30/05/2026
Stellungnahme der SV Weidach zum Parkplatz-Streit
Liebe Mitglieder, liebe Nachbarn, liebe Freunde der SV Weidach,
in den vergangenen Tagen ist viel über unseren Verein berichtet worden und wir möchten die Gelegenheit nutzen, unsere Sicht der Dinge transparent darzulegen.
Seit Jahren stellen wir unseren Privatparkplatz der Öffentlichkeit zur Verfügung: für Vereinsmitglieder, Besucher der umliegenden Einrichtungen, Spaziergänger und Wanderer. Nie gab es ein Tor, nie einen Zaun. Die Reinigung der Straße vom unvermeidlichen Splitt blieb dabei stets an uns hängen.
Als daher im Gemeinderat angeregt wurde, die ohnehin in der Nähe eingesetzte Kehrmaschine auch vor unserem Sportheim vorbeizuschicken, war das kein Sonderrecht, das wir einfordern wollten, sondern eine faire Bitte angesichts einer Nutzung, von der die gesamte Nachbarschaft profitiert. Die Ablehnung mit der Begründung, keinen Präzedenzfall schaffen zu wollen, nehmen wir zur Kenntnis, auch wenn wir sie für nicht vollständig durchdacht halten: Wir würden uns wünschen, dass zunächst geprüft wird, ob die Kehrmaschine andernorts möglicherweise bereits auf Flächen tätig ist, die nicht in alleiniger gemeindlicher Verantwortung liegen.
Was uns hingegen überrascht hat: die Aufstellung von Halteverbotsschildern entlang der Zufahrtsstraße. Dass dieser Schritt als „reiner Verwaltungsakt” bezeichnet wird, mag formal stimmen. Er kommt für viele Betroffene dennoch zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt und verschärft die Situation, anstatt sie zu entschärfen. Wer keinen Parkplatz mehr findet und nun auch nicht mehr halten darf, wird das nicht als Lösung empfinden.
Was uns dabei besonders beschäftigt: Als die Presse beim Rathaus nachgefragt hat, wer zu dieser Maßnahme offiziell Stellung nehmen kann, blieb die Antwort aus. Bürgermeister Steinfelder ist im Urlaub, das ist sein gutes Recht. Aber eine Mail an die Verwaltung bleibt unbeantwortet, die Bauverwaltung schweigt und der amtierende Stellvertreter äußert sich nicht. Am Ende war es der 3. Bürgermeister Christian Koch, der sich zu Wort gemeldet hat, ausdrücklich nur als Privatperson und Anwohner, nicht als Amtsträger.
Unser Vorsitzender Heinz Troschitz hat den Parkplatz inzwischen wieder geöffnet und sucht aktiv nach einer dauerhaften Lösung, ohne Absperrbänder, ohne Konfrontation. Das ist der Geist, in dem dieser Verein arbeitet, und das soll auch so bleiben.
Wir glauben an konstruktiven Dialog und an den Zusammenhalt in unserer Gemeinschaft. Unsere Tür und unser Parkplatz stehen offen.
Euere SV Weidach Vorstandschaft
(NP+: https://www.np-coburg.de/inhalt.parkplatz-streit-ein-friedensangebot-aus-weidach.6eb77809-345e-4d62-8432-ff74abd9170b.html)
In Weidach sorgt der Parkplatz-Streit für Ärger. SV-Vorsitzender Heinz Troschitz setzt nun auf einen Besen als Friedensangebot ein. Entspannt sich die Lage?