Weilburg

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Weilburg TV ist ein freier lokaler Fernsehsender und berichtet über das Leben im ehemaligen Oberlahnkreis, deren Kreisstadt Weilburg war. Weilburg ist mit rund 13.000 Einwohnern nach Limburg an der Lahn und Bad Camberg die drittgrößte Stadt im Landkreis Limburg-Weilburg. Die Stadt Weilburg war jahrhundertelang Residenz eines dem Haus Nassau

entstammenden Adelsgeschlechts. Die Regenten von Nassau-Weilburg errichteten dort das das heutige Stadtbild prägende Schloss mit angegliederter Parkanlage. In der Fürstengruft in der Schlosskirche befindet sich die Grablege einiger Angehöriger des Herrscherhauses.

10/06/2026

80 Jahre nach der Vertreibung: Begegnung der Generationen in Weilburg - ein Bericht von Sabine Gorenflo DJV - Vor 80 Jahren verloren Hunderte deutschstämmige Familien aus dem ungarischen Dorf Györsövényház, deutsch Plankenhausen, ihre Heimat. Aus Anlass des 80. Jahrestages ihrer Ankunft in Weilburg trafen sich nun ehemalige Vertriebene, deren Kinder und Enkel sowie Gäste aus Ungarn zu einer bewegenden Gedenkveranstaltung in der Lahnstadt.
Organisator Johann Geigl zeigte sich erfreut über die große Zahl der Teilnehmenden. Besonders begrüßte er die Delegation aus der ehemaligen Heimatgemeinde. Der heutige Bürgermeister von Györsövényház Imre Hokstok sowie sein Stellvertreter waren eigens aus Ungarn angereist, um gemeinsam mit den Nachfahren der Vertriebenen an die Ereignisse des Jahres 1946 zu erinnern und die gewachsenen Verbindungen zwischen alter und neuer Heimat zu würdigen. Hokstok Imre pflegt seit Jahren Kontakte zu den Nachkommen der nach dem Zweiten Weltkrieg vertriebenen Deutschen, von denen viele im Raum Weilburg leben.
Die Geschichte der Plankenhäuser Ungarndeutschen gehört zu den vielen tragischen Folgen des Zweiten Weltkriegs. Nach den politischen Entscheidungen der Nachkriegszeit wurden Hunderttausende Deutsche aus Ungarn zwangsausgesiedelt. Allein aus Györsövényház mussten 521 Menschen, darunter 86 Familien, ihre Heimat verlassen. Sie durften nur wenig persönliches Eigentum mitnehmen. Die Reise erfolgte unter schwierigen Bedingungen in Güter- beziehungsweise Viehwaggons. Die Menschen verloren nicht nur Haus und Hof, sondern auch ihre gewohnte Lebenswelt und oft den Kontakt zu Angehörigen.
Am 6. Juni 1946 erreichten die 521 Ungarndeutschen aus Györsövényház den Bahnhof Weilburg. Von dort wurden sie zunächst in die Durchgangslager Weilmünster und Villmar gebracht. Anschließend erfolgte die Verteilung auf die damaligen Kreise Oberlahn und Limburg. Für die Betroffenen begann damit ein völlig neuer Lebensabschnitt in einer vom Krieg gezeichneten Region, die selbst mit Wohnungsnot und Versorgungsproblemen zu kämpfen hatte. Dennoch gelang es, sich eine neue Existenz aufzubauen und ihre kulturellen Wurzeln zu bewahren.
Györsövényház liegt etwa 15 Kilometer westlich von Győr im Nordwesten Ungarns. Das Dorf war über Jahrhunderte stark von deutschsprachigen Siedlern geprägt, deren Vorfahren nach den Türkenkriegen in die Region gekommen waren. Noch vor dem Zweiten Weltkrieg bekannten sich mehr als 900 Einwohner des Ortes zur deutschen Sprache oder deutschen Volkszugehörigkeit. Die Vertreibung veränderte die Bevölkerungsstruktur des Dorfes dauerhaft. Heute erinnern Denkmäler und zweisprachige Ortsschilder an die deutsche Vergangenheit der Gemeinde und an das Schicksal der Vertriebenen.
Die Begegnung in Weilburg zeigte, dass die Erinnerung an Flucht und Vertreibung auch nach acht Jahrzehnten lebendig geblieben ist. Viele der Zeitzeugen leben nicht mehr. Umso wichtiger wird die Rolle ihrer Kinder und Enkel, die die Familiengeschichten bewahren und weitergeben. Die Anwesenheit der Vertreter aus Györsövényház machte deutlich, dass aus der einstigen Trennung längst eine Brücke zwischen Deutschland und Ungarn geworden ist.
Das Gedenken an die Ankunft der Vertriebenen ist deshalb nicht nur ein Blick zurück auf Leid und Verlust. Es ist zugleich ein Zeichen der Versöhnung und der gemeinsamen Verantwortung, die Erinnerung an die Folgen von Krieg, Vertreibung und Zwangsumsiedlung wachzuhalten. Achtzig Jahre nach ihrer Ankunft in Weilburg stehen die ehemaligen Plankenhäuser und ihre Nachkommen für eine Geschichte, die Teil der regionalen und europäischen Erinnerungskultur geworden ist.

