Gründungsjahr:1908
Gründungsvorstand:
Hinrich Rüdebusch, Diedrich Blessen, Dietrich Oltmanns, Gerhard und Friedrich Luks, Georg Vogts
Mitglieder am 01.01.2000:172
Aktueller Vorstand:
1. Vorsitzender Lars Koring
2. Vorsitzender Jan-Gerd Heibült
Schriftführer Frank Hiljegerdes
Kassenführer Petra Hinrichs
Anhand der Vereinsunterlagen können wir erfahren, dass bereits vor Vereinsgründung mehrere
Wettkämpfe im Klootschießen zwischen Hollwege und seinen Nachbardörfern stattgefunden haben. Von einem solchen Wettkampf, der im Jahr 1897 zwischen Hollwege und Halstrup ausgetragen wurde, berichtete z. B. der Gastwirt D. Oltmanns. Zu den besten Werfern gehörte damals Heinrich Oltmanns und Opa Brunken (Klockgeter Vadder), die immerhin ihre 70 Meter warfen. Zur eigentlichen Gründung kam es am 22. März 1908 in Oltmanns Gasthaus. 30 Anwesende haben sich auf der Gründungsversammlung gleich als Mitglied eintragen lassen. Der Beitrag war pro Quartal 25 Pfennige und 50 Pfennige für die Aufnahme. Zum Einzugsgebiet des K.B.V. Hollwege zählte die Schulacht Hollwege, die nicht nur aus dem Dorf selbst bestand, sondern auch noch aus den Dörfern Hollwegerfeld, Felde und Moorburg. Folgende Männer der ersten Stunde : Hinrich Rüdebusch, Diedrich Blessen, Diedrich Oltmanns, Dietrich Willers jun., Friedrich Wachtendorf, Diedrich Lohmeyer, Gerhard und Friedrich Luks, Georg Vogts und Diedrich Willers. Während des ersten Weltkrieges ruhten die Aktivitäten des Vereines, die erst 1920 wieder aufgenommen wurden. Bis auf Teilnahme an einigen Wettkämpfen und organisierten Sommerfesten gibt es aus der Zeit zwischen den Weltkriegen nicht viel zu berichten. Das mag sicherlich daran liegen, dass die Leute durch die damalige wirtschaftliche und politische Lage an der Ausübung des Sportes gehindert wurden. Zur Neugründung fand man sich am 05. März 1946 im Gasthof Heinemann zusammen. In den Vorstand wurden gewählt als 1. Vorsitzender Karl Büsing, als Schriftführer Hermann Bruns und als Kassenwart Heinz Heinemann. Die erste Großveranstaltung führte unser Verein am 10. und 11. Juni 1950 mit dem 3. Kreistreffen des Kreisverbandes Ammerland durch. 16 Vereine nahmen hieran teil. Eine nach heutigen Maßstäben fast unvorstellbare Menge von 1800 Karten wurden damals verkauft, die auf 16 Bahnen ausgeworfen wurden. Es war eine Leistung des Vereines, die ohne die Unterstützung der ganzen Dorfbevölkerung nicht durchzuführen gewesen wäre. Getrübt wurde das erfolgreiche Fest durch den tragischen Todesfall des Boßelkameraden Friedrich Grimm aus Torsholt während des Werfens. Zu seinen Ehren richtete der Kreisverband auf den folgenden Kreistreffen eine Friedrich-Grimm-Gedächtnisbahn ein. Weitere ebenso erfolgreiche Kreisboßelfeste richtete der KBV Hollwege am 18. und 19. Mai 1968, am 27. und 28. Mai 1978 und am 28. und 29. Mai 1988 durch. Auch bei diesen Veranstaltungen hat der Verein seinerzeit große Hilfe von der Dorfbevölkerung erfahren, auf die wir auch für zukünftige derart große Feste angewiesen sein werden. Sportliche Krisenjahre hatte der Verein laut den Jahresberichten in den 50er- und 60er-Jahrenzu durchstehen. Besonders 1960 schien die Existenz des Vereines auf dem Spiel zu stehen. Um einen Ausweg aus dem Dilemma zu finden, bildete man in den Jahren 1958 – 1971 eine Werfergemeinschaft mit dem Boßelerverein aus Halstrup. Zu einem in Erwägung gezogenen Zusammenschluß kam es allerdings nicht. Durch die Einführung von alljährlichen Vereinsmeisterschaften ab dem Jahre 1965 versuchte der Verein, wieder mehr Werfer