04/05/2026
Was verbindet Patricia Kelly eigentlich mit der Kur und warum ist die Sängerin, Autorin und Unternehmerin die perfekte Rednerin für die Akteure aus Kur, Gesundheit, Tourismus, Wissenschaft und Politik?
Wer das Programm des 22. Hessischen Kurtages in Bad Wildungen gelesen hat, mag sich gewundert haben, denn so einfach lässt sich die Verbindung von Patrica Kelly und der Kur nicht herstellen. Doch die Künstlerin hat eine Geschichte zu erzählen und die hat sehr viel mit Entwicklung, mit Trends und eben mit der Kur zu tun.
„Die Kelly Family war niemals im Trend,“ lacht Patricia Kelly. „Wir sahen nicht so aus wie die anderen, wir sangen nicht wie die anderen. Wir haben den Trend gesetzt, weil wir so waren wie wir waren. Weil wir authentisch waren, bei uns geblieben sind.“ Ihr Blick auf sich ist dabei ebenso klar, wie auf das, was die Akteure der Kurorte leisten. „Menschen zu helfen, ist kein Beruf, sondern eine Berufung.“
Die Sehnsucht des Menschen zur Natur wird wieder stärker und ist das Gegenbild der technisierten Welt. Zeit, um zu lernen, was Natur auch nur in wenigen Sekunden für uns tun kann. Die tiefe Ruhe hallt nach, als Natur- und Yogatherapeutin Jessica Schmitz einlud, einen Tannenzapfen mit geschlossenen Augen zu erforschen.
Gesunder Schlaf lässt sich lernen, sagt die Schlafcoachin Nicole Pelzel und hat gleich Tipps parat, wie sich das Gedankenkarussell abschalten lässt. „Wer eine Abendroutine entwickelt, hat die besten Chancen auf einen erholsamen Schlaf."
Mit einer interdisziplinären Perspektive überzeugte Felix Strobl, Neurowissenschaftler und Rettungssanitäter. Es war kein Zufall, dass der ausgebildete Tenor seinen Beitrag singend begann. „Der menschliche Körper ist wie ein Musikinstrument,“ betonte er und ließ sein Publikum die verschiedenen Musikrichtungen ausprobieren.
Mit dem Vorurteil, dass die Kur ein Auslaufmodell ist, räumte Prof. Dr. Carsten Bartsch, MBA auf. Die Kur war schon immer ein durchdachtes Konzept von Bewegung, Ernährung, Regeneration, sozialer Verbindung und Natur.
Bad Wildungen wurde mit dem 22. Hessischen Kurtag erneut zum zentralen Treffpunkt für die Akteure aus Kur, Gesundheit, Tourismus, Wissenschaft und Politik. Bereits zur Eröffnung betonte Bürgermeister Ralf Gutheil, Vorsitzender des Hessischen Heilbäderverbandes die zunehmende Bedeutung von Kurorten als Orte der Prävention, Kuration und Regeneration. Knut John, Landesbeauftragter für ländliche Räume im Hessischen Wirtschaftsministerium, unterstrich die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz der Heilbäder und Kurorte in Hessen. Diese seien nicht nur Gesundheitsstandorte, sondern auch bedeutende Motoren für regionale Entwicklung, Beschäftigung und Lebensqualität im ländlichen Raum.
Moderiert wurde der 22. Hessische Kurtag von Almut Boller Die Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbandes nutzte die Chance und führte zahlreiche Interviews mit den Referenten und vor allem mit den Gästen.