23/09/2026
Rotwildbrunft 2026 in der Stiftungsinsel🌿🦌
Nebel steht auf der Nachtkoppel…
dann zerreißt in der Dämmerung das tiefe Röhren des Hirsches die Stille. Über Wälder, Moore und weite Wiesen trägt sich sein Ruf – kraftvoll, urwüchsig und seit Jahrtausenden nahezu unverändert.
Wer einmal im ersten Morgenlicht einen starken Hirsch aus dem Nebel treten sah, seinen Atem in der kalten Luft und das mächtige Geweih als Silhouette vor dem erwachenden Wald, vergisst diesen Augenblick nicht.
In diesen Wochen zeigt sich Mecklenburg-Vorpommerns Natur von einer ihrer ursprünglichsten Seiten. Die Rotwildbrunft ist mehr als ein beeindruckendes Schauspiel – sie ist ein Stück Wildnis, ein uralter Rhythmus und eine eindrucksvolle Erinnerung daran, dass wir Menschen in diesen Wäldern nicht die Hauptrolle spielen.
Wir dürfen für einen Moment nur Zeugen sein.
Gerade dieses Gefühl, nur ein Zeuge zu sein, verdrängen viele Menschen in dieser Zeit.
Umso wichtiger ist es, diesem Schauspiel mit dem nötigen Respekt zu begegnen. Leider führen Neugier und Gedankenlosigkeit immer wieder dazu, dass Brunftplätze betreten, Wege verlassen oder die Tiere für Fotos und Beobachtungen bedrängt werden. Gerade in dieser besonderen und kräftezehrenden Zeit bedeutet jede unnötige Störung zusätzlichen Stress für das Wild.
Wir sind Gäste in ihrem Lebensraum – und sollten uns auch so verhalten.🦌🌿
Vielen Dank an Michael Hoffmann | Wildlife & Conservation für deine respektvolle Zusammenarbeit und deine beeindruckenden Impressionen.