Bürgerinitiative Vellmar „Keine Kurve Kassel“

Bürgerinitiative Vellmar „Keine Kurve Kassel“ Die Bürgerinitiative „Keine Kurve Kassel“ wehrt sich gegen den Bau einer Güterverkehrsstrecke durch oder nördlich von Vellmar durch die Deutsche Bahn.

Diese Strecke würde zu einer unzumutbaren Belastung für die Menschen in unserer Stadt führen.

Unglaublich aber wahr. Anwohner im Gewerbegebiet "Kämperbrücke" und Gewerbetreibende bemängeln die schlechte Kommunikati...
04/03/2022

Unglaublich aber wahr. Anwohner im Gewerbegebiet "Kämperbrücke" und Gewerbetreibende bemängeln die schlechte Kommunikation der DB Netz AG und fürchten durch eine wenige Meter entfernt vorbeiführende Bahntrasse zusätzliche Lärmbelästigungen. Sie sehen den Bestand hochqualifizierter Arbeitsplätze an Präzisionsmaschinen gefährdet, für die Erschütterungen durch eine Bahntrasse zum Aus führen können. Die Bahn hatte die Interessen, Nöte und Ängste der Bewohner offenbar von Beginn an nicht im Blick und hat diese bis heute unzureichend aufgegriffen.

Wenn Menschen in einem Gewerbegebiet ein Wohnhaus bauen, müssen sie sich mit den daraus zum Zeitpunkt des Baus und Bezugs absehbaren Umweltbelastungen arrangieren. Das kann man als Bewohner akzeptieren und dies können Verursacher dieser Umweltbelastungen (Störer) erwarten. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Bewohner viele Jahre später jede zusätzliche Belastung akzeptieren müssen, die Dritte zu ihren Lasten auf die Straße oder Schiene bringen. Besonders müssen sie keine wenige Meter an ihrer Terrasse vorbeiführende Bahntrasse akzeptieren. Die Verantwortlichen mögen sich auf ihre Terrasse und ihren Balkon begeben und sich vorstellen, wenige Meter entfernt würde eine Güterzugtrasse vorbeiführen.

Sollte die Kurve Kassel gebaut werden, müssen durch die Störer geeignete Vorkehrungen getroffen werden, durch die die Bewohner vor Umweltbelastungen geschützt werden, die über das zumutbare Maß hinausgehen, das zum Zeitpunkt der Baugenehmigung ihres Wohnhauses absehbar war. Eine Kurve Kassel mit dem dadurch zusätzlichen Umweltbelastungen war seinerzeit weder für die Bewohner noch für die Stadt Vellmar oder sonstige Dritte absehbar. Niemand konnte damals ahnen, dass der Güterverkehr aus China über die Neue Seidenstraße derartige Ausmaße annehmen würde, dass die vorhandenen Trassen überlastet sind, nicht mehr ausreichen und nun kurzsichtige Notbehelfe wie die Kurve Kassel konstruiert werden sollen. In der Pflicht sind daher die Störer als potenzielle Verursacher der Umweltbelastungen, allen voran die DB Netz AG.

Eine drohende Umsetzung der Kurve Kassel darf nicht zu Umweltbelastungen führen, die über das zumutbare Maß hinausgehen. Dieses zumutbare Maß ist vor weiteren Planungs- und Umsetzungsschritten klar, mess- und überprüfbar und für die Bewohner nachvollziehbar zu definieren und zu beschreiben. Dazu ist durch die DB Netz AG als Störer ein Einvernehmen mit den Bewohnern und der Stadt Vellmar herzustellen. Ebenso wie zu den zur Sicherstellung dieses zumutbaren Maßes zu treffenden Vorkehrungen (z. B. eine geänderte Trassenführung oder ein Verzicht auf die Kurve Kassel). Diese sind ebenfalls im Vorfeld zu definieren und deren Wirksamkeit ist nachzuweisen. Hierüber müssen Gespräche geführt und Untersuchungen durchgeführt werden. Jetzt.

