02/06/2026
🇪🇺📚 Europa braucht Begegnung – und Orte, an denen sie dauerhaft möglich wird
Die Europäisch-Humanistische Bildungsstiftung Waldenburg war beim 6. Weimarer-Dreieck-Stammtisch in Berlin vertreten. Die Veranstaltung hat eindrucksvoll gezeigt, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit Deutschlands, Polens und Frankreichs steckt – und wie wichtig gerade die Zivilgesellschaft für die Zukunft Europas ist.
In zahlreichen Beiträgen wurde deutlich: Das Weimarer Dreieck 🇩🇪🇵🇱🇫🇷 ist heute mehr denn je gefragt. Ursprünglich gegründet, um Polen auf seinem Weg nach Europa zu begleiten, hat es sich zu einem wichtigen Forum für die gemeinsame Gestaltung Europas entwickelt. Polen ist heute nicht mehr nur Partner, sondern Mitgestalter und Impulsgeber innerhalb der Europäischen Union.
Besonders erfreulich war die spürbare Aufbruchsstimmung. Ob Wissenschaft, Kultur, Jugendbegegnungen, Städtepartnerschaften, Mobilität oder Wirtschaft – überall entstehen neue Projekte und Kooperationen. Gleichzeitig wurde aber auch darauf hingewiesen, dass die Sichtbarkeit des Weimarer Dreiecks und die dauerhafte Vernetzung seiner Akteure weiter gestärkt werden müssen.
Ein besonders spannender Gedanke wurde im Zusammenhang mit dem Haus der Frau von Stein in Weimar diskutiert. Dort könnte künftig ein Haus des Weimarer Dreiecks entstehen – ein sichtbarer Ort für Begegnung, Austausch und trilaterale Zusammenarbeit.
Aus Sicht der Europäisch-Humanistischen Bildungsstiftung Waldenburg wäre dies eine außerordentliche Chance. Ein solches Haus könnte Wissenschaft, Kultur, Bildung und Zivilgesellschaft dauerhaft zusammenführen und zu einem europaweit ausstrahlenden Begegnungszentrum werden.
Gerade für die Europäischen Schulen, europäische Bildungsprojekte und internationale Jugendbegegnungen würden sich hier völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Weimar könnte zu einem Ort werden, an dem junge Menschen aus Deutschland, Polen und Frankreich Europa nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern ganz praktisch erleben und gestalten. Schüleraustausche, Seminare, Zukunftswerkstätten, Demokratieworkshops und trilaterale Bildungsprogramme könnten hier eine dauerhafte Heimat finden.
Denn Europa entsteht nicht allein durch Verträge und Gipfel. Europa entsteht dort, wo Menschen einander begegnen, voneinander lernen und gemeinsame Verantwortung übernehmen.
🕊️ Besonders bewegend war in diesem Zusammenhang die Erinnerung an das Vermächtnis von Marian Turski. Sein Appell
➡️ „Seid nicht gleichgültig.“
ist auch ein Auftrag an die europäische Bildungsarbeit. Demokratie, Verständigung und Frieden bleiben lebendig, wenn junge Menschen lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv in unsere Gesellschaften einzubringen.
Als Europäisch-Humanistische Bildungsstiftung Waldenburg begrüßen wir deshalb alle Initiativen, die das Weimarer Dreieck stärker in der Gesellschaft verankern und insbesondere junge Menschen für die europäische Idee begeistern. Das geplante Haus des Weimarer Dreiecks in Weimar könnte hierfür ein Leuchtturmprojekt mit internationaler Bedeutung werden.
🇪🇺🇩🇪🇵🇱🇫🇷📚🤝🕊️