Im Jahr 2009, während der Faschingszeit, wurde die Idee einer eigenen Faschingsgruppe für unseren Ort Völkersbach in die Runde geworfen. Von diesem Zeitpunkt an, wurde immer wieder über dieses Thema gesprochen, bis wir schließlich beschlossen haben, eine eigene Gruppe auf die Beine zu stellen. Wir stöberten in den Geschichtsbüchern Völkersbachs, um ein passendes Motiv und einen geeigneten Namen zu
finden. Schließlich entschieden wir uns, zum 11.11.2011 die "Kloschder-Hexen Völkersbach" ins Leben zu rufen. Völkersbach ist eines der zehn frauenalbischen Klosterdörfer und wird erstmals im Jahre 1254 geschichtlich erwähnt. Daraufhin wurde Völkersbach an das Kloster (badisch: "Kloschder") Frauenalb verkauft. Ein Jahr später gingen dann die Vogtei, das Patronat und alle Herrlichkeit zu Völkersbach an das Benediktinerkloster an der Alb über. Schutz und Schirmherren des Klosters wechselten in der Folgezeit mehrmals. Zerstörungen und Seuchen machten vor den Klosterpforten nicht halt. Von den Höhen und Tiefen des herrschaftlichen Klosters waren auch die Klosterdörfer stets mitbetroffen. Hexen wurden früher immer wieder als Feind der Kirche dargestellt. Sie wurden mit den Seuchen, die in den Klöstern kursierten, in Verbindung gebracht. Zudem nennt man die Einwohner Völkersbachs "Besenbinder", da dies in der damaligen Zeit ein traditioneller Beruf in dem Klosterort war. Noch heute werden Besen häufig mit Hexen in Verbindung gebracht. Wirft man die Begriffe Besenbinder, Kloschder und Seuche in einen Topf, erhält man als Charakter zwangsläufig eine furchteinflösende Hexe, die Grundlage für die Gestaltung unseres Hexenhäs.