HNA vom 04.03.2022 auf Seite 11

Am 15.02.2022 um 19.00 findet eine Online-Bürgerinformationsveranstaltung der DB Netz AG statt, in der die Projektmitarb...
27/01/2022

Am 15.02.2022 um 19.00 findet eine Online-Bürgerinformationsveranstaltung der DB Netz AG statt, in der die Projektmitarbeiter interessierte Bürger*innen über die geplante Streckenführung und die weiteren Schritte im Genehmigungsverfahren informieren wollen. Fragen können nur per Chat gestellt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dort können Sie erfahren, wie die DB Netz AG das Projekt und den Auswahlprozess für die Streckenvariante 4B rechtfertigt, mit der die Menschen und die Natur in unserer Stadt auf Dauer extrem belasten würden.

Nicht mit uns! Nehmen Sie zahlreich teil und vermitteln Sie, was Sie von der Kurve Kassel halten!

Der Link für Ihre Teilnahme an der Veranstaltung ist https://www.db-buergerdialog.de/kurve-kassel

Teilen Sie diesen Beitrag, damit er möglichst viele Bürger*innen erreicht!

Die Deutsche Bahn plant unter dem Projektnamen „Kurve Kassel“ durch oder nördlich von Vellmar eine neue Schienenstrecke ausschließlich für den Güterverkehr. Warum wehrt sich unsere Bürgerinitiative gegen die Kurve Kassel?

Flagge zeigen für Vellmar. Gegen die Kurve Kassel. Seid dabei!Erster Erfolg unserer Petition gegen die Kurve Kassel und ...
28/06/2021

Flagge zeigen für Vellmar. Gegen die Kurve Kassel. Seid dabei!

Erster Erfolg unserer Petition gegen die Kurve Kassel und für die gleichrangige Prüfung möglicher Alternativen. Vertreter von Bundestag und Verkehrsministerium kommen am Donnerstag, den 01.07.2021 nach Vellmar und besichtigen den geplanten Verlauf der Kurve Kassel. Erst danach wird über die Petition entschieden.

Wir werden da sein, die Abordnung erwarten und Flagge zeigen.

Wir brauchen Eure Unterstützung. Jeder kann kommen und ist willkommen. Bringt Freunde und Familie mit. Zeigt mit oder ohne Transparente, was wir in Vellmar von der Kurve Kassel halten.

13:30 Uhr:
Treffpunkt Endstation Vellmar Nord der Tram Linie 1 - wir laufen zu Besichtigungspunkt 1 am Vellmarer Weg (rund 600m)

14:00 Uhr:
Treffpunkt Parkplatz Sechsäcker hinter dem Friedhof Niedervellmar - wir laufen zu Besichtigungspunkt 2 Wegkreuzung unterhalb der Grillhütte Frommershausen (rund 600m)

Um 13:30 Uhr findet eine nichtöffentliche Vorbesprechung mit Bundestagsabgeordneten, Vertretern des Verkehrsministeriums, DB Netz AG, Bürgermeistern der betroffenen Kommunen und Vertretern der Bürgerinitiative statt.

Zwischen 14:00 und 15:00 Uhr wird der geplante Verlauf besichtigt. Mit Kleinbussen steuern die Teilnehmenden u. a. die beiden Haltepunkte in der Nähe der geplanten Tunneleingänge. Dort werden wir Flagge zeigen.

Wir werden deutlich machen, dass die Entscheidung für die Kurve Kassel falsch und zu korrigieren ist.

Anhörungstermin des Petitionsausschusses am 01.07.2021Am 01.07.2021 wird ein Anhörungstermin des Petitionsausschusses de...
16/06/2021

Anhörungstermin des Petitionsausschusses am 01.07.2021

Am 01.07.2021 wird ein Anhörungstermin des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zu den Petitionen der Bürgerinitiativen Keine Kurve Kassel aus Vellmar, Espenau, Fuldatal und Immenhausen als Vor-Ort-Termin hier bei uns in unseren Kommunen stattfinden.

Der nichtöffentliche eigentliche Anhörungstermin zu unseren Petitionen aus 2019 wird voraussichtlich ab 13.00 Uhr im Waldhotel Schäferberg beginnen. An ihm werden jeweils zwei Vertreter der einzelnen Bürgerinitiativen teilnehmen, für unsere Bürgerinitiative Volker Damm und ich als Sprecher. Anschließend werden die Teilnehmenden verschiedene Besichtigungspunkte mit dem Bus anfahren, wo sich die Abgeordneten einen Eindruck davon verschaffen können, welche Eingriffe in Natur und Landschaft mit der von der DB Netz AG vorgeschlagenen Variante 4B der Kurve Kassel verbunden wären und welche Folgen dies für die Menschen in unseren Kommunen hätte.

