05/03/2026
Dringende Türöffnung! ...oder doch besser das Fenster?
„Dringende Türöffnung“ ist für Feuerwehren keine ungewöhnliche Einsatzmeldung. Die Gründe sind üblicherweise medizinische Notfälle, hilflose Personen hinter einer verschlossenen Tür oder Kleinkinder, die sich aus Versehen eingeschlossen haben. Das Öffnen verschlossener Türen stand deswegen jüngst mal wieder auf dem Weltersburger Übungsplan. Wehrführer Gerd Holzbach, der eigens hierfür eine sehr stabile Übungstür gebaut und sein Stellvertreter Markus Dasbach stellten gleich zu Beginn die Frage in den Raum, ob es denn wirklich immer die Tür sein muss. Es gibt oft viel einfachere Wege in Haus oder Wohnung zu kommen. Über die Antwort auf diese Frage entscheidet vor allem die Dringlichkeit. Wenn Minuten oder gar Sekunden über Leben oder Gesundheit entscheiden, dann ist am Ende doch „Gewalt“ eine Lösung. Dann muss eine Tür oder ein Fenster auch einfach mal zerstört werden. Wenn aber die Zeit dafür ist, lohnt sich eine ordentliche Erkundung allemal. Denn während sich alle auf die Haustür stürzen, gibt es vielleicht an anderer Stelle ein offenes Garagentor, eine kaum gesicherte Kellertür oder ein gekipptes Fenster. Alles reale Begebenheiten, die uns in den letzten Jahren einen zerstörungsfreien Zugang zu Patientenwohnungen ermöglichten. Auch der Schlüssel beim Nachbarn kann eine Lösung sein, an die in der ersten Aufregung niemand denkt. Sollte das alles nicht helfen, verfügt die Weltersburger Feuerwehr aber über die nötigen Hilfsmittel und, dank der regelmäßigen Übungen, auch über das notwendige Wissen, um dennoch hineinzukommen. Dabei immer bemüht, den Schaden so gering wie möglich zu halten.