an sich zu binden. Wobei auch der Jugendarbeit eine immer größer werdende Bedeutung zugemessen wurde, die sich dann auch durch überregionale Erfolge bezahlt gemacht hat. War das Boßeln jahrzehntelang nur eine reine Männersache, änderte sich dies ab dem Jahr 1974, als auch die Frauen in Hollwege das Herz für den Heimatsport entdeckten. Durch die eingeführten Rundenwettkämpfe 1971 für die Jugend und 1974 für die Männer, gerieten die vereinsintern angesetzten Freundschaftswettkämpfe immer mehr ins Hintertreffen. Auch das schon seit 1952 bestehende Freundschaftswerfen gegen den Verein aus Vielstedt/Hude leidet darunter. Die aktive Teilnehmerzahl nimmt deswegen kontinuierlich immer weiter ab. Nach jahrelanger Mitgliedschaft unserer ersten Herrenmannschaft in der 1. Kreisliga und 1. Kreisklasse, gelang es ihr in der Saison 1997/98 in die Bezirksklasse. Süd/Ost aufzusteigen. Hier konnte sie sich sehr gut behaupten und schaffte sogar in der Saison 1999/2000 den Aufstieg in die Bezirksliga Süd/Ost. Leider genau entgegen diesem erfolgreichen Trend, verläuft die Geschichte unserer zweiten Herrenmannschaft. Nachdem sie ihren Höhepunkt in der Saison 1990/91 mit dem 2. Tabellenplatz in der 3. Kreisklasse erreicht hatte, nahm die Mannschaftsstärke nach und nach immer weiter ab, so daß sie in der Saison 1999/2000 in der 6.Kreisklasse den Spielbetrieb abbrechen mußte. Für die kommende Saison wird nun versucht neue bzw. ehemalige Werfer zu aktivieren, um die Mannschaft wieder an den Start schicken zu können, da auf Dauer ohne eine zweite auch eine erste Mannschaft gefährdet wird. Diese Talsohle haben unsere Frauen bereits durchschritten. Nachdem unsere zweite Frauenmannschaft 1986 aufgelöst wurde, stieg die erste Mannschaft nach der Saison 1986/87 von der Kreisliga in die 1.Kreisklasse ab. Dort wurde sie nach einjähriger Zugehörigkeit gleich in die 2.Kreisklasse weiter gereicht. Hier verharrten sie 3 Jahre, von denen sie 2 Jahre die Klasse eindeutig dominierten. Durch den Zugang einiger Werferinnen konnte man den erreichten Aufstiegsplatz in die 1.Kreisklasse in der Saison 1991/92 in Anspruch nehmen. Hier gelang ihnen gleich der Durchmarsch in die Kreisliga, in der sie sich 2 Jahre mit Mühe halten konnten. Nach der Zusammenlegung der Spielbetriebe der Kreisverbände Waterkant und Ammerland wurden die Frauen 1994/95 in die neugeschaffene 2.Kreisliga eingestuft, aus der sie 1995/96 in die 1.Kreisliga aufstiegen. Der Aufwärtstrend ging auch hier weiter, der 1998/99 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga Süd/Ost endete. Nach einjährigem Gastspiel gehen sie den Weg wieder zurück in die 1.Kreisliga, in der sie in der Saison 2000/2001 sicher wieder eine gute Rolle einnehmen werden. Unser seit dem 24. Februar 1992 eingetragener und steuerlich gemeinnütziger Verein hat zur Zeit insgesamt 171 Mitglieder, davon sind 60 Aktive-, 108 Passive und 3 Ehrenmitglieder. Die aktiven Mitglieder unterteilen sich in 32 Männer- und Jugendwerfer, 18 Frauen- und Jugendwerferinnen sowie in 10 Schüler- und Schülerinnen.
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Vorsitzende seit 1908:
1908 bis 1909 Hinrich Rüdebusch
1909 bis 1920 Karl Heinemann
1920 bis 1946 Dietrich Luks
1946 bis 1948 Karl Büsing
1948 bis 1953 Wilhelm Süsens
1953 bis 1955 Fritz Oltmanns
1955 bis 1971 Hinrich Frerichs
1971 bis 1990 Gerd Heibült
1990 bis 1998 Rolf Janssen
1998 bis 2000 Frede Hupens
2000 bis 2005 Heinz Hobbensiefken
2005 bis 2011 Fredo Hupens
2011 bis 2022 Fredo Heibült
seit 2023 Lars Koring