01/06/2026
Sobald das Wetter jetzt trockener wird, ist das unser "Feind" der nächsten Monate - Grannen!!
Zu nennen ist hier vor allem die Mäusegerste!
Aber auch andere Gras-/Getreidesorten können mit ihren reifen Samenständen Probleme verursachen.
Der Sinn dieser Grannen ist es die Samen der Gräser durch das Anhaften im Fell von Tieren zu verbreiten. Grannen haben feine Widerhaken und bleiben im Vorbeistreifen nicht nur im Fell unserer Hunde hängen.
Wenn alles gut geht, fallen die Grannen nach kurzer Zeit wieder ab und sorgen so für die Verbreitung ihrer Art.
Wirklich gefährlich wird es aber für unsere Hunde durch auch kleinste Filzstellen im Fell!
Ob an den Geschlechtsteilen, oder im Zwischenzehenbereich - wenn so eine Granne in Kontakt zu auch nur leicht verfilztem Fell kommt, geht es nur noch in eine Richtung - ins Fleisch des Hundes hinein.
Durch die Bewegungen des Hundes und die Widerhaken der Granne klettert die Granne in den Verfilzungen hoch, wie an einer Leiter.
Wenn keine Verfilzungen vorhanden sind, passiert das kaum. Dann fehlen der Leiter quasi die Querstreben.
Ähnlich gefährlich können aber auch eng anliegende, dauerhaft getragene Halsbänder, Geschirre und "Kleidungsstücke" sein.
Auch da können sich Grannen zB zwischen Halsband und Haut schieben.
Eine weitere Gefahr birgt das Laufen durch reife Gräser jeder Art. Trockene Grannen lösen sich durch den Kontakt und werden mit der Bewegung hoch geschleudert. Landen könnten sie dann in den Ohren, in den Augen, oder sie werden eingeatmet.
Was kann man tun?
Grannen in Ohren, Augen oder Atemwegen verursachen augenblicklich starke Beschwerden und machen einen umgehenden Tierarztbesuch nötig. So kann zB eine Granne in den Ohren durch das unablässige Kopfschütteln des Hundes auch das Trommelfell verletzen und ins Innenohr vordringen.
Um solche Notfälle zu vermeiden, sollte man das Laufen durch reife Samenstände, zB auch an Feldrändern, möglichst meiden und vielleicht Spaziergänge im Wald bevorzugen.
Aber nicht allen Grannen kann man so entgehen. Im Sommer reift Mäusegerste auch in städtischer Umgebung an jeder Ecke.
Nur das akribische Auskämmen des Fells mit der Entfernung aller Filzstellen, die regelmäßige Kontrolle und das Vermeiden besonders grannenreicher Wege können helfen die unschöne Erfahrung einer operativen Entfernung von Grannen zu vermeiden.
Hat es Euch auch schon einmal getroffen?
Was sind Eure Tipps?