Würzburger Ombudsrat

Würzburger Ombudsrat Wir sind die unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg. Wir wollen ein Würzburg, in dem alle gut leben können. Wir beraten. Wir dokumentieren.

Mit der Kampagne "Würzburg schaut hin!" haben wir ein niedrigschwelliges und mehrsprachiges Angebot geschaffen, mit uns in Kontakt zu treten. Für eine diskriminierungsfreie Stadt braucht es Menschen, die hinschauen und aktiv werden. Wir sind für dich da und unterstützen dich. Auf unserer Website kannst du aktiv werden, indem du dich informierst, Vorfälle meldest und so für das Recht auf Nicht-Disk

riminierung eintrittst. Das heißt also, dass nicht nur von Diskriminierung direkt Betroffene sich bei uns melden können, sondern auch Menschen, die Diskriminierung beobachten. Wir unterstützen. Wir vermitteln. Wir sind Menschen aus Würzburg, die sich für ein diskriminierungsfreies und offenes Würzburg engagieren, in dem Toleranz und Respekt gelebt werden. Wir engagieren uns im Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage e.V. und im Würzburger Ombudsrat, der unabhängigen Antidiskriminierungsstelle für Würzburg.

Universelle Toleranz und Diskriminierung gegen alle? Gängige Missverständnisse über Diskriminierung, Toleranz und die Ge...
16/07/2024

Universelle Toleranz und Diskriminierung gegen alle? Gängige Missverständnisse über Diskriminierung, Toleranz und die Gefahr der Diskursverschiebung.

Erklärung des Würzburger Ombudsrats zur Main-Post-Berichterstattung vom 11.07.24 „CSU-Mitglieder berichten von Übergriffen beim Christopher Street Day" sowie „Toleranz ist keine Einbahnstraße"

Universelle Toleranz und Diskriminierung gegen alle? Gängige Missverständnisse über Diskriminierung, Toleranz und die Gefahr der Diskursverschiebung.
Als Mitglieder der unabhängigen Antidiskriminierungsstelle in Würzburg halten wir es für problematisch, dass in den Beiträgen der Main-Post, aber auch in den darin zitierten Äußerungen von CSU-Vertreter*innen der Eindruck erweckt wird, die CSU sei durch queere Teilnehmende am CSD diskriminiert worden. So beklagt der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek, in dem Beitrag, die „wiederholte Intoleranz derjenigen, die ständig Toleranz einfordern" sei „erschreckend". Mit großer Sorge nehmen wir eine Instrumentalisierung des Diskriminierungsbegriffs wahr und wollen vor solchen Kommunikationsmustern eindeutig und entschieden warnen.
Wir weisen auf zwei Punkte in diesem Zusammenhang hin:
Erstens: Diskriminierung richtig benennen
Diskriminierung kann rechtlich, sozial oder gesellschaftlich definiert und besprochen werden.
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) regelt umfassend, was unter Diskriminierung zu verstehen ist. Dass Mitglieder einer Partei, die in Regierungsverantwortung ist, sich selber als Opfer von Intoleranz und diskriminierendem Verhalten ansehen, verkehrt die Verhältnisse und verschiebt den Diskriminierungsbegriff in einer Weise, die von Diskriminierung betroffene Personen selbst als Täter*innen erscheinen lässt.
Egal ob wir auf Diskriminierung aus rechtlicher, sozialer oder gesellschaftlicher Perspektive blicken, keine wird die Ablehnung der CSU im Kontext von queeren Lebensrealitäten als Diskriminierung qualifizieren.
Wesentliche Orientierungspunkte bei der Diskriminierungsprüfung sind: gesellschaftliche Machtgefälle, Vulnerabilität oder geschützte Merkmale. Neben einem rechtlichen Verständnis ist ein ganzheitliches Diskriminierungsverständnis wichtig, wie es auch die Arbeitsgrundlage (Satzung Würzburger Ombudsrat) bildet. Dabei ist stets zu berücksichtigen, welche Menschen in der Gesellschaft Diskriminierung erleben und strukturell marginalisiert werden.
Kurz formuliert: Nur weil ich mich beleidigt fühle, mein Machtanspruch oder meine übliche Präsenz in Frage gestellt sind, werde ich noch lange nicht strukturell diskriminiert.
Zweitens: CSD ist politischer Protest
Die Auflehnung gegen staatliches Handeln, das queere Menschen gesellschaftlich ausgrenzt, ist seit ihren historischen Anfängen wesentlicher Bestandteil der CSD-Bewegung. Der CSD ist deshalb vor allem ein politischer Protest und nicht nur buntes Fest von Vielfalt und Toleranz. Politische Parteien, die dort in Erscheinung treten, müssen deshalb damit rechnen, dass sie sich dort nicht einfach präsentieren können, sondern wegen ihrer Positionen auch auf Widerstand stoßen. Es handelt sich dabei aus diskriminierungskritischer Perspektive nicht um den Ausdruck von Intoleranz oder gar um diskriminierendes Verhalten, sondern um eine politische Meinungsäußerung.
Sich in einem solchen Kontext und vor dem Hintergrund der politischen und gesellschaftlichen Realitäten als Opfer und dann auch noch als Diskriminierungsopfer darstellen zu wollen, muss kritisch hinterfragt werden. Mitglieder von queeren Communities haben in der Bundesrepublik jahrzehntelang, und teilweise heute noch, strukturelle, rechtliche und gesellschaftliche Diskriminierung und Ausschlüsse sowie Gewalt erlebt - die queerfeindlichen Gewalttaten steigen bis heute kontinuierlich an.