10. Runder Tisch der DB Netz AG am 28.06.2021Am 28.06. findet der 10. Runde Tisch statt. Dort soll es unter anderem um I...
16/06/2021

10. Runder Tisch der DB Netz AG am 28.06.2021

Am 28.06. findet der 10. Runde Tisch statt. Dort soll es unter anderem um Informationen des Regierungspräsidiums Kassel zum anstehenden Raumordnungsverfahren gehen.

Wir haben die DB Netz AG aufgefordert, die Prognose der Güterzugzahl auf der Strecke Warburg – Nordhausen bis zum Jahr 2050 weiterzuentwickeln. Dafür sollen die Annahmen über die Entwicklung der Güterverkehrsleistungen auf der Schiene in einer Studie des Bundesumweltamtes zugrunde gelegt werden.

Die Planungen des Bundesverkehrswegeplans beruhen auf überholten Daten, sodass der zu erwartende Anstieg des Schienengüterverkehrs zwischen Paderborn – Halle über die Kurve Kassel nicht bewältigt werden kann. Das Projekt ist in der geplanten Form nicht zukunftsfähig. Die Kurve Kassel in der Variante 4 B würde nach den Schätzungen der DB Netz AG ca. 225 Mio. Euro kosten (Preisbasis 2016!). Sie wäre damit fast dreimal so teuer wie im Bundesverkehrswegeplan veranschlagt, ohne dass damit eine nennenswerte Verbesserung der Netzinfrastruktur der Bahn erreicht würde. Wir verlangen deshalb, dass der von uns vorgeschlagene Ausbau der vorhandenen kürzeren Strecke Altenbeken – Northeim – Nordhausen auch unter dem Aspekt des Klimanutzens als Alternative umfassend geprüft wird.

Die DB hat angekündigt, dass dazu der „Bundesgutachter“ möglicherweise schon beim 10. Runden Tisch Stellung nehmen wird.

https://www.facebook.com/102912931287290/posts/322584462653468/
15/06/2021

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Bürgerinitiativen richten gemeinsamen Appell an den Verkehrsausschuss des Bundestages

Die Bürgerinitiativen Keine Kurve Kassel aus Espenau, Fuldatal, Grebenstein, Immenhausen und Vellmar (BI-en) haben in einem gemeinsamen Schreiben vom 10.06.2021 an die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Bundestages nochmals ihre Bedenken und Einwände gegen eine Kurve Kassel deutlich gemacht. Denn der Bundestag bleibt als Gesetzgeber auch nach der Neuwahl am 26.09.2021 in der Verantwortung für dieses Projekt. Foto: Christian Steltmann (BI Immenhausen) und Klaus Werner (Bi Vellmar) bei der Unterschrift.

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 und das Ausbaugesetz, in dem die Kurve Kassel geregelt ist, müssen nach den gesetzlichen Bestimmungen 5 Jahre nach Inkrafttreten auf den Prüfstand gestellt werden. Das ist Ende dieses Jahres der Fall. Die BI-en haben in ihrem Appell darauf hingewiesen, dass über eine eingleisige Kurve Kassel der zukünftig zu erwartende Anstieg des Schienengüterverkehrs auf der Ost-West-Achse nicht zu bewältigen ist. Hier wird nicht nur die „Neue Seidenstraße“ eine Rolle spielen. China, das schon heute der größte Handelspartner Deutschlands ist, will mit diesem Projekt die Handelswege nach Westeuropa ausbauen. Dazu gehört auch die Schienenverbindung über Russland, die Ukraine, und Polen durch Deutschland zum Hafen Duisburg.

Darüber hinaus hat der Bundestag selbst gerade die Vorgaben des Klimaschutzgesetzes auf Druck des Bundesverfassungsgerichts verschärft. Deutschland soll jetzt bis 2045 Treibhausgasneutralität erreichen. Dies wird ohne einen zusätzlichen Ausbau des Schienengüterverkehrs nicht zu erreichen sein. Im Bundesverkehrswegeplan wird die zukünftige Zahl der Güterzüge aber nur auf der Grundlage von Daten bis zum Jahr 2030 geplant, obwohl die Kurve Kassel nach Einschätzung der DB Netz AG bis dahin noch nicht einmal in Betrieb gegangen sein wird. Die BI-en halten das für unverantwortlich. Sie fordern, dass hier die Prognosen in einem Gutachten des Bundesumweltamtes verwendet werden, die einen weiteren deutlichen Anstieg der Transportleistungen im Schienengüterverkehr bis zum Jahr 2050 voraussagen. Daraus werden sich auch deutlich mehr Güterzüge auf der Ost-West-Achse ergeben.