08/06/2026

Kunst, Kultur und Begegnung am Weilburger Marktplatz - Bericht Sabine Gorenflo DJV -
Vernissage zur Ausstellung „Im Bilde“ von Anni Winter-Wettich im Künstlerforum 24 Weilburg
Mit einer sehr gut besuchten Vernissage wurde die Ausstellung „Im Bilde“ der Künstlerin Anni Winter-Wettich in den Räumen des Künstlerforums 24 Weilburg eröffnet. Zahlreiche kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, die vielfältigen Werke der Künstlerin erstmals zu entdecken und mit ihr ins Gespräch zu kommen.
Die Ausstellung ist in den Ausstellungsräumen des Künstlerforums 24 am Marktplatz 1, Ecke Langgasse, im ehemaligen Blumen-Weil-Geschäft im Gebäude der städtischen Tourist-Info zu sehen. Die präsentierten Arbeiten zeigen die kreative Bandbreite der Künstlerin und laden dazu ein, sich auf unterschiedliche Perspektiven, Stimmungen und Bildwelten einzulassen. Sämtliche ausgestellten Werke können nicht nur besichtigt, sondern auch erworben werden.
Zur Eröffnung begrüßte das Künstlerforum 24 zahlreiche Gäste, darunter auch den Weilburger Bürgermeister. In seinem Grußwort dankte er dem Künstlerforum 24 sowie allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern für ihr Engagement. Er hob hervor, dass es gelungen sei, einen ehemaligen Leerstand in einem inzwischen städtischen Gebäude mit Kunst, Kultur und Leben zu füllen. Das Forum habe damit einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Innenstadt und zur kulturellen Vielfalt in Weilburg geleistet.
Die Ausstellung „Im Bilde“ ist noch bis zum 3. Juli 2026 geöffnet. Besucherinnen und Besucher haben jeweils freitags, samstags und sonntags von 16 bis 19 Uhr Gelegenheit, die Werke von Anni Winter-Wettich in entspannter Atmosphäre zu betrachten. Die Künstlerin freut sich auf zahlreiche Gäste und interessante Begegnungen während der Ausstellungsdauer.

