26/05/2026
Lebensqualität ist mehr als Gewerbeflächen: Was die neue Studie über Werne verrät
Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft hat mehr als 10.800 Städte und Gemeinden in Deutschland untersucht. Das Ergebnis für Werne kann sich sehen lassen:
Werne gehört bei der DASEINS-VORSORGE zu den besten 2 Prozent Deutschlands! Genau gesagt liegt Werne auf Platz 223 von 10.817 Kommunen bundesweit!
📚 Bildung: Platz 1.663
🏥 Gesundheit: Platz 972
🚌 Mobilität: Platz 952
💻 Digitalisierung: Platz 3.456
🎭 Freizeit: Platz 343
Ein Grund, sich zurückzulehnen?
Objektiv betrachtet lebt es sich in Werne also ziemlich gut. Und viele Menschen in Deutschland würden sich über eine vergleichbare Versorgung mit Ärzten, Schulen, Freizeitangeboten oder Verkehrsanbindungen freuen.
Besonders bemerkenswert ist hierbei Wernes Platz 343 bei den Freizeitangeboten. Damit gehört die Stadt bundesweit (noch!!) zur Spitzengruppe!
Doch hier kommt auch eine überraschende Erkenntnis der Studie, die zeigt, das subjektives Erleben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf Zufriedenheit (und letztlich das Wahlverhalten) der Bürger nimmt.
Sie zeigt indirekt, wie wichtig den Menschen Lebensqualität jenseits von Arbeit und Infrastruktur ist. Sie wollen nicht nur wohnen und einkaufen; sie wollen sich begegnen, erholen, Kultur erleben und Natur genießen. Gerade diese Faktoren machen eine Stadt lebenswert und tragen dazu bei, dass Menschen sich mit ihrer Heimat identifizieren.
Für die Zufriedenheit der Menschen ist nicht allein entscheidend, wie gut die tatsächliche Versorgung ist. Viel wichtiger ist oft das subjektive Empfinden.
Fühlen sich Menschen gehört? Werden sie frühzeitig beteiligt?
Sind Entscheidungen nachvollziehbar?
Haben sie das Gefühl, dass ihre Anliegen ernst genommen werden?
Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass politische Unzufriedenheit häufig aus dem Eindruck entsteht, dass Politik an den Menschen vorbeigeht.
Wer sich nicht beteiligt fühlt, verliert Vertrauen, auch dann, wenn -wie die Studie zeigt- die Versorgung vor Ort eigentlich ganz gut ist.
Das sollte für die Politik im Werner Stadthaus ein wichtiger Denkanstoß sein!
Denn Lebensqualität besteht nicht nur aus Straßen, immer mehr Gewerbeflächen, "Bauturbos", Versiegelung "auf Teufel komm raus" und Statistiken.
Sie besteht auch aus Bäumen 🌳 , Grünflächen, Artenvielfalt 🦋, Naherholung, Schatten an heißen Sommertagen, funktionierenden Trinkwasserbrunnen in der Stadt, sicheren Radwegen 🚲 , Begegnungsorten und dem Gefühl, in einer Stadt zu leben, die sich gemeinsam mit ihren Bürgerinnen und Bürgern entwickelt.
Gerade weil Werne heute gut dasteht, sollten wir sorgfältig überlegen, wie wir unsere Zukunft gestalten.
Die entscheidende Frage lautet dabei nicht:
„Wie viel Wachstum ist noch möglich?“
Sondern: „Wie erhalten wir die Lebensqualität, die Werne heute zu einer der bestversorgten Städte Deutschlands macht?“
Die BIN ist überzeugt: Wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz sind keine Gegensätze. Eine zukunftsfähige Stadt braucht beides, aber ebenso braucht es Transparenz, Bürgerbeteiligung und den Mut, langfristig zu denken.
Am Ende entscheidet nicht allein die Statistik darüber, ob Menschen zufrieden sind. Entscheidend ist das Gefühl, Teil der Entscheidungen zu sein, die die eigene Heimat verändern.
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Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote?