Fatih Moschee Waghäusel-Wiesental
Der Türkisch Islamischer Kulturverein wurde 1983 nach deutschen Vereinsrecht gegründet. Der Verein hat zurzeit 230 Mitglieder und ist die älteste und einzige muslimische Gemeinde in der Stadt Waghäusel. Die Waghäuseler Moscheegemeinde wird durch monatliche Spenden der Mitglieder finanziert. Eine ganze Familie wird als ein Mitglied berechnet, dadurch erhöht sich di
e Zahl der Gemeindemitglieder. Muslime aus unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlicher Konfessionen kommen in die Gemeinde zum Beten. Die Gemeinde wird nicht nur von den Mitgliedern besucht, auch Muslime, die keine Mitglieder sind und auch Nichtmuslime besuchen die Gemeinde und nehmen die Angebote der Gemeinde in Anspruch. Besonders Religionslehrerinnen und Religionslehrer aus den Schulen in Wiesental, Kirrlach oder auch Hambrücken besuchen mit ihren dritten, vierten, sechsten und neunten Klassenstufen die Moschee. Dabei bekommen sie eine professionelle Moscheeführung und Informationen zu Muslimen und Moscheen in Deutschland und in Baden. In der türkisch-islamischen Kultur sind Moscheen weit über ihre Funktion als Gebetsstätte, ein wichtiges und aktives Organ der Gesellschaft. In vielerlei Hinsicht stellen sie einen Treff- und Knotenpunkt sowohl für einen Wissens- und Informationsaustausch als auch zur Erweiterung des sozialen Netzwerks dar. Für viele Muslime ist die Moschee dadurch eine Anlaufstelle nicht nur in theologischen Fragen, sondern auch ein Raum sozialer Interaktion und ein Ort der Begegnung. In der Waghäuseler Moscheegemeinde werden religiöse, sprachliche, erzieherische Aktivitäten, bis hin zur kulturellen und sportlichen Tätigkeiten ausgeübt. Die Gemeinde ist ein Ort des gemeinsamen Gebets und der Versammlung. Wir nehmen jedes Jahr am Wiesentaler Straßenfest teil, öffnen am 3. Oktober am „Tag der offenen Moschee“ jedes Jahr unsere Tür und versuchen unseren Beitrag für ein friedliches Zusammenleben zu leisten. Besonders im Ramadan werden wir jedes Jahr von zahlreichen muslimischen und nicht muslimischen Bürger und Bürgerinnen besucht. Es wird in einer harmonischen Atmosphäre gemeinsam gegessen und neue Bekanntschaften geknüpft. Die Feste und die Veranstaltungen Gewährleisten im hohen Maß, dass gegenseitige Vorurteile abgebaut werden und dass der Meinungsaustausch ermöglicht wird. In der Gemeinde werden in bestimmten Zeiten Spenden für bedürftige Personen gesammelt, weil diese Handlung einer der Grundpflichten des Islams ist. Beispielsweise wird am 14.06.2013 zum Freitagsgebet Spenden für die Flutopfer in Deutschland gesammelt. So möchten wir Muslime auch als ein Zeichen unserer Solidarität setzen. Die Gemeinde veranstaltet seit 2004 jedes Jahr am ersten Dienstag des Monats Juli ein Friedensgebet in Zusammenarbeit mit der KAB Oberhausen und dem ökumenischen Friedensgebetskreis. Menschen verschiedener Religionen, Konfessionen oder auch Konfessionslose beten gemeinsam für den Frieden. Wir gehören in Deutschland zu den ersten Gemeinden, die ein solches Friedensgebet mitgestaltet haben und jedes Jahr erneut durchführen. Dieses beispielhafte Friedensgebet wurde auch durch den DIF (Verein für Dialog, Integration und Freundschaft) mit dem Integrationspreis am Anfang dieses Jahres geehrt. Die Gemeinde dient auch als ein Ort des Wissens. An Wochenenden und in den Ferien werden verschiedene Möglichkeiten für Jung und Alt, Mann und Frau sowie Kinder und Jugendliche angeboten.