Im Wesentlichen wird es darauf ankommen, dass Mitglieder aller Parteien jenseits des CSD im Alltag durch ihr konkretes politisches Handeln das Vertrauen der von Diskriminierung betroffenen Menschen gewinnen.

In Richtung der queeren Community in Würzburg und Bayern möchten wir schließlich deutlich machen, dass wir großen Respekt vor ihrem Engagement haben und es aus diskriminierungskritischer Perspektive wichtig finden, dass Repräsentant*innen von Parteien auf Basis ihres öffentlichen Handelns und Sprechens und nach ihren politischen Taten bewertet werden. Dazu gehört auch, sie bei Bedarf an ihre Verantwortung zu erinnern. Das ist ein Beitrag zu unserer Demokratie, für den wir als Würzburger Ombudsrat dankbar sind und der von Parteien gewürdigt werden sollte.

Heute ist der Internationale Tag Gegen Gewalt an Frauen, auch Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Fraue...
25/11/2023

Heute ist der Internationale Tag Gegen Gewalt an Frauen, auch Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen genannt. Dieser Gedenk- und Aktionstag findet seit 1981 statt und soll weltweit auf das Problem von Gewalt, Misshandlung und Diskriminierung von Frauen aufmerksam machen. Die Vereinten Nationen initiierten hierzu die Kampagne “Orange the World”. Orange ist somit die Symbolfarbe dieses Tages.
Auch Würzburg sagt „NEIN“ zu Gewalt gegen Frauen (siehe Foto) und plant diverse Aktionen und Veranstaltungen, die ihr bei Instagram im Feed der Gleichstellungsstelle finden könnt: gleichstellung_wue

Nicht „nur“ rein körperliche Gewalt, die oft als Form der häuslichen Gewalt stattfindet, ist Gewalt. Es gibt verschiedene weitere Formen von Gewalt, die ebenfalls großen seelischen Schaden anrichten können. Diese können wir hier leider nicht alle erläutern. Zu diesen Formen zählen: psychische Gewalt (z.B. Gaslighting), ökonomische Gewalt, sexualisierte Gewalt, sexualisierte Belästigung (darunter auch verbale Belästigung, z.B. Catcalling), R**e Culture, und digitale Gewalt (z.B. Cybermobbing, unaufgefordertes Sexting und Dick Pics). Bei Fragen zu Begrifflichkeiten und Details könnt ihr uns gerne kontaktieren.

Auch sexuelle Belästigung ist eine Form der Diskriminierung und fällt somit unter das gesetzlich geschützte Merkmal Geschlecht. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz schützt z.B. Beschäftigte vor jeder Form der sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz. Auch bei uns, die wir über das AGG hinaus beraten, könnt ihr Vorfälle melden. Wir dokumentieren, beraten und vermitteln bei Bedarf weitere adäquate, spezialisierte Unterstützung.

