Cimbern Kuratorium Bayern e. V.

Cimbern Kuratorium Bayern e. V. Das "Cimbern-Kuratorium Bayern" wurde im Jahr 1969 in München als eingetragener Verein gegründet.

Einer der Gründerväter war der damalige Oberbürgermeister von München, Hans-Joachim Vogel. Wichtigste Aufgabe und Zweck des Vereins ist die Pflege und Erhaltung der Sprache und Kultur der Cimbern, einer aus Bayern und Tirol nach Oberitalien ausgewanderten Bevölkerungsgruppe, denn die Sprache ist unser wertvollstes Gut. Wir wollen die gemeinsame Tradition und Geschichte zwischen Bayern und Oberital

ien pflegen und vertiefen. Das zimbrische Idiom ist besonders dem noch bäuerlich geprägten Altbayerischen sehr ähnlich. Daneben tragen wir zum Verständnis zwischen den Völkern und für ein gemeinsames Europa bei. Dieses soll kein "Einheitsbrei", sondern ein Europa der Vielfalt der Regionen in Sprache und Kultur sein, denn das ermöglicht Traditionelles in den einzelnen Regionen zu erhalten und zu fördern. So wächst Europa von unten her zusammen und es braucht kein Aufoktrieren von oben. In diesem Sinne - in Zimbrisch:

Ghee-bar Mittanànder
(gehen wir miteinander)

Mit großer Freude konnten wir am vergangenen Wochenende eine  zimbrische Sprachschülergruppe aus Lusern (bei Trient) mit...
31/08/2026

Mit großer Freude konnten wir am vergangenen Wochenende eine zimbrische Sprachschülergruppe aus Lusern (bei Trient) mit ihrer jungen Lehrerin Anna Nicolussi-Neff während ihres Besuchs in der Luserner Partnergemeinde Tiefenbach und auf ihren Ausflügen nach Landshut und Velden begleiten. Tiefenbach pflegt diese Gemeindepartnerschaft seit 25 Jahren, entsprechend herzlich der Empfang durch Bürgermeisterin Sigrid Maier im Rathaus. Jakob Oßner vertrat das Kuratorium, das ebenfalls enge Verbindungen mit Lusern pflegt.

Anna Nicolussi-Neff, die den Ausflug nach Deutschland initiiert und organisert hat, spricht perfekt den Luserner Dialekt der zimbrischen Sprache eine Mischung aus "Bairisch" und "Tirolerisch".

Foto: Joachim Lodermaier, DIES&DAS ONLINEJOURNAL

31/08/2026

Voci dal Film Festival della Lessinia 4/6

CIMBRI: ORFANI MA CONSAPEVOLI
Dopo i primi interventi (post 1, 2 e 3) al convegno del 23 agosto scorso: "La lingua madre: radici e prospettive", al Film Festival della Lessinia, è stata la volta di Alberto Castaldini, vice presidente del CURATORIUM CIMBRICUM VERONENSE (I Cimbri dei XIII Comuni) con il suo approccio filosofico: "Orfani ma consapevoli. La lingua madre dei Cimbri fra uso perduto e svolta iconica”.
Constatando che l’umanità nel corso della propria storia ha perso la capacità di comprendere moltissime lingue, per avere la garanzia della loro sopravvivenza si dovrebbe mettere a punto un sistema di trasmissione capace di superare i secoli. Nel caso della lingua cimbra, come di altre minoritarie, questa madre è stata snaturata e i “figli” l’hanno conseguentemente persa di vista. Se la lingua muore, come muoiono tutte le madri, si rimane orfani. E tuttavia, in uno scenario sconfortante che fa pensare a una resa definitiva rispetto alla sua totale estinzione, l’annuncio luttuoso è comunque una presa d’atto che produce consapevolezza. Il che è preferibile alla totale ignoranza di molti nei confronti delle proprie radici culturali e linguistiche e rappresenta un argine all’orfanità. Il filosofo prussiano di fine ‘700 Johann Gottfried Herder, individuò nelle manifestazioni creative, tra cui il linguaggio, la coscienza di un popolo e la manifestazione della sua anima. E dunque cosa potrebbe risvegliare l’anima assopita della lingua cimbra? La proposta è quella di una “svolta iconica”, ovvero l’utilizzo di un segno, in questo caso l’immagine, più immediatamente percepibile, per significare una lingua perduta. Citando Martin Heidegger e la sua opera Linguaggio e terra natia, Castaldini ricorda che la lingua madre (e il dialetto) sono la madre della lingua, l’origine viva da cui le cose prendono l’esistenza. E il problema del nostro tempo è la sconnessione della lingua madre dalla terra natia. La svolta iconica (cfr. Gottfried Boehm) potrebbe essere la via per rendere visibili le parole, perché non nega la centralità del linguaggio, la espande. Se la lingua non è udibile può essere visibile. In fondo ogni biografia di bambino inizia con le immagini, prima che con le parole. Occorre individuare una relazione significante che non lasci spazio a dissensi interpretativi ma che comunichi la parola facendola risuonare come una poesia. E si potrebbe iniziare dai vocaboli della fede che è sempre stata indice di partecipazione al creato, e dell’ambiente stesso, con i suoi toponimi e fitonimi, ritrovando quelle connessioni che ci dicono che tutto è collegato e che noi ne siamo parte.
4 - continua

20/08/2026
20/08/2026

Rowley, Anthony (1996):
Die Sprachinseln der Fersentaler und Zimbern.