Die BI-en verlangen deshalb, dass der Ausbau der vorhandenen Strecke Altenbeken – Northeim – Nordhausen als gleichwertige Alternative zu einer Kurve Kassel endlich umfassend geprüft wird. Diese Strecke ist deutlich kürzer als eine Linienführung über eine Kurve Kassel und hat weitaus größere Kapazitätsreserven. Ihr Ausbau einschließlich einer vollständigen Elektrifizierung wird deshalb unausweichlich sein. Der Neubau der Kurve Kassel wäre dann überflüssig, die Natur und Landschaft in unserer Region wäre aber zerstört.

Der Bundestag hat aus der Sicht der BI-en nach der Neuwahl im Herbst die Chance, eine solche verkehrspolitische Fehlentscheidung zu korrigieren und eine Fehlinvestition von mehreren 100 Millionen € zu vermeiden.

Den BI-en ist bewusst, dass eine Verkehrswende ohne den Ausbau des Schienengüterverkehrs nicht möglich sein wird. Selbst wenn die Menschen in unseren Kommunen durch die Nutzung der Alternativstrecke entlastet würden, wird es bei uns trotzdem zukünftig noch deutlich mehr Schienengüterverkehr auf den bereits vorhandenen Strecken geben. Schon nach den bisherigen Prognosen der DB Netz AG wären das mehr als doppelt so viele Güterzüge, wie auf der Alternativstrecke fahren würden. Es geht deshalb auch um eine gerechte Verteilung der Lasten bei der Verkehrswende.

Am 28.06.2021 findet der nächste Runde Tisch statt. Dort wird es auch um die Prognosen zu den Güterzugzahlen gehen.
©Klaus Werner (BI Vellmar)
Bürgerinitiative Vellmar „Keine Kurve Kassel“ BI Kurve Kassel Fuldatal

https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=985051478975850&id=170274740453532
14/06/2021

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Landtagskollegin Manuela Strube, Kollege Wolfgang Decker und ich haben die schwarzgrüne Landesregierung zu ihren Aktivitäten im Hinblick auf die Planungen zur befragt. Die Antwort auf unsere Kleine Anfrage ist leider sehr ernüchternd:http://starweb.hessen.de/cache/DRS/20/0/05200.pdf

Als Reaktion darauf haben wir eine gemeinsame Pressemitteilung verfasst:

Strube und Ulloth (SPD): „Landesregierung stiehlt sich aus der Verantwortung“

„Die schwarzgrüne Landesregierung muss endlich Farbe bekennen und erklären, wie sie sich in die Überlegungen zur Trassenführung der ‚Kurve Kassel‘ bzw. der Sollingtrasse einbringt und positioniert“, erklären die SPD-Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis Kassel, Manuela Strube und Oliver Ulloth, zu ihrer nunmehr beantworteten Anfrage. Die ca. 30 Jahre alte Debatte sei vor zweieinhalb Jahren erneut hochgekocht. Während die Landesregierung zu verschiedensten Bahnprojekten immer wieder Stellung beziehe, sei zum Thema ‚Kurve Kassel‘ so gut wie nichts zu hören.

Eine Umfahrung des Rangierbahnhofs Kassel, die den durchlaufenden Güterzugverkehr auf der Ost–West-Achse beschleunige, sei wichtig, um den Gütertransport auf die Schiene zu verlagern und LKW-Verkehr zu reduzieren. „Akzeptanz für eine Trassenführung lässt sich aber nur dann erreichen, wenn die Streckenfestlegung nach nachvollziehbaren fachlichen Kriterien erfolgt. Dazu müssen alle infrage kommenden Varianten gleichwertig geprüft und die Bedenken der Anwohnerinnen und Anwohner berücksichtigt werden“, sind die Abgeordneten überzeugt.

An Hessens Nordspitze fiele zunehmend auf, dass sich die Landesregierung für die Region und die Belange der Menschen zu wenig einsetze. Alle diskutierten Streckenführungen, also sowohl die Varianten der ‚Kurve Kassel‘ als auch die Sollingtrasse, beträfen unmittelbar das Land Hessen. Deshalb sei die Hessische Landesregierung in der Pflicht, sich zumindest am Prozess zu beteiligen und das Thema nicht bloß auszusitzen.