Weitere Beratungsangebote in Würzburg, insbesondere bei Notfällen wichtig: Wildwasser Würzburg e.V., Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt, Frauenhaus im SkF, Bundesweites Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen









🎉 Eröffnung der Bürogemeinschaft für Antidiskriminierung, Selbstbestimmung und Teilhabe Der Würzburger Ombudsrat unter d...
02/11/2023

🎉 Eröffnung der Bürogemeinschaft für Antidiskriminierung, Selbstbestimmung und Teilhabe

Der Würzburger Ombudsrat unter der Trägerschaft des Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage hat nun eine zentrale Anlaufstelle: Im Mai 2023 begründeten Sprecher:innenrat und Ombudsrat zusammen mit WüSL - Selbstbestimmt Leben Würzburg e.V. in ihren bestehenden Räumen eine Bürogemeinschaft für Antidiskriminierung, Selbstbestimmung und Teilhabe. In den Räumlichkeiten finden Antidiskriminierungsberatungen und Sitzungen statt. Außerdem sind dort die Mitarbeiterinnen des Projekts MUT – Mittel- und Unterfränkische Themenstelle gegen Diskriminierung aktiv, gefördert durch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes unter Trägerschaft des Würzburger Bündnis für Demokratie und Zivilcourage (WBDZ e.V).

Mitte Oktober 2023 waren Mitglieder, Unterstützer:innen und Fördermitglieder zur Eröffnung der Bürogemeinschaft eingeladen. In lockerer Atmosphäre bei Sekt und Häppchen sollte es die Möglichkeit geben, sich über Perspektiven stärkeren Zusammenwirkens auszutauschen und zu vernetzen. Die Veranstaltung war außerdem ein Startpunkt, um die Räume für alle Mitgliedsorganisationen zu öffnen. Der Einladung waren etliche Interessierte gefolgt, mehr als die Hälfte der Mitgliedsorganisationen waren vor Ort, sodass sich das WBDZ e.V. für ein volles Haus und einen regen Austausch herzlich bedankt.
Sprecher:innen- und Ombudsrat freuen sich sehr darüber, dass der Ombudsrat nun eigene Räume für Beratungsgespräche nutzen kann und gemeinsam mit WüSL eine zentrale Anlaufstelle mitten in der Stadt bezogen werden konnte.




̈rzburg





10/10/2023

Tag der geistigen Gesundheit 10.10.

Heute ist der Welttag der geistigen Gesundheit, (englisch World Mental Health Day), ein Aktionstag, der von der World Federation for Mental Health (WFMH) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen wird. Er soll auf die psychische Gesundheit von Menschen aufmerksam machen, Informationen über psychische Krankheiten zugänglich machen und die Solidarität mit psychisch Kranken und ihren Angehörigen ausdrücken.

Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ruft vom 10.-20.10.23 die Woche der Seelischen Gesundheit aus, die auf die unterschiedlichen Strategien zur Bewältigung und auf das psychosoziale Hilfsangebot in Deutschland aufmerksam machen möchte. Es soll außerdem gemeinsamer Austausch ermöglicht und gegenseitige Unterstützung realisiert werden. Ob Vorträge, Workshops, Podcasts oder Kunstausstellungen - jährlich beteiligen sich rund 50 Regionen und Städte mit insgesamt über 500 Präsenz- und Online-Veranstaltungen. Genauere Infos zu allen Veranstaltungen findet ihr über diese Webseite: www.seelischegesundheit.net.

Auch in Würzburg findet zum heutigen Tag der geistigen Gesundheit eine Veranstaltung statt. Von 19.00-21.00 Uhr organisiert das Kolping-Forum die Veranstaltung „Glück ist kein "nice to have". Ab 18.30 Uhr ist Einlass im Kolping-Center-Mainfranken, um Anmeldung wird gebeten (Anmeldungen per E-Mail an [email protected]). Genauere Infos dazu findet ihr über die Webseite des Kolping-Forums www.kolping-akademie-wuerzburg.de.

Übrigens ist psychische Gesundheit auch beim Ombudrat in der Antidiskriminierungsberatung ein wichtiges und relevantes Thema. Zum einen können Diskriminierungserfahrungen psychisch belastend sein, zum anderen werden Menschen mit psychischen Erkrankungen immer noch stigmatisiert bzw. diskriminiert. Hier wird zu zusätzlicher Unterstützung geraten.

30/09/2023

"Ohne Antidiskriminierungsarbeit ist der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet" (Hartmut Reiner, ARIC-NRW e.v.).