04/06/2026

In Weilburg und Umgebung gibt es gleich mehrere Neuigkeiten.
Ein Bericht von Sabine Gorenflo DJV - Für mehr Sicherheit in den beiden städtischen Parkhäusern wurden jetzt neue Videoüberwachungsanlagen installiert. Die bisherigen Systeme im Parkhaus Innenstadt aus dem Jahr 2012 und im Parkhaus Rathaus aus dem Jahr 2015 entsprachen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Die Betriebssysteme waren veraltet und konnten nicht länger mit Sicherheitsupdates versorgt werden. Besonders für das Parkhaus Rathaus bestand zudem der Wunsch, die Überwachung auszuweiten und zusätzliche Bereiche wie das Treppenhaus und die einzelnen Ebenen besser abzudecken. Die neuen Anlagen verfügen über moderne 4K-Kameras mit Nachtsichtfunktion und liefern dadurch eine deutlich verbesserte Bildqualität. Insgesamt wurden 50 Kameras installiert – 20 im Parkhaus Rathaus und 30 im Parkhaus Innenstadt. Bei einem Pressetermin informierte Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch über die neue, datenschutzkonforme Überwachungstechnik.
Auch bei den Polleranlagen in der Innenstadt gibt es Verbesserungen. Die automatischen Sperren, die zu bestimmten Zeiten die Zufahrt zum Marktplatz regeln, waren in der Vergangenheit mehrfach ausgefallen. Ursache waren häufig Beschädigungen durch Fahrzeuge. Besonders betroffen war die Anlage in der Marktstraße. Mit neuen Pollern soll dieses Problem nun der Vergangenheit angehören. Die moderne Technik erkennt Fahrzeuge bereits in einem Umkreis von fünf Metern per Radar und schützt die Anlage so vor Kollisionen. Zudem reagieren die neuen Poller schneller beim Ein- und Ausfahren. Die beiden neuen Anlagen wurden nun der Presse vorgestellt.
Eine weitere positive Nachricht gibt es vom Marktplatz. Nachdem das ehemalige Löwencafé mehr als ein Jahr lang ohne Pächter geblieben war, ist dort wieder Leben eingekehrt. Am 1. Juni eröffnete Elena Wolf ihr neues Wolkencafé und erfüllte sich damit einen lang gehegten Traum. Die 29-jährige gelernte Hotelfachfrau aus Weilburg bietet ihren Gästen eine große Auswahl an Kaffeespezialitäten sowie Aperol, Lillet, Bier und Weizenbier. Auch das kulinarische Angebot sorgt für Abwechslung und lädt zum Verweilen auf dem Marktplatz ein.
Kommen wir nun zu den aktuellen Veranstaltungstipps.
Am Freitag, den 5. Juni, starten die Weilburger Schlosskonzerte in die neue Saison. Zum Auftakt erwartet die Besucher das renommierte hr-Sinfonieorchester mit einem abwechslungsreichen und energiegeladenen Eröffnungsprogramm. Damit ist der Startschuss für den diesjährigen Festspielsommer gefallen.
Zum Tag der offenen Tür lädt die Technikakademie Weilburg am Samstag, den 13. Juni, von 11 bis 15 Uhr ein. Besucher erhalten spannende Einblicke in die Ausbildungs- und Studienangebote sowie in die moderne technische Ausstattung der Einrichtung.
Am selben Abend wird beim Windhoffest wieder gemeinsam gefeiert. Musik, Geselligkeit und gute Stimmung stehen dabei auf dem Programm.
Eine feste Größe im Veranstaltungskalender ist auch das Kubacher Brunnenfest. Es findet am Samstag, den 20. Juni, ab 12 Uhr statt. Für Kinder gibt es zahlreiche Attraktionen wie Hüpfburg, Wurfbude, Ponyreiten, Kinderschminken, Torwandschießen und Bobbycar-Rennen. Ein besonderer Höhepunkt ist das Feuerwehrpulling, das um 17 Uhr beginnt.
Am 27. und 28. Juni lädt der Schlossgarten Weilburg zum Kleinen Fürstlichen Gartenfest ein. Besucher können die Welt historischer Gärten entdecken, durch die Anlage spazieren und an den Ständen der Schlossgärtnerei selbst gezogene Stauden und Kräuter erwerben. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffee, Kuchen und weiteren Köstlichkeiten ebenfalls gesorgt. Am Sonntag steht zudem der Aktionstag „Wissen wächst im Garten“ auf dem Programm. Dabei werden Themen wie Klimawandel, Biodiversität und Nachhaltigkeit auf unterhaltsame und spielerische Weise vermittelt.
Weitere Veranstaltungen und Termine finden Sie auf den Internetseiten der Stadt Weilburg und bei Oberlahn.de.