„Die Deutsche Bahn beteuert immer wieder, die gleichwertige Prüfung der Sollingtrasse sei nicht ihr Auftrag, und daher stünde dafür auch kein Geld zur Verfügung“, erklären Strube und Ulloth. „Deshalb haben wir gefragt, ob das Land bei den Verantwortlichen der Bahn auf eine solche Prüfung drängen oder Mittel für die Durchführung einer vertiefenden Prüfung bereitstellen wird.“ Der Verkehrsminister gehe in seiner Antwort davon aus, dass die Bahn alle gesetzlichen Maßstäbe einhalte und die hierfür erforderlichen Prüfungen durchgeführt habe bzw. durchführen werde. „Eigeninitiative und Einsatz der Landesregierung sind hier also wieder einmal Mangelware“, kritisieren die SPD-Politiker.

Darüber hinaus stellen die Abgeordneten u.a. auch die Frage, ob sich die Landesregierung gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzen will, die Planungen für die Umfahrung des Rangierbahnhofs Kassel im Rahmen der Ende 2021 anstehenden turnusmäßigen Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans 2030 zur Diskussion zu stellen. „Dass der zuständige hessische Verkehrsminister Al Wazir (Bündnis 90 / Die Grünen) in seiner Antwort offenbart, nicht einmal den richtigen Zeitpunkt der Überprüfung zu kennen, spricht Bände und zeugt von erheblichem Desinteresse!“, kritisieren Strube und Ulloth. Es bleibe zu hoffen, dass sich der Minister nicht erst zum Abschluss des Verfahrens in 2023 einbringe, sondern zum Beginn im Dezember 2021. „Die Region hofft auf Transparenz und dass dabei die Möglichkeit zur Anpassung von verkehrs- und klimapolitischen Zielen genutzt und zudem eine weitere vermeidbare Landschaftszerschneidung nicht einfach hingenommen wird.“

„Thomas Viesehon (CDU) war im Wahlkreis Waldeck der Vorgänger der amtierenden Bundestagsabgeordneten Esther Dilcher (SPD), zu dem auch der von der Kurve Kassel betroffene Altkreis Hofgeismar gehört. Viesehon war nicht nur örtlich zuständig, sondern von 2013 bis 2017 sogar Mitglied des Ausschusses für Verkehr im Deutschen Bundestag“, erinnern Strube und Ulloth. „Die Menschen in der Region hätten daher erwarten dürfen, dass er zumindest die Verkehrsprojekte in seinem Wahlkreis genau betrachtet und kritisch hinterfragt“, betonen die Abgeordneten. „Ein aufmerksamer Blick des Verkehrspolitikers auf den seinerzeit verabschiedeten Bundesverkehrswegeplan hätte uns an der Nordspitze wohl heute einiges ersparen können.“

07.06.2021

Bürgerinitiative "Keine Kurve Kassel"
Bürgerinitiative Vellmar „Keine Kurve Kassel“
BI Kurve Kassel Fuldatal
SiEb Kurve Kassel

Die Bahn recycelt mit der Kurve Kassel die alte Spange Möchehof-Speele, was schon in den 1990ern weder gut noch sinnvoll...
23/03/2021

Die Bahn recycelt mit der Kurve Kassel die alte Spange Möchehof-Speele, was schon in den 1990ern weder gut noch sinnvoll war (wir berichteten). Wir schlagen statt des nach 30 Jahren immer noch nicht besser gewordenen Neubaus die Prüfung des Ausbaus einer vorhandenen Alternativstrecke vor. Wir sehen nämlich riesige Probleme für die ÖPNV-Nutzer wegen der Überlastung der Strecke Warburg – Kassel, wenn hier die zusätzlichen von der Bahn erwarteten Güterzüge rollen. Dagegen könnte der konsequente Ausbau der Alternativstrecke dort Vorteile für den Nahverkehr bringen und sie für potenzielle Fahrgäste interessant machen. Der Fahrgastverband Pro Bahn prügelt auf uns ein, mit den Worten, wir hätten "unsinnige Argumente, die einer sachlichen Betrachtung nicht standhalten" (wir berichteten). Dies als Vorspann, als PROlog, sozusagen.