Daher braucht es dringend Impulse, um strukturelle Veränderungen zu erwirken, um einen der demokratischen Werte, Gleichbehandlung, durchzusetzen. Das Recht auf Gleichbehandlung ist ein Grundrecht. (Eva Andrades, Geschäftsführung Antidiskriminierungsverband Deutschland e.V., kurz advd e.V.)
Laut Ferda Ataman, Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, erleben Millionen Menschen in Deutschland Diskriminierung. Die Beratungsanfragen nämlich jährlich drastisch zu, aber es gibt immer noch kein flächendeckendes, wohnortnahes Angebot.
Deshalb hatte die Antidiskriminierungsstelle des Bundes einen Förderaufruf gestartet, um die Lücken in stark unterversorgten Gebieten zu schließen. Der bundesweite Ausbau soll ein flächendeckendes Angebot schaffen. In Abstimmung mit den Ländern wurden 35 Förderprojekte ausgewählt. Auch wir sind als Trägerverein des Würzburger Ombudsrat, der unabhängigen Antidiskriminierungsstelle für Würzburg, mit dabei. Unser Projekt soll ein Angebot für Unter- und Mittelfranken schaffen. Weitere Infos dazu folgen bald.

"Es geht um nicht weniger als das erste bundesweite Förderprogramm zu Antidiskriminierung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Das ist schlicht und ergreifend: großartig" (Ferda Ataman anlässlich des Festakts am 19. September 2023 im Berliner Futurium).

Video: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS)
Quelle: https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/was-wir-machen/respektland/respektland-node.html








Heute ist der Internationale Tag der Gebärdensprache(n). Er ist ein Aktionstag, der jährlich am 23. September stattfinde...
23/09/2023

Heute ist der Internationale Tag der Gebärdensprache(n). Er ist ein Aktionstag, der jährlich am 23. September stattfindet. Er wurde 1951 von der World Federation of the Deaf (WFD – Weltverband der Gehörlosen) ins Leben gerufen. Dieser Aktionstag findet innerhalb der Internationalen Woche der Gehörlosen statt. Dadurch soll die Öffentlichkeit für die Bedeutung der Gebärdensprachen bei der Verwirklichung der Menschenrechte von Gehörlosen sensibilisiert werden.

Facts zur Gebärdensprache: Worte werden mit den Händen gebildet und durch Mimik, Bewegungen des Oberkörpers und die Bewegung des Mundes unterstützt. Die Gebärdensprache wird durch das Fingeralphabet ergänzt, das verwendet wird, wenn eine bestimmte Gebärde nicht bekannt ist oder etwas buchstabiert werden soll. Es ist ein Irrtum anzunehmen, dass es eine weltweit einheitliche Gebärdensprache gibt. Fast jedes Land hat eine eigene und es gibt sogar regionale Unterschiede, also Dialekte.

Weltweit gibt es 70 Millionen Gehörlose, die mithilfe von über 300 Gebärdensprachen kommunizieren. Durch Diskriminierung von gehörlosen Menschen wurden Gebärdensprachen als Kommunikationsform lange Zeit unterdrückt. Auch heute erleben Gehörlose oft Diskriminierung in Form von Audismus, der aus einem Gefühl der Überlegenheit von Hörenden resultiert. Ein großes Problem ist auch der Mangel an Barrierefreiheit, welcher die Teilhabe an der Gesellschaft erschwert, obwohl im Grundgesetz steht, dass niemand wegen seiner Behinderung benachteiligt werden darf. Das zeigt sich z.B. an Veranstaltungen ohne Gebärdendolmetscher*innen, Videos ohne Untertitel und mehr.

Wer in Würzburg z.B. für Beratungen Unterstützung benötigt: Der Paritätische Unterfranken bietet eine Dolmetschervermittlung für Gebärdensprache.

Quellen: Wikipedia, bpb, Gesellschaft für deutsche Sprache e.V., EUTB WüSL – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB Main-Spessart & Kitzingen: Teilhabeberatung)









Bündnis AGG Reform jetzt “Seit 18.8.2006 hat Deutschland ein Gesetz, das vor   schützen soll: das Allgemeine Gleichbehan...
14/08/2023

Bündnis AGG Reform jetzt

“Seit 18.8.2006 hat Deutschland ein Gesetz, das vor schützen soll: das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz. Es ist aber leider eins der schwächsten Antidiskriminierungsgesetze in Europa. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ( ) aber auch Expert*innen aus der Rechts- und Beratungspraxis haben viel Kritik am . Es ist oft unwirksam und hat Schutzlücken. Die Bundesregierung hatte sich in ihrem dazu verpflichtet, das AGG zu reformieren und u. a. Schutzlücken zu schließen, den Rechtsschutz zu verbessern und den Anwendungsbereich auf staatliches Handeln auszuweiten. Passiert ist bisher nichts! Als Bündnis AGGReform - Jetzt! erklären wir euch auf verschiedenen Kanälen, auch unter https://agg-reform.jetzt/ , warum es aus Sicht der eine umfassende des Gesetzes braucht.”