03/06/2026

Das neue Rathaus von Weilmünster steht kurz vor der Fertigstellung
Ein Bericht von Sabine Gorenflo DJV - Nach mehreren Jahren Planung und Bauzeit steht das neue Rathaus des Marktfleckens Weilmünster kurz vor seiner Fertigstellung. Ende Juni beziehungsweise Anfang Juli soll das moderne Verwaltungsgebäude bezugsfertig sein. Auf der Baustelle laufen derzeit die letzten Arbeiten, während die Vorfreude bei den künftigen Nutzern bereits deutlich spürbar ist. Wir vom Lahntal-Fernsehen konnten uns heute selbst ein Bild vom Baufortschritt machen. Bürgermeister Mario Koschel führte uns stolz durch die neuen Räume und gewährte dabei spannende Einblicke in das künftige Verwaltungszentrum der Gemeinde. Dabei wurde schnell deutlich: Der große Endspurt läuft. Wer das neue Rathaus heute betritt, erkennt sofort, wie weit die Arbeiten bereits fortgeschritten sind. In vielen Büros stehen die neuen Möbel schon bereit, teilweise noch unausgepackt und auf ihren Einsatz wartend. Die letzten Handwerksarbeiten werden ausgeführt, technische Anlagen fertiggestellt und auch die Außenanlagen nehmen zunehmend Gestalt an. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung rückt der Umzug damit in greifbare Nähe. Die Aufregung und Vorfreude sind groß. Schon bald werden sie ihre neuen Arbeitsplätze beziehen können, die deutlich mehr Komfort und bessere Arbeitsbedingungen bieten als das bisherige Rathaus. Der Neubau hat eine lange Vorgeschichte. Das bisherige Rathaus stammt aus der Zeit um 1810 und wurde ursprünglich als Schule genutzt. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es wieder aufgebaut. In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch immer deutlicher, dass das Gebäude den Anforderungen an eine moderne Verwaltung nicht mehr gerecht wurde. Insbesondere bei Barrierefreiheit, Brandschutz und räumlicher Ausstattung bestanden erhebliche Einschränkungen. Aus diesem Grund beschloss die Gemeinde bereits 2018 den Neubau eines Rathauses sowie die Neugestaltung des Rathausplatzes. Nach einem Architektenwettbewerb fiel die Entscheidung auf ein modernes und nachhaltiges Konzept in Holzbauweise. Mit Investitionen von rund 8 Millionen Euro entsteht gegenüber dem bisherigen Rathaus ein Verwaltungsgebäude, das den Anforderungen der Zukunft gerecht werden soll. Ein wichtiger Meilenstein wurde im April 2025 mit dem Richtfest erreicht. Vertreter der Gemeinde, Planer und Handwerker konnten damals gemeinsam den erfolgreichen Baufortschritt feiern. Seitdem haben die Arbeiten zügig ihren Abschluss gefunden. Nun befindet sich das Projekt auf der Zielgeraden. Mit dem neuen Rathaus erhält Weilmünster nicht nur moderne Verwaltungsräume, sondern auch einen architektonischen Akzent im Ortskern. Wenn in wenigen Wochen die ersten Mitarbeiter ihre Büros beziehen und die Bürgerinnen und Bürger das neue Rathaus betreten, wird ein Projekt abgeschlossen sein, das die Gemeinde über viele Jahre begleitet hat und ihre Entwicklung langfristig prägen dürfte.