Zeitsprung. Es war einmal. Schon wieder. Ein Fahrgastverband. Ja, Pro Bahn. Diesmal 1992.

Der Fahrgastverband hat im Jahr 1992 die „Gleisspange Mönchehof - Speele“ (nur damit das klar ist: die Gleisspange ist im Grunde das was heute die Kurve Kassel werden soll) entschieden abgelehnt und stattdessen die Reaktivierung der „traditionsreichen Bundesbahnstrecke Paderborn-Altenbeken-Northeim-Nordhausen-Halle für den schweren Güterzugverkehr“ gefordert (auch hier gibt es einen HNA-Artikel, diesmal vom 16.09.1992).

Moment. War das nicht exakt die Strecke, die die Initiative der Bürgerinnen und Bürger Vellmars eingebracht hat. Ja, genau. Siehe oben. Fordern wir denn nicht schon seit zwei Jahren, diese Alternative gleichrangig zum Suchraum der Kurve Kassel zu prüfen? Ja. Genau.

Und Pro Bahn? Gestern gegen die Kurve Kassel, heute dafür. Heute dafür, gegen die eigenen Argumente von gestern. Hüh und hott. Rinn in die Kartoffeln, russ aus den Kartoffeln.

Es wird noch besser. Pro Bahn prügelte dazu nicht einfach eine Schlagzeile in die Zeitung. Pro Bahn stützte sich auf ein 26 Seiten umfassendes Gutachten aus dem Jahr 1992 (liegt uns vor). Was dort drin steht? So ziemlich alle unsere heutigen Argumente für einen Ausbau der Strecke Altenbeken–Northeim–Nordhausen, einschließlich der niedrigeren Folgekosten aufgrund des kürzeren Streckenverlaufs. Alles bereits damals von Pro Bahn und heute durch uns aufgegriffen.

Wenn die Bahn nun ihre 30 Jahre alten Pläne zum Bau einer Kurve Kassel recycelt, die im Zeitverlauf zwar bunter geworden sind, aber nicht besser, um sie wider einer Prüfung naherliegender Alternativen nun aufgehübscht mit aller Macht durchzupeitschen, sollte dann nicht auch Pro Bahn ihr Gutachten und ihre Schlagzeilen aus dem Jahr 1992 recyceln, aufhübschen und sachgerecht einbringen?

Was hat aber die Bahn stattdessen damals gemacht? Sie hat die Strecke eingleisig zurückgebaut. Heute weigert sie sich, eine Reaktivierung dieser Strecke für den Schienengüterverkehr objektiv und umfassend zu prüfen. Dabei hat sie die Rückendeckung aus dem Bundesverkehrsministerium. Unglaublich, geradezu "märchenhaft". Und wenn sie nicht gestorben sind, so verweigern sie die Prüfung der Alternativstrecke noch heute (und morgen).

Sie sind selbst Mitglied, unterstützen Sie den Fahrgastverband mit Beiträge und wohnen Sie vielleicht in einem der Suchräume oder in einem der doch durchsuchten Nicht-Suchräume der Bahn, die von den Auswirkungen der Kurve Kassel betroffen sind? Sprechen Sie den Fahrgastverband doch einmal darauf an, was Sie von dessen Position zur Kurve Kassel halten.

Habt Ihr heute schon mit Familie, Freunden, Nachbarn, Bekannten oder Kollegen über die Kurve Kassel gesprochen? Wollen wir das? Brauchen wir das? Eine Bahn, die uns mit der Unterstützung eines Fahrgastverbandes mit immer mehr Güterzügen die Luft zum Atmen nimmt und uns von der Frischluft abschneidet? Es wird Zeit zu handeln! Was wollen wir dagegen tun? Meldet Euch bei uns! Jetzt, heute, nicht irgendwann wenn es zu spät ist!

https://www.keine-kurve-kassel.de/
E-Mail: [email protected]

Pro Bahn - kontra Vellmar - wie sich ein Fahrgastverband für Güterzugtrassen durch Vellmar einsetztEs war einmal ein Fah...
21/03/2021

Pro Bahn - kontra Vellmar - wie sich ein Fahrgastverband für Güterzugtrassen durch Vellmar einsetzt

Es war einmal ein Fahrgastverband, der sich Pro Bahn nennt. Einem Fahrgastverband könnte es (eigentlich) erst einmal egal sein, durch welche Region eine Güterzugtrasse verläuft. Wäre er ein Gürterzugtrassenverband, der die Interessen von Güterzügen vertritt oder die von deren Eigentümern oder die von Trassen, angehenden Trassen, so wäre das etwas anderes. Aber gut, jeder kann zu allem etwas sagen.

