten die Jungs und wir trotzdem.
Nach dem ersten Auftritt war dann ungefähr 1,5 Stunden Zeit, bis KD nochmal auf der Arena Bühne “Glory Days” spielen sollte. Der neue Song, das erste Mal vor Publikum.
Meine Freundin und ich machten dann, leider, einen entscheidenden Fehler und schauten uns das Sportfeld an, wo gerade weiter moderiert wurde. Was wir nicht wussten, dass die Jungs unmittelbar nach ihrem Auftritt in den abgesperrten Künstlerbereich gegangen sind, wo Fans sich Autogramme und Fotos holen und natürlich auch mit den Jungs quatschen konnten.
Wir liefen also NACH dem sportlichen Beitrag genau zu diesem Bereich, aber gerade als wir ankamen, waren die Jungs weg. Wir haben sie nur noch kurz ins Gebäude verschwinden sehen. Man haben wir uns geärgert! Das durfte doch nicht wahr sein! Wir hatten doch noch eine Mission…
Die nächste Stunde plätscherte so vor sich hin. Man hörte die Moderation und die anderen Bands im Hintergrund über Lautsprecher. Wir holten uns stattdessen noch etwas zu trinken und setzten uns in den Schatten.
Kurz vor dem zweiten Auftritt standen wir aber wieder parat im Künstlerbereich. Wir wussten nämlich von 2024, dass sie dort entlang laufen müssten, wenn sie in der Arena spielen. Vom Innenbereich außen am Publikum vorbei nach hinten zum Hintereingang der Arena. Vor dem Auftritt waren sie natürlich begleitet von Sicherheitsleuten, aber danach… Mal abwarten. Von dem Auftritt selbst hatten wir leider nur eine schlechte Sicht gehabt, weil wir zu weit von der Bühne entfernt standen.
Dafür hat es sich gelohnt zu warten: nach einigen Minuten kamen sie tatsächlich alleine wieder zurück gelaufen. Hannes blieb für ein paar Fanfotos zwischendrin stehen. Natürlich wollen alle zu ihm. Steffen, Jim und etwas dahinter Sebbes, sind mir dann sprichwörtlich in die A**e gelaufen, weswegen wir kurz ein paar Worte wechseln konnten. Jim erzählte dann, dass Ande noch krank sei und er deswegen leider nicht dabei sein konnte. Es kam zum Glück noch das heiß ersehnte Gruppenfoto zustande, Hannes hat direkt gesehen, dass er gebraucht wurde und kam schnellen Schrittes zu uns. Von Steffen und Sebbes konnte ich mir auch noch ein Autogramm holen, Jim und Hannes waren nach den Fotos leider direkt schon wieder weiter.
Das war er: Der “Rock im Garten” 2026. Trotz Playback, immer wieder besonders, weil man bei schönem Wetter eine gute Zeit hat und außerdem die Möglichkeit besteht, an die Bands etwas näher dran zu kommen. Ich freue mich sehr über das schöne Erinnerungsfoto, auch wenn Ande fehlte. Dafür lohnt sich auch mal der Weg zum sonntäglichen Fernsehgarten.
Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr wieder mit KD, dann mit neuer Sängerin oder neuem Sänger?!