31/05/2026

Niederländischer Reisechor begeistert in der Weilburger Schlosskirche - ein Bericht von Sabine Gorenflo DJV - Ein besonderes musikalisches Erlebnis erwartete die Besucherinnen und Besucher am Sonntag in der evangelischen Schlosskirche Weilburg. Der rund 100 Stimmen starke niederländische Reisechor „Holland zingt!“ gastierte im Rahmen eines festlichen Gottesdienstes in dem barocken Gotteshaus und sorgte mit seinem beeindruckenden Klangkörper für große Begeisterung. Unter der Leitung von Peter Burger präsentierte der Chor ein abwechslungsreiches geistliches Programm und gestaltete den Gottesdienst musikalisch mit. Die Sängerinnen und Sänger, die überwiegend aus dem Raum Rotterdam stammen, befinden sich auf einer Konzertreise durch Deutschland und machten zum Abschluss ihrer Tour Station in Weilburg. Der Chor besteht seit 1998 und unternimmt regelmäßig Konzertreisen durch verschiedene europäische Länder.
Eine besondere Note erhielt der Gottesdienst durch die zweisprachige Gestaltung. Pfarrer Guido Hepke, der vor vielen Jahren in Namibia tätig war und dort entsprechende Sprachkenntnisse erwarb, leitete den Gottesdienst sowohl auf Deutsch als auch auf Niederländisch. Diese herzliche Geste wurde von den Gästen aus den Niederlanden mit großer Freude aufgenommen und trug wesentlich zur besonderen Atmosphäre der Begegnung bei. Von Beginn an war spürbar, dass Musik hier Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander verbindet. Die kraftvollen Chorsätze, die harmonischen Stimmen und die sichtbare Freude der Sängerinnen und Sänger übertrugen sich unmittelbar auf die zahlreichen Gottesdienstbesucher. Immer wieder richteten sich die Blicke bewundernd auf den großen Chor, dessen ausgewogener Klang die Schlosskirche mühelos erfüllte. Besonders eindrucksvoll wirkte dabei das Zusammenspiel von Musik und Raum. Die prachtvolle barocke Schlosskirche mit ihrer besonderen Akustik bot einen würdigen Rahmen für die geistlichen Werke. Die Stimmen des Chores entfalteten sich in dem historischen Kirchenraum auf beeindruckende Weise und sorgten für bewegende musikalische Momente. Viele Besucher zeigten sich nach dem Gottesdienst tief beeindruckt von der Qualität des Ensembles. Nicht nur die musikalische Leistung, sondern auch die herzliche Ausstrahlung des Chores und die spürbare Gemeinschaft zwischen den niederländischen Gästen und der Weilburger Gemeinde hinterließen einen nachhaltigen Eindruck. Der Auftritt von „Holland zingt!“ wurde damit weit mehr als ein gewöhnlicher Gottesdienst. Er entwickelte sich zu einem lebendigen Zeichen gelebter europäischer Gemeinschaft, getragen von Musik, Glauben und gegenseitiger Wertschätzung. Die Begegnung zwischen dem niederländischen Reisechor und der Weilburger Kirchengemeinde wird vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern noch lange in Erinnerung bleiben.
Mit Beifall und zahlreichen persönlichen Gesprächen nach dem Gottesdienst endete ein Vormittag, der eindrucksvoll zeigte, wie Musik Brücken zwischen Menschen, Sprachen und Kulturen schlagen kann.

30/05/2026

Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch informiert

Seit mittlerweile acht Jahren gehört „Neues aus dem Rathaus“ zu den beliebtesten Informationsformaten der Stadt Weilburg. Regelmäßig berichtet Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch über aktuelle Entwicklungen, wichtige Projekte und Ereignisse aus dem gesamten Stadtgebiet. Auch in der neuesten Ausgabe gibt es wieder zahlreiche interessante Themen und einen Ausblick auf die kommenden Sommermonate in der Residenzstadt an der Lahn.

Endausbau der Straße „Zur Steinkaut“ in Hirschhausen erfolgreich abgeschlossen

Neuer Glanz für den Spielplatz Ambacher Weg

Aufwertung des Spielplatzes am Bürgerhaus Gaudernbach

Pankgrafen bedrohen Weilburg

Sommer in Weilburg verspricht zahlreiche Höhepunkte

Schlosskonzerte locken Musikliebhaber an

Das Rollschiff – eine Weilburger Besonderheit

Wassersport auf der Lahn boomt

Bürgerinnen und Bürger dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Die aktuelle Ausgabe von „Neues aus dem Rathaus“ zeigt erneut die Vielfalt der Themen, die Weilburg bewegen. Von abgeschlossenen Infrastrukturprojekten über moderne Spielplätze bis hin zu kulturellen und touristischen Höhepunkten präsentiert sich die Stadt als lebenswerter und zukunftsorientierter Standort. Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch lädt alle Bürgerinnen und Bürger ein, die Angebote der Stadt zu nutzen und die kommenden Sommermonate in Weilburg aktiv zu genießen.