Nun tangieren die Planungen der Bahn zur Kurve Kassel den ÖPNV der Region und dessen Fahrgäste allerdings negativ, wir berichteten. Gleichzeitig kann ein Ausbau der Alternativstrecke eine andere Region und deren Fahrgäste künftig besser stellen. Der Fahrgastverband könnte sich dann, wenn er sich denn zum Verlauf von Güterzugtrassen positionieren möchte, Pro Alternativstrecke positionieren, weil die Fahrgäste unserer Region nicht schlechter gestellt werden und gleichzeitig die potenziellen Fahrgäste einer anderen Region besser gestellt werden. In Neu-Denglisch würde man von einer Win-Win-Situation sprechen. Hmm. Nein. Das geht nicht. Das wäre zu einfach, zu naheliegend, zu logisch und zu konsequent. Aber der Verband heißt ja Pro Bahn und ist damit der Bahn und deren Interessen offenbar sehr eng verbunden. Der Fahrgastverband. Der Fahrgastverband, der sich für die Kurve Kassel einsetzt und gleichzeitig öffentlich auf die Bürger von Vellmar und deren Initiative einprügelt, mit den Worten, wir hätten "unsinnige Argumente, die einer sachlichen Betrachtung nicht standhalten". Wir lassen das jetzt mal so stehen. Fast. Man könnte meinen, der Verband sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Oder die Fahrgäste vor lauter Güterzügen? Wie auch immer. Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Vellmars gehen dabie den Bach runter.

Wem das egal ist, abschalten. Wem nicht, weiterlesen.

Sie sind selbst Mitglied, unterstützen Sie den Fahrgastverband mit Beiträge und wohnen Sie vielleicht in einem der Suchräume oder in einem der doch durchsuchten Nicht-Suchräume der Bahn, die von den Auswirkungen der Kurve Kassel betroffen sind? Sprechen Sie den Fahrgastverband doch einmal darauf an, was Sie von dessen Position zur Kurve Kassel halten.

Habt Ihr heute schon mit Familie, Freunden, Nachbarn, Bekannten oder Kollegen über die Kurve Kassel gesprochen? Wollen wir das? Brauchen wir das? Eine Bahn, die uns mit der Unterstützung eines Fahrgastverbandes mit immer mehr Güterzügen die Luft zum Atmen nimmt und uns von der Frischluft abschneidet? Es wird Zeit zu handeln! Was wollen wir dagegen tun? Meldet Euch bei uns! Jetzt, heute, nicht irgendwann wenn es zu spät ist!

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Betroffene Familien die mit ihren Kindern an der Kämpferbrücke seit Jahren ihr zu Hause haben melden sich selbst zu Wort...
20/03/2021

Betroffene Familien die mit ihren Kindern an der Kämpferbrücke seit Jahren ihr zu Hause haben melden sich selbst zu Wort. Über oder durch ihre Grundstücke plant die Bahn die Variante 4B. Unglaublich.

Eine Variante der Kurve Kassel führt durch die Kämperbrücke in Vellmar. Die Anwohner machen sich Sorgen um ihr Zuhause.

Recherche wirkt - wenngleich im Ergebnis auch skurril!Leider bisher nicht online verfügbar, aber bei Bedarf in der Ausga...
19/03/2021

Recherche wirkt - wenngleich im Ergebnis auch skurril!

Leider bisher nicht online verfügbar, aber bei Bedarf in der Ausgabe der HNA vom 08.03.2021 nachzulesen. Schon im Bundesverkehrswegeplan 1992 war eine "Gleisspange Mönchehof - Speele" als Verbindungsstrecke für den Schienengüterverkehr vorgesehen – eine Planung, die letztlich gescheitert ist und stillschweigend von Bahn und Bund beerdigt wurde. Auch damals gab es heftigen Widerstand aus unserer Region gegen diese Planung, auch weil es damals wie heute eine bessere Lösung gab: den Ausbau der vorhandenen Strecke Altenbeken - Northeim - Nordhausen für den Güterverkehr. Das hat auch die Landesregierung in Niedersachsen schon 1993 so gesehen. Sie hat sich damals auf eine Kleine Anfrage eines Landtagsabgeordneten wegen der "strukturellen Impulse für den südniedersächsischen Raum", erheblich geringerer Betriebskosten, Schutz von Natur und Umwelt, der größeren örtlichen Akzeptanz und der schnelleren Realisierungschancen nachdrücklich für diese Alternative ausgesprochen.

