03/11/2026
Ein Bewohner der Niers mit ziemlich großem Reiseplan: der Aal.
In den vergangenen Jahren beobachten wir wieder häufiger Aale in der Niers. Das ist erfreulich, denn die Bestände in Europa sind stark rückläufig. Daher gibt es eine EU-Verordnung mit Maßnahmen zur Steigerung der Aalbestände.
Die Niers ist in Nordrhein-Westfalen als Aalvorranggewässer eingestuft. Dies bedeutet, dass sich die Aale in der Niers aufgrund der Gewässerstrukturen und Wasserqualität besonders wohlfühlen können. Deshalb werden regelmäßig vom Land NRW junge Aale, sogenannte Glasaale, eingesetzt und wachsen hier über viele Jahre heran.
Einige spannende Fakten zum Lebensraum, der Fortpflanzung und Wanderung haben wir Euch im Steckbrief zusammengestellt. Besonders beeindruckend: Nach vielen Jahren in der Niers beginnt für die Tiere eine weite Reise bis zur Sargassosee in der Karibik. Hier pflanzen sich die Aale fort. Dabei entsteht eine Larve (Weidenblattlarve), die mit dem Golfstrom an die europäischen Küsten getrieben wird.
Hier wird die Larve zum Glasaal, der dann in die Heimatgewässer seiner Eltern zurückkehren soll.
Ob sich der Aalbestand langfristig stabilisiert, wird sich erst nach vielen Jahren zeigen.