29/05/2026

Die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Fokus
Zur Jahresversammlung der Senioren-Union Limburg-Weilburg trafen sich zahlreiche Gäste im historischen Kommödienbau in Weilburg – der „guten Stube“ der Residenzstadt. Eingeladen hatte der Vorsitzende der Kreisvereinigung, Joachim Veyhelmann. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand in diesem Jahr ein Thema, das insbesondere ältere Menschen im Landkreis bewegt: der geplante Neubau des Weilburger Kreiskrankenhauses und der Umzug der Vitos Klinik für Neurologie von Weilmünster nach Weilburg. Die Senioren-Union, eine Vereinigung der CDU für Menschen ab 60 Jahren, engagiert sich kreisweit für seniorengerechte Lebensbedingungen, Gesundheitsversorgung und gesellschaftliche Teilhabe. Die Kreisvereinigung Limburg-Weilburg setzt dabei immer wieder regionale Schwerpunkte, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Mobilität und Pflege.
Im Rahmen der Versammlung erläuterten mehrere Fachleute und Verantwortliche die Hintergründe des Projekts sowie die Vorteile, die sich durch die Zusammenführung der medizinischen Angebote ergeben sollen. Als Referenten waren der ärztliche Leiter der Neurologie, Dr. Best, der Geschäftsführer des Weilburger Krankenhauses Thomas Schulz, der Weilburger Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch sowie der Weilmünsterer Bürgermeister Mario Koschel eingeladen. In ihren Beiträgen machten die Redner deutlich, dass mit dem Neubau moderne medizinische Strukturen geschaffen werden sollen, die insbesondere älteren Menschen zugutekommen. Kürzere Wege zwischen den Fachabteilungen, eine bessere technische Ausstattung sowie die Bündelung neurologischer und stationärer Versorgung seien wichtige Vorteile für Patientinnen und Patienten der Region. Auch die Verlagerung der Neurologie aus Weilmünster nach Weilburg wurde ausführlich thematisiert. Während der Schritt emotional durchaus diskutiert werde, betonten die Verantwortlichen die Chancen für eine langfristig gesicherte und moderne Gesundheitsversorgung im Landkreis. Wir von Lahntal-Fernsehen waren vor Ort und haben mit den Verantwortlichen über die Zukunft des Gesundheitsstandortes gesprochen.

28/05/2026

Das historische Weilburger Rollschiff – eine jahrhundertealte Tradition auf der Lahn
Mitten in der malerischen Lahnschleife von Weilburg gehört das sogenannte Rollschiff seit Jahrhunderten zum Stadtbild. Die kleine Fähre, die Fußgänger über die Lahn bringt, ist weit mehr als nur ein Transportmittel – sie ist ein lebendiges Denkmal Weilburger Geschichte und bis heute ein beliebtes Ausflugsziel für Gäste und Einheimische gleichermaßen.
Die Geschichte des Weilburger Rollschiffes reicht bis ins Jahr 1691 zurück. Bereits lange bevor Brücken und moderne Verkehrswege entstanden, waren Fähren unverzichtbar, um Menschen, Tiere und Waren sicher über die Flüsse zu transportieren. Besonders an der Lahn spielte die Schifffahrt über viele Jahrhunderte eine bedeutende Rolle. Das Weilburger Rollschiff zählt heute zu den letzten noch erhaltenen handbetriebenen Fähren dieser Art in Hessen und erinnert eindrucksvoll an die historische Bedeutung des Flusses für die Region. Das Besondere an dem Rollschiff ist seine traditionelle Technik. Die Fähre bewegt sich nicht mit einem Motor, sondern wird entlang eines über die Lahn gespannten Stahlseils geführt. Allein durch die Muskelkraft des Fährmannes bewegt, gelangt das Boot ans andere Ufer. Genau diese ursprüngliche Form der Fortbewegung macht den besonderen Charme des Rollschiffes aus und begeistert bis heute Besucher aller Altersgruppen.
Heute gehört das historische Rollschiff der Stadt Weilburg. Betrieben wird die Fähre vom Kur- und Verkehrsverein Weilburg an der Lahn e.V., der sich seit vielen Jahren mit großem Engagement um den Erhalt dieser Tradition kümmert. Der Vorsitzende des Vereins, Ralph M. Gorenflo, betont immer wieder, wie wichtig es sei, dieses kulturelle Erbe für kommende Generationen zu bewahren. Mit Stolz führt der Verein die jahrhundertealte Tradition fort und sorgt dafür, dass das Rollschiff auch heute noch regelmäßig im Einsatz ist.
An Wochenenden und Feiertagen übernehmen zwei erfahrene „Rollschiff-Kapitäne“ im Auftrag des Kur- und Verkehrsvereins den Fährbetrieb. Zahlreiche Besucher nutzen die Gelegenheit, sich gemütlich über die Lahn setzen zu lassen und die besondere Atmosphäre auf dem Wasser zu genießen. Die Überfahrt kostet für Erwachsene einen Euro und dauert nur wenige Minuten, vermittelt jedoch ein Stück ursprünglicher Lahngeschichte.
Besonders beliebt ist das Rollschiff bei Wanderern und Naturfreunden. Auf der gegenüberliegenden Lahnseite beginnt am Fuße des imposanten Hauseley-Felsens ein reizvolles Wandergebiet mit herrlichen Ausblicken auf die Weilburger Lahnschleife und die umliegende Natur. Viele Gäste verbinden die Fahrt mit einem Spaziergang oder einer Wanderung entlang der Lahn.
In diesem Jahr wurde die Inbetriebnahme des Rollschiffes zu Pfingsten feierlich begleitet. Zur ersten Fahrt der neuen Saison kamen Bürgermeister Dr. Johannes Hanisch sowie die Geschäftsführerin des Kur- und Verkehrsvereins, Claudia Ufken, persönlich vorbei und nahmen gemeinsam an der offiziellen Eröffnungsfahrt teil. Damit unterstrichen sie die große Bedeutung des Rollschiffes für den Tourismus und die Tradition der Stadt.
Die diesjährige Fährsaison begann allerdings etwas später als gewohnt. Grund dafür war der notwendige Austausch des Stahlseils, das die Fähre sicher über die Lahn führt. Im Anschluss mussten zusätzliche Sicherheitsprüfungen durch den TÜV durchgeführt werden, bevor das Rollschiff wieder den Betrieb aufnehmen durfte. Nach erfolgreicher Kontrolle stand der Eröffnung schließlich nichts mehr im Wege – und das historische Rollschiff konnte wieder Kurs über die Lahn nehmen.
Bis heute verbindet das Weilburger Rollschiff Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise. Es erinnert an die lange Geschichte der Lahn als Verkehrsweg, bewahrt altes Handwerk und begeistert gleichzeitig moderne Besucher als touristische Attraktion. Gerade in einer Zeit zunehmender Technisierung zeigt das Rollschiff eindrucksvoll, wie lebendig Geschichte bleiben kann, wenn Menschen sich mit Leidenschaft für den Erhalt ihrer Traditionen einsetzen.