Aber was kümmert die Bahn die Argumente gegen ihre eigenen Planungen von früher? Alles Geschwätz von gestern. Der Atem der Bahn ist offenbar lang und zugig. Was damals weder gelang noch sinnvoll war, wird 30 Jahre später einfach nochmal recycelt und mit hübschen Präsentationen wieder auf den Tisch gelegt. Als sei nichts gewesen. Als habe man inhaltlich nichts dazu gelernt, werden heute nun andere Verfahrensweisen (Maßnahmegesetze) genutzt, um eine schon damals schlechte Lösung heute nun gegen den Bürgerwillen durchzusetzen und Vellmar die Luft abzuschneiden.

Wem das egal ist, abschalten. Wem nicht, weiterlesen.

Habt Ihr heute schon mit Familie, Freunden, Nachbarn, Bekannten oder Kollegen über die Kurve Kassel gesprochen? Wollen wir das? Brauchen wir das? Eine Bahn, die uns mit ihren gestrigen Planungen immer mehr Güterzügen die Luft zum Atmen nimmt und uns von der Frischluft abschneidet? Es wird Zeit zu handeln! Was wollen wir dagegen tun? Meldet Euch bei uns! Jetzt, heute, nicht irgendwann wenn es zu spät ist!

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Die BAHN, ganz groß im KleinredenGespräche mit der Bahn bleiben mitunter trotz konkreter Nachfragen höchst erkenntnisarm...
17/03/2021

Die BAHN, ganz groß im Kleinreden

Gespräche mit der Bahn bleiben mitunter trotz konkreter Nachfragen höchst erkenntnisarm. Während die Bahn in Gedanken dabei ist, in Vellmar mit der Variante 4B den "Luftraum" abzuriegeln und mal eben eine Güterzugtrasse quer durch klimatisch wirksame Bereiche jagen möchte, die mehr als im roten Bereich liegen (Frischluftentstehungs- und abflussgebiete, Reinluftgebiete und Windschutzfunktionen sind ja nicht so wichtig), kommt nun nach und nach zu Tage, dass auch andere bisher eher unbeachtete Gegenden vielleicht doch ein klein wenig mehr von der Kurve Kassel betroffen sind.

Erst auf kritische Nachfragen räumte die Bahn ein, dass sie weitere bauliche Maßnahmen nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb des Suchraums plant, d.h. nicht nur ein „Puffergleis“ nördlich von Espenau-Mönchehof, sondern auch zwei Überholgleise bei Liebenau-Lamerden und Hofgeismar-Hümme. Die Problematik der nicht kreuzungsfreien Einmündung im Bereich des Bahnhofs Neu-Eichenberg, wo auch die Nord-Süd-Strecke 3600 Göttingen-Bebra verläuft, hat die Bahn war nun zugegeben, hier aber den Handlungsbedarf, was Aufwand und Kosten für eine Lösung angeht, auf gewohnte Weise erst einmal kleingeredet.

Ach ja, ein aufmerksamer Schelm, wer bemerkt, dass die Bahn außerhalb des Suchraums sucht, plant und manch andere Dinge tut. Ein Überraschungsei nach dem anderen. Solche Planungen außerhalb des Suchraums sind offenbar kein Problem. Aber die vorhandene Alternativstrecke durch den Solling wird von Bahn und Ministerium ignoriert, weil sie außerhalb des Suchraums liegt. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen, weil man die bessere Lösung verhindern will.

Ihr kennt Menschen in Espenau-Mönchehof, Liebenau-Lamerden und Hofgeismar-Hümme oder Neu-Eichenberg? Wollen sie das? Brauchen sie das? Eine Bahn, die immer mehr faule Eier in fremde Nester legt, statt ihre eigenen Linien auszupolieren? Es wird Zeit zu handeln! Was wollen wir dagegen tun? Meldet Euch bei uns! Jetzt, heute, nicht irgendwann wenn es zu spät ist!

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