Zitat: Gabriele Boos-Niazy vom Aktionsbündnis muslimischer Frauen e.v. AmF (Insta AmF) ("Neue Gesetze im verschiedener Bundesländer verletzen die kopftuchtragender Frauen, u.a. das auf eine freie Berufswahl. Aus den Kopftuchverboten im Schuldienst wissen wir, dass einzelne Betroffene es ökonomisch und psychisch meist nicht leisten können, sich dagegen zu wehren. Deshalb ist ein Verbandsklagerecht im für ihren Schutz unabdingbar.")

ADB Sachsen (https://www.adb-sachsen.de/de) (" ist in Deutschland nach wie vor eine alltägliche Erfahrung von vielen Menschen. Die bestehenden rechtlichen Regelungen zum Schutz vor Diskriminierung sind lückenhaft und unzureichend. Daher fordern wir eine umfassende !“)

03/08/2023

Heute, am 2. August, ist der Internationale Tag des Gedenkens an den Genozid an den Sinti und Roma. Vor 79 Jahren, in der Nacht vom 2. auf 3. August 1944, ermordeten Angehörige der SS die etwa 4300 dort verbliebenen Sinti*zze und Rom*nja in den Gaskammern des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. 2015 wurde dieser Tag als Europäischer Gedenktag anerkannt, seitdem wird an diese 500.000 ermordeten Menschen im NS-besetzten Europa erinnert. Sinti*zze und Rom*nja nennen diesen Genozid „Porajmos“, was „Verschlingung“ oder „Zerstörung“ auf Romani bedeutet.

Das Ende der Naziherrschaft bedeutete übrigens noch nicht das Ende des Leidenswegs der Sinti*zze und Rom*nja. Lange mussten sie im Deutschland der Nachkriegszeit um Anerkennung kämpfen. Der Kampf um Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts zog für viele Überlebende jahrelange quälende Verfahren nach sich.

In Würzburg findet heute um 17 Uhr am Mahnmal für ermordete Sinti und Roma am Paradeplatz (hinter dem Dom) eine Kranzniederlegung von Stadt Würzburg & Verband deutscher Sinti und Roma statt. Schließlich prägen auch sie unsere Stadt - und nicht zuletzt das Straßenbild. So ist seit diesem Jahr eine Straße nach Theresia Winterstein benannt, einer Sängerin, Tänzerin und Frauenrechtlerin, die eine Frauenorganisation gegründet und sich für die Anliegen Sinti*zze und Rom*nja eingesetzt hatte.

Mehr zu Theresia Winterstein auf https://www.wuerzburg.de/rathaus/presse/aktuelle-pressemitteilungen/539384.In-Gedenken-an-Theresia-Winterstein.html
Mehr zum Internationalen Gedenktag hier: https://www.bpb.de/kurz-knapp/hintergrund-aktuell/523633/europaeischer-holocaust-gedenktag-fuer-sinti-und-roma/

Gestern waren wir mit einem Infostand beim Sommerfest der Gemeinschaftsunterkunft in der Veitshöchheimer Straße. Auch ei...
25/07/2023

Gestern waren wir mit einem Infostand beim Sommerfest der Gemeinschaftsunterkunft in der Veitshöchheimer Straße. Auch ein Regenschauer trübte die sonnige Stimmung nicht. Vielen Dank an alle für die guten Gespräche und den interessanten Austausch mit bekannten und neuen Kontakten! Gerne wieder!

Das Sommerfest wurde organisiert von: Caritas Würzburg, Ausländer- und Integrationsbeirat Würzburg und Malteser.






Herzliche Einladung zum Sommerfest der Gemeinschaftsunterkunft in der Veitshöchheimer Straße am 24. Juli, 16-20 Uhr!Das ...
19/07/2023

Herzliche Einladung zum Sommerfest der Gemeinschaftsunterkunft in der Veitshöchheimer Straße am 24. Juli, 16-20 Uhr!

Das Sommerfest wird organisiert von: Caritas Würzburg, Ausländer- und Integrationsbeirat Würzburg und Malteser. Wir vom Würzburger Ombudsrat sind mit einem Stand vor Ort und informieren über die unabhängige Antidiskriminierungsstelle für Würzburg.






Adresse

C/o Jugendbildungsstätte Unterfranken, Berner Str. 14
Würzburg
97084

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