In: Hinderling a.o. 1996. Handbuch der mitteleuropäischen Sprachminderheiten. Tübingen: Narr. S. 263-28

Aus den unter Pkt. 8.3. und Pkt. 8.4. erwähnten Gründen nimmt die Zahl der Sprecher der Sprachinseldialekte tendenziell eher ab. In den VII Gemeinden hat sie bereits fast den Nullpunkt erreicht.
Aufgrund mangelnden Deutschunterrichts beherrschen nur sehr wenige Fersentaler oder Luserner die schriftliche Norm des Deutschen. Nur diejenigen, die vor 1918 die deutschen Schulen besuchten, erhielten durchgehend Unterricht in dieser Sprache. Für die Generation, die den neueren zusätzlichen Unterricht im Fach Deutsch belegt hat, wird die deutsche Sprache als Fremdsprache (meist von italienischen Lehrkräften) erteilt. Die Fersentaler Hausierer haben sich eine partielle schriftliche Kompetenz im Deutschen angeeignet, die die für ihren Handel notwendigen Bereiche abdeckt.
Bei den Sprachinselbewohnern genießt die deutsche Schriftsprache hohes Prestige. Sie wird auch von der jüngeren Generation als gute Voraussetzung für die wirtschaftlich oft als notwendig verstandene zeitweilige Arbeitsmigration in den geschlossenen deutschen Sprachraum aufgefaßt. Es ist auch allgemein bekannt, daß in der Provinz Bozen die deutsche Sprache die gleichen Rechte genießt wie das Italienische.
Als Hochform ihres Dialekts verstehen die Fersentaler die hochdeutsche Sprache. In Lusern scheinen manche in der Mundart eine Ausprägung des «Cimbro» zu sehen, das manche als vom Hochdeutschen unabhängige Größe verstehen. Allgemein gilt diese Auffassung in den XIII und VII Gemeinden.
Eine soziale Schichtung der Wohnbevölkerung in den Sprachinselgemeinden besteht nur im Ansatz, da sehr wenige Sprachinselbewohner bisher den sozialen Aufstieg gesucht haben. Diejenigen, die diesen Weg eingeschlagen haben, ziehen meist auch aus den Sprachinselgemeinden weg.
Diese Faktoren bewirken zusammen, daß der Sprachinseldialekt nur als mündliche Form im informellen und familiären Bereich und in der Gemeindeöffentlichkeit als angemessen empfunden wird.

https://www.zimbrisch.de/buecher-und-papers.html

20/08/2026

2015 Birgit Alber: Die deutschen Sprachinseln der Zimbern und Fersentaler in Norditalien. Konservativität, Innovation und Kontakt im Lautsystem

In: Rainer Schlösser (2025): Sprachen im Abseits - Regional- und Minderheitensprachen in Europa. Akademische Verlagsgemeinschaft München. S. 19-46

Birgit Albers linguistische Arbeit untersucht die zimbrischen und fersentalerischen Sprachinseln in Norditalien, wobei sie das komplexe Zusammenspiel von der Erhaltung alter Sprachstrukturen (Konservativität), eigenständigen Weiterentwicklungen (Innovation) und dem Einfluss des umgebenden Italienischen und der romanischen Dialekte (Kontakt) im Bereich der Phonologie (Lautsystem) analysiert.

Die drei Dimensionen des Lautsystems
Die Arbeit strukturiert die lautliche Entwicklung dieser Dialekte entlang dreier Hauptachsen:
Konservativität (Bewahrung des Alten):
Aufgrund der jahrhundertelangen geografischen und kulturellen Isolation haben die Dialekte phonetische und phonologische Merkmale des Mittelhochdeutschen (Mhd.) oder Altbairischen bewahrt, die im modernen Standarddeutschen längst verschwunden sind. Dazu gehören oft bestimmte Vokalqualitäten oder das Fehlen von jüngeren neuhochdeutschen Diphthongierungen.
Innovation (Eigenständige Weiterentwicklung):
Trotz Isolation sind Sprachinseln keine starren Museen. Unabhängig vom Hauptsprachraum haben das Zimbrische und Fersentalerische eigene, interne lautliche Evolutionen durchlaufen. Dies betrifft beispielsweise spezifische Vokalverschiebungen oder Konsonantenveränderungen, die exklusiv in diesen Tälern entstanden sind.
Kontakt (Der romanische Einfluss):
Durch die dauerhafte Zweisprachigkeit (Bilingualismus) der Sprecher kam es zu massiven Interferenzen mit den umliegenden norditalienischen (venetischen und trentinischen) Dialekten sowie dem Standarditalienischen. Dies zeigt sich im Lautsystem unter anderem durch:
- Die Anpassung deutscher Laute an romanische Artikulationsgewohnheiten.
- Den Import neuer Phoneme durch romanische Lehnwörter.
- Mögliche strukturelle Angleichungen (Phonologische Konvergenz). KI generiert (Gemini)

https://www.zimbrisch.de/artikel-linguistik.html

18/08/2026

Der Film „Spaziergang nach Syrakus“ erzählt von einem DDR-Bürger, der nach Italien wandert. Sein Führer ist ein altes Buch. Darin stehen Wahrheiten über das Reisen, die wir in unserer Vielfliegerzivilisation vergessen haben.

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Putzenberg 1
Velden
84149

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