22/05/2026

Weilburg 1945 bis 1949 – ein Bericht von Sabine Gorenflo DJV -
Bei einem Pressegespräch im Mai 2026, im Tommy’s stellten Joachim Warlies und der Vorsitzende der Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“, Hans-Peter Schick, die neueste Sonderausgabe der „Weilburger Blätter“ vor. Thema der aktuellen Publikation ist „Weilburg 1945–1949 – Kriegsende und Nachkriegszeit“. Herausgeber ist die Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“ e.V., deren Publikationsreihe seit inzwischen mehr als 50 Jahren erscheint. Die neue Sonderausgabe schildert die Situation Weilburgs in den letzten Kriegsmonaten sowie in der unmittelbaren Nachkriegszeit. Joachim Warlies beschreibt unter anderem die Luftangriffe auf die Stadt, insbesondere den schweren Angriff vom 9. März 1945, bei dem ein mit Munition beladener Zug am Güterbahnhof beschossen wurde. Dabei brannten die Lackfabrik sowie der „Hessische Hof“ vollständig aus; weitere Gebäude wurden schwer beschädigt. Auch der Einmarsch amerikanischer Truppen am 27. März 1945 und die schwierigen Lebensverhältnisse der Nachkriegsjahre werden thematisiert. Es handelt sich bereits um die dritte Sonderausgabe innerhalb eines Jahres. Die ersten beiden Sonderhefte widmeten sich den Themen „Jüdische Spuren in Weilburg“ von Joachim Warlies sowie „Worte zu Weilburg“ mit einer Sammlung von 36 Ansprachen des ehemaligen Bürgermeisters Hans-Peter Schick. Die Sonderausgaben erschienen seit Oktober 2025 in Auflagen von jeweils etwa 200 bis 250 Exemplaren. Joachim Warlies gilt seit vielen Jahren als ausgewiesener Kenner der Weilburger Stadtgeschichte. Bereits zuvor veröffentlichte er zahlreiche Beiträge und Bücher zur Regionalgeschichte, darunter „Weilburg 1900–1950“. Seine Arbeiten zeichnen sich besonders durch die Verbindung historischer Dokumente mit zahlreichen Fotografien und Zeitzeugnissen aus. Die Reihe „Weilburger Blätter“ wird von der Bürgerinitiative „Alt-Weilburg“ e.V. herausgegeben und dokumentiert seit Jahrzehnten vielfältige Aspekte der Stadt- und Regionalgeschichte. Erhältlich u.a. in der Residenzbuchhandlung Weilburg.

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