Im Gegensatz zum Fährtensuchhund, folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen. Die Suche beginnt an dem letzten vermuteten Aufenthaltsort der Person, bevor diese verschwand. Dem Personenspürhund ("Mantrailer") wird an dieser sogenannten Abgangsstelle ein Geruchsgegenstand angeboten (z. von der vermissten Person getragene Kleidung). Daraufhin verfo
lgt der Hund die Spur, egal ob in der Großstadt oder auf dem Land. Diese Form des Einsatzes im Rettungshundewesen wird auf Grund der zunehmenden Zahl von dementen Menschen immer wichtiger. Es handelt sich dabei um eine überaus motivierte und zeitaufwendige Arbeit der Hundeführer. Nach neuesten Erkenntnissen soll es sich beim Individualgeruch jedoch nicht wie bisher angenommen, um den Zersetzungsprozess von abgestorbenen Hautzellen handeln, sondern um Körpergeruch der den abgestorbenen Hautzellen, bzw. Hautschuppen anhaftet und sich daran unterschiedlich lange hält. Sollte diese Theorie wirklich zutreffend sein, wären Sucheinsätze von mehr als 48 Stunden Liegezeit, künftig in Frage zu stellen. Mantrailing ist zwar eine äußerst instinktnahe Beschäftigung, trotz Allem wird der Hund dies auf Dauer jedoch nur mit dem passenden Hundeführer oder Hundeführerin bewältigen können. Mantrailing ist eine Teamarbeit, anstrengend für Hund und Mensch. Übertriebene Unterordnung oder Erziehungsmaßnahmen nach dem veralteten Dominanzprinzip, haben in der Mantrailausbildung keinen Platz. Die Ausbildung selbst beginnt im Idealfall bereits im Welpenalter.